Urteil rechtskräftig: Canelo muss 8,5 Millionen an „All Star“ bezahlen

Canelo vor GerichtGericht lehnt Revision und Gegenklage von Saul Alvarez und Oscar de la Hoya ab

Am 13. Juni letzten Jahres hatte eine Jury der Klage des früheren Promoters von Saul „Canelo“ Alvarez, Felix ‚Tutico‘ Zabala und dessen „All Star Boxing“ statt gegeben und Canelo Alvarez und dessen neuen Promoter Oscar de la Hoya von „Golden Boy Promotion“ zur Zahlung einer Vertragsstrafe von 8,5 Millionen Dollar verurteilt. Boxen1 berichtete darüber. Gegen dieses Urteil hatte dann Canelo und Oscar de la Hoya Rechtsmittel eingelegt, mit dem Ziel, dass das Urteil aufgehoben wird und es zu einer neuen Verhandlung kommt oder aber, dass zumindest die Höhe der Strafzahlung reduziert wird.

Gestern nun entschied das Judicial Circuit Gerichts in Miami, unter Vorsitz von Richter Migna Sanchez Llorrés und erklärte in seiner Urteilsbegründung, dass „Canelo“ zu Beginn seiner Karriere in den Vereinigten Staaten noch bei „All Star Promotion“ unter Vertrag stand und dass sein heutiger großer Erfolg und das viele Geld, dass Canelo in den letzten Jahren in den USA verdient habe, eben auf der Grundlage seiner Beschäftigung bei „All Star Promotion“ basiere. Der Antrag auf Aufhebung des Urteils wurde vom Revisionsgericht zurückgewiesen.

Gleichzeitig wurde auch über eine Gegenklage entschieden die Canelo und Golden Boy, vertreten durch Oscar de la Hoya, bei Gericht eingereicht hatte und bei der es darum ging, dass die Behauptungen des früheren Canelo Promoters Felix Zabala (All Star Boxing, die dieser in der ersten Verhandlung gemacht hat, unwahr und falsch seien und dass auch die im Prozess vorgelegte Dokumente gefälscht gewesen wären.

Der oberste Gerichtshof entschied, dass Zabalas Zeugnis im ersten Prozess wahrheitsgemäß war und dass er keine gefälschten Dokumente eingereicht hat. Deshalb wurde die Gegenklage von Canelo und Oscar de la Hoya in vollem Umfang abgelehnt.

Nun muss Canelo 8,5 Millionen Dollar an seinen ersten Promoter überweisen, was ihm allerdings nicht all zu schwer fallen dürfte, da  Canelo alleine für seine Vertragsverlängerung mit Golden Boy von Oscar de la Hoya ein Handgeld 15 Millionen Dollar überwiesen bekam. Zudem wurde im Rahmen der Beweiswürdigung dieses Prozesses bekannt, dass Canelo innerhalb des mit Golden Boy Promotion geschlossenen Fünf-Jahresvertrages einen Gesamtumsatz von über 1,9 Milliarden Dollar eingeboxt hat, wovon 438 Millionen an Canelo geflossen sein sollen. 

Urteil rechtskräftig: Canelo muss 8,5 Millionen an „All Star“ bezahlen
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