Weltpremiere: AIBA Pro Boxing (APB) bringt Profis zu den Olympischen Spielen

Der olympische Weltverband im Boxen startet die zweite Weltpremiere, um den Boxsport weltweit zu professionalisieren. An vier verschiedenen Standorten wird am Wochenende die AIBA Pro Boxing (APB) ihre Kämpfe austragen. Damit bietet nun die AIBA alle Facetten des Boxsports ab. Die Amateure in den olympischen Gewichtsklassen auf nationalen und internationalen Meisterschaften, die „World Series of Boxing“ (WSB) der Nationalteams und die besten Profiboxer der olympischen Gewichtsklassen sind nun alle unter dem Dach des olympischen Weltverbands vereinigt.

DBV-Sportdirektor Michael Müller: „Wir sind sehr gespannt auf die ersten APB-Kämpfe. Jetzt bietet die AIBA alle Facetten des Boxsports an, das wird uns einen weiteren Schub in Deutschland geben.“

Die APB führt als Plattform eine Weltrangliste in den olympischen Gewichtsklassen ein, die in mehreren Kämpfen ausgeboxt wird. Die Kämpfe dienen darüber hinaus als Qualifikation für die Olympischen Spiele. Im Rahmen des APB-Programms gibt es damit mehrfache Qualifikationsmöglichkeiten für Rio 2016.

Dabei startet jetzt die Phase des Pre-Rankings bis 31. Januar 2015, um die besten Boxer in den Gewichtsklassen zu identifizieren. Ab März 2015 startet dann das APB-Programm durch und die besten Boxer kämpfen um die Krone in der Gewichtsklasse. Diese Profiboxer können sich dann über die Erfolge in der APB direkt für die Olympischen Spiele qualifizieren. Die ersten beiden Athleten der APB in jeder Gewichtsklasse haben einen Startplatz für Rio 2016 sicher. Der beste Athlet des Pre-Rankings hat auch seinen Startplatz schon jetzt sicher.

In der APB boxen momentan die nahezu besten 80 Boxer der olympischen Gewichtsklassen in 6 Runden á 3 Minuten, dann kommen drei Kämpfe über sechs Runden in den sogenannten „Matches for Champions“. Das Finale wird dann um den „APB World Champion“ ausgetragen, den einzigen legitimierten Profi-Weltmeister im olympischen Boxsport.

Die Kampfabende werden in China, Deutschland, Russland, Argentinien, Italien, Aserbaidschan, Österreich, Algerien, Kuba und Kasachstan ausgetragen. An diesem Wochenende geht es an vier Standorten der Welt los – in Sofia, Baku, Almaty und Nowosibirsk.

Am morgigen Freitag starten die Kämpfe in Sofia (Bulgarien) um 19:30 Uhr mit der Gewichtsklasse bis 81 Kg. Hier kämpft der frischgebackene deutsche Meister Serge Michel gegen Joseph St. Pierre (Mauritius).

In Baku (Aserbaidschan) kämpft im Superschwergewicht der WM-Dritte Erik Pfeifer. Unser Top-Athlet darf gegen den Ägypter Ahmed Samir seinen ersten APB-Kampf absolvieren. Zeitgleich hat der deutsche Meister Ali Kiydin gegen Mihai Nistor (Rumänien) seine große Chance nach der krankheitsbedingten Absage des Weltmeisters Mezhidov. Ali Kiydin wurde, wie auch Serge Michel, kurzfristig nachnominiert.

Am Samstag, den 25.10, wird Artur Bril sich in Almaty (Kasachstan) gegen den Vize-Weltmeister Robson Donato Conceicao (Brasilien) in der Klasse bis 60 Kg behaupten müssen, auch hier sind die besten acht Boxer der Welt aktiv.  In Rom (Italien) kann sich Emir Ahmatovic gegen Javonta Charles (USA) in der Schwergewichtsklasse zeigen. Am Montag muss Artem Harutyunyan in Nowosibirsk (Russland) gegen Boris Georgiev (Bulgarien) in der Gewichtsklasse bis 64 Kg ran.

Leider sind Arajk Marutjan und Xhek Pasquali krankheitsbedingt ausgefallen. Marutjan musste sich einer Operation durch eine akute Mandelentzündung unterziehen. Xhek Pasquale zog sich eine Augenverletzung beim Sparring zu, die gestern schon operativ in Ulm behandelt wurde.

Quelle: DBV

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