Es war sein großer Tag! SES-Halbschwergewichtler Michael Eifert (13-2, 5 KOs) stand gut drei Jahre nach seinem Sieg über Jean Pascal im IBF Eliminator endlich im ersehnten WM-Fight. Ihm gegenüber: einer der P4P-besten Boxer seiner Generation, Dmitrii Bivol (25-1, 12 KOs).
Dmitrii Bivol schickt Michael Eifert in Runde 1 zu Boden
Auf dem Spiel standen in Jekaterinburg, Russland die WM-Titel der IBF, WBA, IBO und der Ring Magazine Gürtel. Die WBO, bei der Bivol auch Weltmeister ist, sanktionierte den Kampf aufgrund der politischen Lage nicht. Eifert startete gut in den Kampf. Der Deutsche arbeitete aus der Distanz mit seinem schnellen Jab. Bivol zwang er so zunächst in den Rückwärtsgang. Nachdem Eifert eine Aktion schlug, konterte der Weltmeister mit seinem „Signature“-Schlag: dem langen linken Haken. Der traf voll am Kinn von Eifert und schickte den gebürtigen Sachsen auf die Bretter. Eifert kam wieder auf die Beine und kämpfte sich in den darauf folgenden Runden eindrucksvoll zurück.
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Dmitrii Bivol sah im Kampf gegen Eifert nur phasenweise wirklich gut aus. Sicherlich hatte der SES-Boxer auf den Punktzetteln klar das Nachsehen, denn Bivol tat das Nötigste, um Runde um Runde zu gewinnen. Dies führte dazu, dass der Kampf wenig spektakulär war.
Michael Eifert versuchte immer wieder mit Kombinationen, vor allem zum Kopf, Treffer zu erzielen. Ab und an gelangen ihm sehenswerte Aktionen, doch vor allem bei seinem linken Haken hatte er meist das Nachsehen. Der 35-jährige Bivol mied die Aktionen, indem er aus der Distanz ging und Eifert so ins Leere schlagen ließ.
Bivol dominiert toughen Eifert über 12 Runden
Der Champion drehte immer mehr das Tempo hoch und attackierte den 28-Jährigen mit seinem Arsenal. Einzelne Rechte kamen durch die Deckung durch und auch sein gestochen scharfer Jab durchbrach Eiferts Deckung häufig.
Der vereinte Weltmeister aus Kirgisistan drehte in den letzten Runden nochmal mehr auf und zeigte, was er eigentlich drauf hat. Eifert wurde nun regelrecht durch den Ring gescheucht und musste wachsam sein, nicht zu viele Hände zu nehmen, die Bivol variabel zu Körper und Kopf schlug. In der letzten Runde sah man vom Deutschen kaum noch Aktionen. Bivol arbeitete viel, konnte den Kampf aber auch nicht mehr vorzeitig beenden. Am Ende werteten die drei Punktrichter einstimmig 120-107 (im Ring wurden fälschlicherweise 118-107 verkündet) und bestätigten Bivol somit als vereinten Weltmeister.

Für Michael Eifert ist diese Leistung dennoch als solide hervorzuheben. In seinem erst 15. Kampf als Profi stand er dem derzeit besten Halbschwergewichtler gegenüber und ging mit ihm über die Runden. Für Bivol war es der 15. WM Kampf.














