Top Rank: Pulev ist der nächste Herausforderer des Gewinners von Ruiz vs Joshua und nicht Usyk

Der Bulgare und frühere Sauerland-Schützling, Kubrat Pulev ist der offizielle Pflichtherausforderer der IBF. Wann endlich bekommt Pulev seinen Titelkampf?

Kubrat Pulev seit über 5 Jahren und in 8 Kämpfen in Folge ungeschlagen

Top Rank, der Co-Promoter von Schwergewichts-Herausforderer Kubrat Pulev, ist fest davon überzeugt, dass ihr Boxer als nächster gegen den Gewinner des bevorstehenden Rematches zwischen Anthony Joshua und Andy Ruiz antreten wird.

Kubrat Pulev

Anthony Joshua und Andy Ruiz jr. werden am 7. Dezember in Saudi-Arabien um die Titel von IBF-, WBO-, WBA- und IBO kollidieren. Kubrat Pulev ist schon seit über zwei Jahren der offizielle Herausforderer der IBF.

In den Startlöchern wartet aber, mit Oleksandr Usyk, auch noch ein weiterer Pflichtherausforderer. Usyk ist die Nr. 1 der WBO und hat damit auch das Recht gegen den Sieger aus Saudi Arabien anzutreten.

Aber Top Rank behauptet und besteht darauf, dass Kubrat Pulev der Nächste ist, der gegen den Gewinner des Ruiz vs Joshua Kampfes kämpfen wird – oder aber ihr Boxer wird um den dann vakanten IBF-Titel boxen.

Kubrat Pulev mit Top Rank Chef Bob Arum

„Kubrat Pulev kämpft als nächstes um die IBF-Weltmeistertitel im Schwergewicht“, sagt sein Promoter Bob Arum gegenüber Sky Sports. „Wenn der Sieger aus Ruiz vs Joshua sich dafür entscheidet, nicht gegen Pulev zu kämpfen, wird sein nächster Kampf um den vakanten IBF-Titel sein.“

In einer früheren Erklärung hat die IBF unmissverständlich klargestellt, dass Kubrat Pulev der nächste sein wird, der eine Chance erhält um den IBF-Gürtel zu kämpfen.

„Unser Boxer muss an erster Stelle stehen. Die Weltverbände haben untereinander vereinbart, dass die Verteidigung des IBF-Titels als nächster Titelkampf festgeschrieben ist“, sagte die IBF gegenüber Sky Sports.

Kubrat Pulev ist ungeschlagen, seit er im Jahre 2014 gegen Wladimir Klitschko in einem Weltmeisterschaftskampf den bisher einzigen Kampf seiner Karriere verloren hat. Pulev war am vergangenen Wochenende wieder im Einsatz, als er nach 10 Runden, mit einer einstimmigen Punkt-Entscheidung gegen Rydell Booker gewann.

Pulev hat nun acht Kämpfe in Folge gewonnen, seit er im Klitschlo-Kampf gestoppt wurde.

Boxsport-Experten rechnen allerdings damit, dass der Sieger aus dem Kampf Ruiz gegen Joshua, dann lieber den auch mitgewonnen IBF-Titel niederlegt, als diesen Titel gegen Pulev pflichtverteidigen zu müssen. Nicht etwa weil Joshua oder Ruiz Pulev zu stark ist, sondern deshalb, weil der Kampf wohl zu unattraktiv ist und demnach auch die Börse viel geringer sein wird, als wenn der Sieger aus Saudi Arabien gegen einen der großen Namen wie Deontay Wilder, Tyson Fury oder Oleksandr Usyk antreten würde. Selbst andere Boxer aus den Top Ten, wie etwa Joseph Parker, Daniel Dubois, Filip Hrgovic, Alexander Povetkin oder Michael Hunter sind attraktivere Gegner als Kubrat Pulev.

Deshalb ist anzunehmen, dass Kubrat Pulev zwar im kommenden Jahr seinen IBF-Titelkampf bekommt, aber dass es dabei dann wohl um den vakanten Titel der IBF gehen wird. Mögliche Gegner wären dann Adam Kownacki oder der Deutsch-Türke Agit Kabayel, die in der IBF-Rangliste hinter Pulev gerankt sind.

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