WBO-Titel von Dmitry Bivol gegen Michael Eifert nicht auf dem Spiel

Dmitry Bivol wird seinen WBO-Weltmeistertitel im Halbschwergewicht am 30. Mai in Jekaterinburg nicht gegen den Deutschen Michael Eifert verteidigen.

WBO erkennt Kampf nur als Non-Title-Bout an

Grund dafür ist laut einem Schreiben von WBO-Präsident Gustavo Olivieri der weiterhin andauernde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Wie aus dem Schreiben hervorgeht, wird die WBO den Kampf nicht als offiziellen Titelkampf sanktionieren. Bivol wird der Gürtel allerdings nicht aberkannt, stattdessen stuft die Organisation das Duell lediglich als Nicht-Titelkampf ein.

Damit stehen bei der Veranstaltung in der UMMC Arena in Jekaterinburg nur Bivols WBA- und IBF-Titel sowie der Ring Magazine-Gürtel im Halbschwergewicht auf dem Spiel. Für Dmitry Bivol (24-1, 12 KOs) wird es der erste Kampf seit seiner Rückenoperation sein. Der 35-Jährige musste sich im August einer Operation wegen eines Bandscheibenvorfalls unterziehen, an die sich ein sechswöchiges Rehabilitationsprogramm anschloss.

Seinen bislang letzten Kampf bestritt Bivol im Februar in Riad, als er sich im Rückkampf gegen Artur Beterbiev durchsetzte und damit die zuvor erlittene Niederlage revanchierte. Mit diesem Sieg sicherte er sich den Status des unumstrittenen Weltmeisters im Halbschwergewicht.

Zuvor hatte Beterbiev das erste Duell im Oktober 2024 nach umstrittener Punktentscheidung gewonnen. Bivol, der in St. Petersburg lebt, zählt aktuell zu den besten Boxern der Welt und wird von The Ring auf Platz fünf der Pound-for-Pound-Rangliste geführt.

Michael Eifert als Pflichtherausforderer

Der deutsche SES-Boxer Michael Eifert (13-1, 5 KOs) reist als offizieller IBF-Pflichtherausforderer nach Russland. Der 28-Jährige feierte seinen bislang größten Karriereerfolg im März 2023, als er den ehemaligen Weltmeister Jean Pascal nach Punkten besiegte. Für Eifert ist das Duell mit Bivol die bislang größte Chance seiner Profilaufbahn.

Bereits im März 2022 hatte sich Bivol im Rahmen der Pressekonferenz zu seinem Kampf gegen Saul „Canelo“ Alvarez zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine geäußert. Damals sagte er: „Es macht mich wirklich traurig. Ich habe viele Freunde in der Ukraine. Ich habe viele Freunde in Russland. Meine Familie ist in Russland. Jeden Tag wache ich auf, lese die Nachrichten und hoffe, dass es aufhört.“

Seinen letzten Kampf in Russland absolvierte Bivol im Dezember 2021, als er Umar Salamov erfolgreich besiegte.

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