WBA: Manuel Charr muss Titel gegen Fres Oquendo pflichtverteidigen

Foto: Global Sports Management

Die WBA hat eine erneute Pflichtverteidigung für Manuel Charr gegen Fres Oquendo angeordnet.

WBA erklärt Dopingtest für hinfällig – Charr muss im März gegen Oquendo ran

Manuel Charr, regulärer WBA-Weltmeister im Schwergewicht, wurde nach positivem Dopingergebnis im November von dem in Panama ansässigen Weltboxverband gesperrt. Nun gab die WBA bekannt, dass Manuel Charr innerhalb von 60 Tagen gegen Fres Oquendo pflichtverteidigen muss.

Bereits am 29. September des vergangenen Jahres sollten Charr und Oquendo, der sich das Recht auf eine WBA-Weltmeisterschaft rechtlich gesichert hat, gegeneinander boxen. Doch damals fand man in Dopingproben des Kölner Weltmeisters die verbotenen Substanzen Epitrenbolon und Drostanolon. Der Kampf wurde daraufhin gecancelt, Charr für 6 Monate gesperrt. Den Titel verlor er allerdings nicht.

Die WBA äußerte sich gegenüber ESPN wie folgt: „Obwohl die VADA und die WBA Grund zu der Annahme hatten, dass Charr nicht die Absicht hatte, einen Vertreter an der Eröffnung und dem Test der B-Probe teilnehmen zu lassen, behauptet Charr, dass seine Forderungen bezüglich der B-Probenprüfung nicht anerkannt wurden.“ Und weiter: „Unabhängig von den Streitigkeiten in Bezug auf Kommunikation und Benachrichtigung, hatte Charr keinen Vertreter, der an der B-Probenprüfung teilnahm. Charr stellte der VADA am 29. September 2018 eine dritte Probe zur Verfügung und diese Probe wurde gemäß einer VADA-Mitteilung vom 6. November 2018 negativ getestet.“

Durch den Umstand, dass es bei der Öffnung der B-Probe zu Unstimmigkeiten und nachfolgend zum Streit beider Parteien kam und eine dritte Probe negativ war, verlor Charr seinen WM-Titel nicht, erhielt jedoch eine Sperre. „Wegen der seit der Entnahme der A- und B-Proben vergangenen Zeit und der von Charr behaupteten Kommunikationsprobleme wird die Suspendierung zurückgerufen“, schrieb die WBA weiter. Allerdings ist die Aufhebung der Suspendierung an bestimmte Bedingungen geknüpft.

WBA: Sieger aus Charr vs. Oquendo trifft auf Sieger aus Bryan vs. Miller

Eine dieser Bedingungen ist, dass Charr innerhalb von 60 Tagen gegen Fres Oquendo pflichtverteidigen muss. Der Gewinner dieses Kampfes muss zudem gegen den Interims-Weltmeister antreten – und damit dem Sieger aus Trevor Bryan vs. Jarrell Miller – und das innerhalb von 120 Tagen, nach dem Kampf Charr vs. Oquendo. Charr muss zudem mit weiteren zufälligen VADA-Tests rechnen. Wird er erneut positiv getestet, erfolgt eine weitere Sperre und die Aberkennung seines WBA-Titels.

Charrs Management teilte hierzu in einer Presseerklärung mit: „Nach einem positiven Ergebnis bei einer Trainingskontrolle Ende August 2018 konnte die geplante WBA-Titelverteidigung im September 2018 nicht stattfinden. Nun hat die WBA den Dopingtest offiziell für hinfällig erklärt. Ausschlaggebend für die Entscheidung der WBA war, dass Manuel Charrs Probe am geplanten Kampftag ohne Befund und damit „sauber“ war. Dies wurde durch einen weiteren Test belegt und offiziell bestätigt. Manuel Charr bleibt WBA-Weltmeister im Schwergewicht und wird seinen Titel gegen den US-amerikanischen Schwergewichtsboxer Fres Oquendo aus Puerto Rico im März pflichtverteidigen.“

WBA: Manuel Charr muss Titel gegen Fres Oquendo pflichtverteidigen
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