WBO-Präsident reagiert nach Parkers TKO

Der TKO machte nicht nur Parkers unmittelbare WM-Ambitionen zunichte, sondern katapultierte Fabio Wardley gleichzeitig in die neue Interimsliga von WBO und WBA… Weiterlesen » Behauptung „betrogen“ zurückgewiesen: WBO-Präsident reagiert nach Parkers TKO.

WBO-Präsident Gustavo Olivieri hat die Behauptungen vieler Boxfans, Joseph Parker sei bei  seiner schockierenden TKO-Niederlage gegen Fabio Wardley um einen obligatorischen WM-Kampf gegen Usyk „betrogen“ worden, scharf zurückgewiesen.

WBO-Präsident Gustavo Olivieri hat die Behauptungen seiner Fans, Joseph Parker sei kurz vor seiner schockierenden TKO-Niederlage gegen Fabio Wardley um einen obligatorischen WM-Kampf gegen Oleksander Usyk betrogen“ worden, scharf zurückgewiesen. Der TKO machte nicht nur Parkers unmittelbare WM-Ambitionen zunichte, sondern katapultierte andererseits Fabio Wardley gleichzeitig in die neue Interimsliga von WBO und WBA.

Fabio Wardley zeigte am vergangenen Samstagabend in der O2 Arena in London, England, seine bisher beste Leistung und stoppte den ehemaligen Weltmeister Joseph Parker aus Neuseeland, in einer dramatischen elften Runde. Damit bewies er seine Qualitäten als echter Weltklasse-Schwergewichtler. Wardley stoppte Parker in Runde elf und sicherte sich damit den Pflichtkampf um gegen Oleksandr Usyks um dessen unangefochtenen Schwergewichtstitel zu kämpfen.

Joseph Parker vs. Fabio Wardley.

Wardley stoppt Parker durch einen streitbaren TKO und sichert sich den Showdown gegen Oleksander Usyk.

Fabio Wardley lieferte am Samstagabend in der O2 Arena in London seine karrierebeste Leistung ab und stoppte den ehemaligen Weltmeister Joseph Parker in einer dramatischen elften Runde, um seine Referenzen als echter Weltklasse-Schwergewichtler zu beweisen.

Wardley stoppte Parker in der elften Runde, um sich einen obligatorischen Schuss auf Oleksandr Usyks unangefochtene Schwergewichtskrone zu sichern.

Der Kampf, der mit dem Prädikat „Alles oder Nichts“ betitelt und live auf DAZN übertragen wurde, erfüllte sein Versprechen als brutaler und atemloser Krieg zwischen zwei der Besten in der Schwergewichtsklasse. Wardleys Sieg garantiert ihm nun einen obligatorischen Schuss auf Usyk, der sich derzeit von einer Verletzung erholt.

Der Usyk-Kampf wird voraussichtlich nächstes Jahr entweder in Großbritannien oder in Saudi-Arabien stattfinden, wobei die Riad-Saison im Februar als früher Favorit für die Inszenierung des Kampfes hervorgegangen ist.

Joseph Parker vs. Fabio Wardley.

War der Abbruch des Kampfes durch den Ringrichter in der 11. Runde gerechtfertigt oder zu früh?

Direkt nach der tKO-Entscheidung durch den Ringrichter teilten sich die Lager der Boxfans, indem die eine Hälfte mit der Entscheidung des Ringrichters konform ging und die andere Hälfte der Fans die Meinung vertraten, dass der Abbruch des Kampfes einfach zu früh war. Schnell kamen auch andere Fakten ins Spiel, z.B. dass der Kampf in England, der Heimatstadt von Wardley, stattfand. Zudem hat der Engländer Fabio Wardley einen Promotervertrag mit dem Engländer Frank Warren, der dann auch noch mit seinem englischen Unternehme ‚Queensberry Promotion‘ der Veranstalter des Kampfes am letzten Samstag in der Londoner O2 Arena war und zu Allem war der Ringrichter des Kampfes auch noch ein Engländer. Diese ganzen Fakten bestärkten natürlich die „Verschiebungstheoretiker“. Wenn man dann weiß, dass Parker den Kampf auf den Punktzettel der Punktrichter gar nicht mehr verlieren konnte, denn hier lag Parker zwei Runden vor Kampfende bei zwei der Punktrichter mit 98:92 und 96:94 in Front, während der dritte Punktrichter bis zum Zeitpunkt des Kampfabbruchs den Kampf mit 95:95 unentschieden wertete. Zudem kam der Abbruch durch den Referee gerademal 40 Sekunden vor dem Ende der 11. Runde.

Parker war auch während des gesamten Kampfes nicht einmal am Boden und er war sicher auch zum Abbruch des Kampfes nicht total verteidigungsunfähig. Es gab sicher auch währenddes gesamten Kampfes ähnliche oder noch brenzligere Situationen, bei dem der Kampf sogar beiderseitig hätte abgebrochen werden können. Warum also kam dann der Abbruch, zu einem Zeitpunkt, wo gerademal nur noch etwas mehr als drei Minuten zu boxen war?

Aber sei es wie es ist, der Ringrichter hat die alleinige Entscheidung im Ring und er sah aus seiner Sicht, dass er Parker vor weiteren Schlägen seitens Wardleys beschützen müsse und brach (regelkonform) den Kampf in der 11. Runde ab und krönte Fabio Wardley zum neuen WBO-Interimsweltmeister und nun offiziellen Herausforder des unbesiegt und unwidersprochenen Schwergewichts-Weltmeisters Oleksander Usyck.

Der Sieger des Kampfes und neuer offizieller Herausforderer von Oleksander Usik: Fabio Wardley.

Was kommt als nächstes?

Wardleys Sieg bereitet nun den Zusammenstoß mit Usyk vor, sobald der Ukrainer aus seiner Verletzungspause zurückkehrt, nachdem sich der 30-Jährige ins Gespräch gebracht und sich unter der globalen Boxelite katapultiert hat..

Promoter Frank Warren bestätigte die Pläne unmittelbar nach dem Kampf.

„Es ist wirklich einfach: Oleksandr Usyk ist ein großartiger Champion“, sagte Warren nach dem Kampf zu DAZN. „Sein nächster Kampf wird nun gegen Fabio Wardley um dessen vier Gürtel sein. Es ist das, was er für diese Leistung verdient auch verdient hat.

„Er sagte, er will es, also wird es so sein.“

Unabhängig davon, ob der Kampf in London, England oder Riad, Saudi-Arabien, landet, wird der britische KO-Künstler als einer der am schnellsten aufstrebenden Namen des Boxsports an seiner ersten Weltmeisterschaft teilnehmen und er hat jetzt bewiesen, dass er sich über das inländische Niveau hinaus bewährt hat und fest an die Tür des Weltmeisterschaftsruhms klopft.

Joseph Parker vs. Fabio Wardley -Die Highlights des Kampfes:

Joseph Parker vs. Fabio Wardley Fight-Poster.

 

 

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