WBC Anordnung: Wilder vs. Fury Sieger gegen Joshua!

Wie britische Medien berichten, hat der Weltverband WBC angeordnet, dass der Sieger aus dem Kampf zwischen Wilder und Fury als nächstes gegen Anthony Joshua boxen soll, sofern sich beide Seiten einigen.

Tyson Fury nun Teil des „Clean Boxing Program“

Der in Mexiko ansässige Weltverband World Boxing Council (WBC), dessen aktueller Schwergewichtsweltmeister Deontay Wilder ist, hat angeordnet, dass der Sieger aus dem Kampf zwischen Wilder und Tyson Fury auf den britischen Champion Anthony Joshua treffen soll. Damit rückt der „ultimative Kampf“ im Schwergewicht, nämlich einer Vereinigung aller bedeutenden Titel der Weltverbände wieder in greifbare Nähe. Im Kampf zwischen dem Sieger aus Wilder vs. Fury und Anthony Joshua würde es dann nämlich um die Titel des WBC, der WBA, IBF und WBO sowie den vakanten Ring Magazine Gürtel gehen! Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sich beide Parteien einigen. Falls dies nicht der Fall sein wird, heißt der Pflichtherausforderer Dominic Breazeale.

Erst gestern morgen wurde publik, dass Tyson Fury (27-0, 19 KOs) noch nicht Part des vom WBC ins Leben gerufenen „Clean Boxing Programs“ ist. Der anstehende Kampf gegen Wilder stand auf der Kippe. Gestern Abend wurde dann jedoch ebenfalls bekannt, dass Fury alle entsprechenden Antragsformalitäten ausgefüllt und an die VADA geschickt hat und damit am „Clean Boxing Program“ teilnimmt. So kommt es nun am 1. Dezember zum sehr reizvollen Showdown zwischen ihm und Deontay Wilder (40-0, 39 KOs) – einem Duell zwischen dem amtierenden linearen und WBC-Champion im Schwergewicht.

„Ultimativer Kampf“ – Anthony Joshua soll auf Wilder vs. Fury Sieger treffen

Wilder geht bei vielen Experten als Favorit ins Rennen, da Fury nach seiner zweieinhalbjährigen Ringabstinenz bisher nur zwei mal im Ring stand. Im Comeback-Kampf besiegte er in einem Aufbaukampf Sefer Seferi in Runde 4 vorzeitig. Im darauf folgenden Kampf gegen den erfahrenen Francesco Pianeta ging er mit souveränen 100-90 Punkten über die Runden. Fest steht: Fury ist beweglicher und schneller auf den Beinen als Wilder, den Punch bringt der US-Ami hingegen definitiv mit. Ob der selbsternannte „Gypsy King“ und Klitschko-Entthroner Tyson Fury erneut für eine Überraschung (wie 2015 gegen Wladimir Klitschko) sorgen wird, bleibt abzuwarten.

Der Sieger aus dem Duell am 1. Dezember erhält nun offiziell die Chance, gegen WBA-, IBF-, und WBO-Weltmeister Anthony Joshua in den Ring zu steigen. Gegenüber Sky Sports sagte WBC-Präsident Mauricio Sulaiman: „Diesen Kampf hat die WBC angeordnet um zu unterstützen. Während unserer Convention beinhaltete die Entscheidung über den Pflichtherausfordererstatus auch die Anordnung, dass der Fury-Wilder Sieger gegen Joshua antreten soll. Ich bin nicht über Verträge im Bilde. Das ist eine vertrauliche Vereinbarung. Aber die WBC ist natürlich diejenige, die den Kampf anordnet. Wir wollen den ultimativen Schwergewichtskampf sehen und das schließt Joshua und den WBC Champion ein.“

Falls keine Einigung mit Joshua: Wilder-Fury Sieger gegen Dominic Breazeale

Es bleibt abzuwarten, ob man den Kampf letztendlich wirklich realiseren kann. Wir erinnern uns: im Verlaufe des diesjährigen Sommers gab es zahlreiche Gespräche zwischen dem Wilder und dem Joshua-Team. Von Multi-Millionen und vollen Stadien war die Rede. Ein Kampf wurde trotzdem nicht auf die Beine gestellt, da sich beide Parteien nicht einigen konnten. Hauptstreitpunkt war der Ort der Austragung. Sollte Wilder als Sieger aus dem Gefecht mit Fury hervorgehen, kann es also auch gut sein, dass er zunächst gegen WBC-Pflichtherausforderer Dominic Breazeale boxen wird, falls man sich immer noch nicht grün ist.

Anders würde die Sache allerdings aussehen, wenn der „Gypsy King“ erneut für eine Überraschung sorgt. Sofern sich hier beide Seiten über die Kampfbörse einig sind, wird es im Anschluss zum wohl größten britischen Schwergewichtsduell der Geschichte kommen. In beiden Fällen ist es auch gut möglich, dass Anthony Joshua vorher einen weiteren Kampf (evtl. gegen Dillian Whyte) bestreiten wird. Als Termin ist bereits der 13. April im Wembley Stadion geblockt.

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