WBC ordnet an: Usyk muss nach freiwilliger Titelverteidigung gegen Kabayel ran!

Der WBC hat klargestellt, wie es im Schwergewicht weitergeht: Nach einer freiwilligen Titelverteidigung muss Oleksandr Usyk gegen Interimsweltmeister Agit Kabayel antreten – andernfalls droht der Entzug des Gürtels.

Sulaiman: „Er muss als Nächstes gegen den Interims-Champion kämpfen“

WBC-Präsident Mauricio Sulaiman hat bestätigt, dass Oleksandr Usyk nach einer freiwilligen Titelverteidigung verpflichtend gegen Agit Kabayel boxen muss. Der Ukrainer hält aktuell die Titel von WBC, WBA, IBF sowie den „The Ring“-Gürtel im Schwergewicht.

Kabayel ist seit seinem vorzeitigen Sieg über Zhilei Zhang im Besitz des WBC-Interimstitels. Vor rund einem Jahr stoppte der Bochumer den Chinesen in der sechsten Runde und sicherte sich damit seine Position als Pflichtherausforderer.

Zuletzt stand Kabayel am 10. Januar im Ring, als er den bis dahin ungeschlagenen Damian Knyba in drei Runden vorzeitig besiegte. Usyk hingegen hat seit seinem TKO-Erfolg im Juli über Daniel Dubois nicht mehr gekämpft und laborierte zuletzt an einer Rückenverletzung.

„Kabayel war nicht verfügbar, weil er einen Kampf im Januar angesetzt hatte“, erklärte Sulaiman im Gespräch mit Chris Mannix. „Also hat Usyk eine freiwillige Titelverteidigung beantragt, was absolut üblich ist. Diese wurde ihm gewährt und danach muss er gegen den Interims-Champion kämpfen. Das ist die Entscheidung.“

Freiwillige Titelverteidigung – und dann Kabayel oder Vakanz

Offen ist weiterhin, gegen wen Usyk seine freiwillige Verteidigung bestreiten wird. Der ursprünglich ins Auge gefasste Gegner Deontay Wilder entschied sich stattdessen für ein Duell mit Derek Chisora.

Foto: Torsten Helmke

Fest steht laut WBC jedoch: Nach der freiwilligen Titelverteidigung führt kein Weg an Kabayel vorbei. Sollte Usyk nicht gegen den Interimsweltmeister antreten, müsste er den WBC-Titel niederlegen. Für Kabayel würde sich damit endlich die erhoffte Weltmeisterchance eröffnen, vorausgesetzt, der Champion stellt sich der Pflichtaufgabe. Bis dahin wird auch Kabayel womöglich nochmal boxen. Sein Promoter Frank Warren teilte mit, dass man den Mai ins Auge gefasst habe und dass der Bochumer erneut in Deutschland kämpfen soll.

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6 Kommentare

  1. Jetzt wo die Plichtherausvorderung ausgesprochen wurde, solle Agyt nicht Boxen.
    Es wäre viel zu gefährlich und macht einfach keinen Sinn mehr.
    Wenn Usik sein Titel niederlegn sollte, könnte ein Kampf gegen Dubois das Wembley Stadion füllen.

    • Dubois hat nach der klaren Niederlage im letzten Kampf keinen direkten erneuten WM-Kampf verdient.
      Abgesehen davon soll er gegen den neuen WBO-Weltmeister Wardley ran (was auch eine interessante Ansetzung zweier Top 10 Boxer momentan im Schwergewicht wäre, wenn auch der gleiche Grund wie bei Kabayal dagegen spricht) oder gegen Zhang, wo es sein kann, dass er sich danach wieder ganz weit hinten anstellen muss …

      Parker oder Hrogovic hätten eher eine Weltmeisterschaft verdient, vielleicht auch Hunter.

      Wenn Usyk nicht schon gegen Ruiz seine Titel verteidigt, wäre dieser ebenso für Kabayal ein guter Name mit überschaubarem Risiko (da ehemaliger Weltmeister, noch nie vorzeitig verloren und seit 2019 unbesiegt), jedoch ziemlich inaktiv und er sollte erstmal einen Aufbaukampf wieder gewinnen (wie gegen einen Forrest oder Yoka).

  2. Wenn ich mir die letzten Kämpfe so im Gedächtnis aufrufe, und die Form von Kabalyel und die Taktik des Trainers , kann ich nur sagen die Weltspitze hat großen Respekt vor Agit. Sie wollen einfach nicht und Usyk schaut sich die Kämpfe auch an und weiß es wie es ausgehen kann. Agit hat das Zeug für die Augenhöhe mit Max Schmeling.

  3. @Michael K.

    Lächerlich einen wie Kabayel mit echten Champions zu vergleichen. Selbst an Fury in mittelmässiger Form würde er scheitern.

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