Schwerer Rückschlag für Tony Yoka: Der Olympiasieger von 2016 muss seinen geplanten WM-Kampf gegen Murat Gassiev verletzungsbedingt absagen. Nun könnte ausgerechnet Joe Joyce kurzfristig zum neuen Herausforderer werden.
Rückenverletzung stoppt Yoka kurz vor der WM-Chance
Nur wenige Tage vor seinem größten Profikampf muss Tony Yoka (15-3-0) passen. Der Franzose hat sich im Training eine Rückenverletzung zugezogen und kann deshalb nicht wie geplant am 11. Juli in Moskau gegen Murat Gassiev antreten. Damit platzt für den 34-Jährigen die Chance, erstmals einen WM-Titel im Schwergewicht zu gewinnen. Über den Ausfall hatte zunächst US-Journalist Dan Rafael berichtet, anschließend wurde die Nachricht von mehreren Medien bestätigt.
Der Kampf hatte zuletzt zusätzlich an Bedeutung gewonnen, nachdem Oleksandr Usyk den WBA-Supertitel niedergelegt hatte. Dadurch wurde Gassiev vom regulären WBA-Weltmeister aufgewertet, sodass es in Moskau nun um den einzigen WBA-WM-Titel im Schwergewicht gehen soll.
Für Yoka ist es bereits der zweite bittere Rückschlag innerhalb weniger Monate. Erst im Frühjahr war sein Eliminator gegen Lawrence Okolie kurzfristig ausgefallen, nachdem bei dem Briten ein positiver Dopingtest festgestellt worden war. Nun verhindert eine Verletzung den nächsten Anlauf auf die Weltspitze.
Joe Joyce als kurzfristiger Ersatz?
Noch ist unklar, wer nun gegen Murat Gassiev antreten wird. Als eine mögliche Lösung gilt derzeit Joe Joyce (16-4-0), der ursprünglich auf derselben Veranstaltung gegen Artem Suslenkov boxen sollte. Da der Brite im für den Kampfabend vorbereitet ist, könnte er kurzfristig den frei gewordenen Platz im Hauptkampf übernehmen und stattdessen direkt um den WBA-Weltmeistertitel boxen – das jedenfalls berichten einige englische Medien. Doch es gibt ein Problem: im aktuellen Ranking der WBA taucht der „Juggernaut“ nicht auf.














