WBA und WBO warten auf Tyson Furys Krankheits-Gutachten

Wie es momentan aussieht wird sowohl die WBA als auch die WBO Tyson Fury seine beiden WM-Titel aberkennen und damit dürfte der Weg frei werden für Wladimir Klitschko im Dezember in Hamburg um einen oder beide dieser dann vakanten Titel zu boxen.

Titelaberkennung des (Noch-) Weltmeisters wird erwartet

Vor einigen Tagen sagte Tyson Fury bereits zum zweiten Mal den für den 29. Oktober geplanten Titelkampf gegen Wladimir Klitschko wegen Krankheit ab. Da diese Krankheit bisher noch gar nicht oder aber auch verschieden definiert und bisher aber vor allen Dingen nicht belegt wurde, haben nun die beiden Weltverbände WBA und WBO, deren WM-Titel Tyson Fury derzeit noch hält, bei Fury und dessen Management ein ärztliches Gutachten über seinen derzeitigen Gesundheitszustand angefordert.

WBA-Präsident Gilberto Mendoza J. erklärte: „Wir haben bereits zwei Anfragen an das Tyson Fury Team gestellt, mit der Bitte umgehend den medizinischen Bericht zu erhalten über seinen Krankheitszustand beurteilen zu können und dass wir alle Einzelheiten wissen. Wichtig dabei wird auch sein, ab wann die Ärzte Tyson Fury wieder kämpffähig sehen. Unsere künftige Entscheidung wird alleine von den Arztberichten abhängen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir Tyson Fury zum ‘Champion in reces’ erklären und dass dann der Titel frei wird. Sobald Fury dann wieder gesund ist, wäre er der erste Herausforderer und der dann aktuelle Titelhalter müsste innerhalb von 90 Tagen seinen Titel gegen ihn verteidigen. Aber wir können erst eine Entscheidung treffen wenn uns der medizinische Bericht von Furys Ärzten vorliegt.“ 

Das WBO World Championship Committee hat dem Team-Fury 10 Tage Zeit gegeben, dass man der WBO eine vollständige psychologische und psychische Auswertung sowie die Diagnose seines Zustandes in schriftlicher Form vorlegt. Des Weiteren hat die WBO eine Prognose von Furys Ärzten angefordert wann dieser wieder in den Wettkampf einsteigen kann. Dezidiert hat die WBO die Frage gestellt ob es aus medizinischer Sicht möglich ist, dass Fury spätestens in 180 Tagen wieder im Ring stehen kann. Die WBO sagt zu diesem Vorfall weiterhin: „Wenn wir die angeforderten Daten nicht innerhalb der von uns vorgegebenen 10-Tagesfrist erhalten, wird der Championship Ausschuss  erforderliche und geeignete Maßnahmen einleiten und das ohne die Möglichkeit einer Berufung oder Beschwerde.“ 

Nach diesen klaren und deutlichen Aussagen seitens der WBA und der WBO ist mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten, dass beide Weltverbände, sollte Fury nicht nachweisen, dass er in spätestens 180 Tagen wieder kampffähig ist, ihm seine WM-Titel entziehen werden, wie das eigentlich bei fast allen Weltmeistern ist, die zweimal hintereinander einen Titelkampf wegen Krankheit absagen.

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