Usyk plant Wilder-Kampf im März – kommt ihm Agit Kabayel zuvor?

Oleksandr Usyk hat offenbar weiterhin Deontay Wilder im Visier. Der ukrainische Schwergewichtsstar soll für März einen Kampf gegen den früheren WBC-Weltmeister in den USA anpeilen. Doch zuvor könnte ausgerechnet Agit Kabayel bei Wilder anklopfen.

Usyk will noch einmal einen großen Kampf in den USA

Oleksandr Usyk gegen Deontay Wilder bleibt auch weiterhin ein Thema. Wie „The Ring“-Journalist Mike Coppinger in der Sendung „Inside The Ring“ berichtet, plant Usyk (25-0, 16 KOs), im kommenden März in den USA gegen den ehemaligen WBC-Schwergewichtsweltmeister anzutreten.

Für den dann 40-jährigen Ukrainer wäre der Kampf gleichzeitig die Gelegenheit, sich vor dem Ende seiner Karriere noch einmal auf der großen US-Bühne zu präsentieren. Usyk stand bislang dreimal in den Vereinigten Staaten im Ring. Sein letzter Auftritt dort liegt allerdings schon einige Jahre zurück. Im Oktober 2019 stoppte er Chazz Witherspoon in Chicago in der siebten Runde.

Foto: Mark Robinson/Matchroom Boxing

Zuletzt hatte Usyk am 23. Mai in Ägypten gegen den ehemaligen Glory-Kickbox-Weltmeister Rico Verhoeven überraschend große Probleme. Verhoeven verlangte dem Favoriten alles ab und lag auf einer der drei Punktrichterkarten sogar mit 96-94 vorne, während die beiden anderen Judges den Kampf mit 95-95 ausgeglichen werteten.

Erst in der elften Runde gelang Usyk die Entscheidung. Ein rechter Uppercut schickte Verhoeven zu Boden. Nach dem Anzählen setzte Usyk nach, ehe Ringrichter Mark Lyson den Kampf kurz vor Ende der Runde abbrach.

Wilder als nächstes großes Ziel

Mit Wilder würde Usyk auf einen der gefährlichsten Puncher seiner Generation treffen. Der inzwischen 40 Jahre alte „Bronze Bomber“ steht bei 45-4-1 und hat 43 seiner Siege durch KO erzielt.

Wilder wurde im Januar 2015 durch einen einstimmigen Punktsieg über Bermane Stiverne WBC-Weltmeister und verteidigte seinen Titel anschließend zehnmal. Erst Tyson Fury beendete seine Regentschaft im Februar 2020 durch einen TKO in der siebten Runde.

Seit seiner ersten Niederlage gegen Fury verlief Wilders Karriere wechselhaft. Seine Bilanz seitdem steht bei 3-3. Zuletzt meldete sich der US-Amerikaner am 4. April mit einem knappen Split-Decision-Sieg gegen Derek Chisora in der Londoner O2 Arena zurück.

Usyk wiederum hat im Schwergewicht bereits alles erreicht. Der frühere unumstrittene Cruisergewichts-Weltmeister wurde auch im Schwergewicht zweimal Undisputed Champion. Nach seinem Sieg über Verhoeven legte er die WM-Titel der IBF, WBA und WBC nieder.

Funkt Kabayel dazwischen?

Ob es tatsächlich im März zu Usyk gegen Wilder kommt, könnte allerdings auch von den Planungen eines deutschen Schwergewichts abhängen. Agit Kabayel hatte zuletzt deutlich gemacht, dass er noch vor Jahresende wieder in den Ring steigen möchte.

Wilder wäre für den Bochumer dabei ein möglicher hochkarätiger Gegner. Sollte sich die Gelegenheit für einen Kampf zwischen WBC-Weltmeister Kabayel und dem ehemaligen WBC-Champion ergeben, könnte Wilder also noch vor dem anvisierten Duell mit Usyk einen weiteren schweren Test absolvieren.

Für Kabayel wäre ein Kampf gegen den schlaggewaltigen US-Amerikaner zugleich eine enorme Chance, seine Position an der Weltspitze weiter zu festigen. Für Wilder wäre das Duell hingegen mit erheblichem Risiko verbunden: Eine Niederlage gegen den Deutschen könnte die Pläne für den lukrativen Usyk-Kampf im März empfindlich stören.

Noch ist weder Usyk gegen Wilder noch ein mögliches Duell zwischen Kabayel und Wilder offiziell bestätigt. Klar ist jedoch: Sollte Usyk tatsächlich im März in den USA gegen den „Bronze Bomber“ antreten wollen, werden Wilders Pläne für die verbleibenden Monate des Jahres besonders interessant.

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