So lief die große German Boxing Series 3-Veranstaltung in Köln

Lieferte sich einen unglaublichen Kampf und wurde neuer Deutscher Meister: Oussama Kebdani.
Foto: pacho4k (Instagram)

In der XPOST wurden zehn großartige Kämpfe präsentiert, die alles boten: Ausgeglichenheit, Intensität, Emotionen und Kontroverse.

Am Samstag lud die German Boxing Series zur inzwischen dritten Veranstaltung in die XPOST ein. Im Herzen von Köln wurde wieder großartiges Profiboxen zelebriert, das die Boxfans in seinen Bann ziehen sollte. German Boxing Series – das steht für maximal ausgeglichene und somit spannende nationale Duelle, die eine ganze Region bewegen und prägen sollen. Mit Erfolg: So kamen wieder über 2.500 Zuschauer in die Halle und kauften sich ein Ticket, was einen großen Erfolg für das Profiboxen im Jahr 2025 darstellt.

Neben drei Titelkämpfen waren es insbesondere auch die weiteren Duelle, die eine Menge boten. Selten sah man wohl eine Veranstaltung in Europa, bei der über eine gesamte Fightcard hinweg eine derart lautstarke Atmosphäre geschaffen wurde. Nahezu bei jedem Kampf waren mindestens 100 Leute lautstark am Supporten, wodurch die Stimmung durchgehend besonders beeindruckte.

Martin Houben stoppt Thorsten Fuchs in der zweiten Runde

Ist siegreich im Hauptkampf gewesen: Martin Houben über Thorsten Fuchs. Foto: HRZ Media

Im Hauptkampf wollte Thorsten Fuchs (14-3) seinen BDB-International-Gürtel im Cruisergewicht gegen den renommierten Martin Houben (18-3-1) verteidigen. Ein NRW-Duell, das harte Fäuste versprach – und dies auch hielt. Fuchs gewann den Titel im Juni bei einer Universum-Veranstaltung, war damals früh im Kampf angeschlagen und am Boden, konnte aber selbst das Finish in Runde 2 sensationell erzielen. Entsprechend war Houben gewarnt, die Puncher-Chance des Gegners im Blick zu behalten.

Im Kampf selbst zeigte sich Houben beweglicher und boxerisch fundierter. Fuchs suchte viel über harte Einzelaktionen, die überwiegend ins Leere gingen. In der zweiten Runde traf Houben mit einer starken 1–2-Kombination, woraufhin Fuchs angeklingelt wirkte. Eine weitere krachende Rechte folgte, und Fuchs musste hart zu Boden. Er stand zwar noch einmal auf, doch der Ringrichter traute ihm keine weitere Kampfführung zu und brach den Kampf in Runde 2 ab.

Den Siegesmoment beschrieb Houben auf Boxen1-Nachfrage wie folgt: „Ich habe mir eine Lücke erarbeitet, ihn angeklingelt und dann nachgesetzt.“, so der abgeklärte neue Titelträger.

Gregor Soenius und Maximilian Schnell liefern sich ein starkes Duell der Talente

Schenkten sich jeweilig nichts: Gregor Soenius und Maximilian Schnell. Foto: HRZ Media

Im Co-Mainevent stand der Kölner Zollstocker Gregor Soenius (6-0), der mit mächtigem Support versehen wurde. Dies konnte er auch gut gebrauchen, denn mit Maximilian Schnell (8-2) stand ihm im Cruisergewicht ein gefährlicher Gegner gegenüber. Schnell, ein Schützling des renommierten Boxclub Niederkassel, wies eine gute Erfahrung im Vorfeld auf und wollte nach seinem bestandenen Abitur und einer ebenfalls überstandenen schweren Bizepsverletzung endlich wieder im Ring glänzen.

Der Kampf begann sehr ausgeglichen. Soenius erschien größer, bewegte sich gut im Rückwärtsgang und boxte entspannt. Schnell war jedoch mit seiner linken Schlaghand durchweg erfolgreich und traf Soenius mehrfach klar. Zwar war der Zollstocker der aktivere Mann, dennoch wies Schnell die klareren Treffer auf. Nach der umkämpften ersten Runde gingen tendenziell Runde 2 und 3 an Schnell, der schlichtweg effektiver wirkte.

Soenius fand in der zweiten Kampfeshälfte besser hinein und lieferte in der vierten Runde seine beste Phase. Die fünfte Runde war wieder sehr umkämpft, ehe die sechste klar an Soenius ging, der mit zahlreichen Uppercuts Erfolg fand. Doch vielleicht etwas zu spät?

Nein – die Punktrichter werteten es überraschend deutlich für Soenius mit 2× 58–56 und 59–55, sehr zum Ärger des gegnerischen Teams.

Kritik am Urteil kam unmittelbar auf

Die Enttäuschung auf Seiten von Schnell war groß, auch die zahlreichen Schnell-Anhänger quittierten die Punkturteile mit lautstarken Pfiffen. Trainer Stefan Krengel tigerte durch den Ring und war sauer; insgesamt sah man sich klar benachteiligt.

„Der Max hat konstanten Druck erzeugt und sich als unangenehm zu boxen erwiesen. Dennoch konnte ich mehr Treffer setzen, auch wenn ich mir ein paar wenige unnötig einfing.“, bewertete Sieger Soenius den Kampf auf Boxen1-Nachfrage und lobte insbesondere die hervorragende Stimmung vor Ort:

„Die Halle war ziemlich voll und die Stimmung überragend. Vielleicht habe ich mich ein wenig zu sehr davon beeinflussen lassen. Dennoch möchte ich jedem danken, der gestern da war und mich derart supportet hat – und auch in Zukunft nicht darauf verzichten. Die Atmosphäre war dadurch, glaube ich, unverwechselbar. In meiner Heimatstadt ein unbeschreibliches Gefühl.“

Schnell hingegen zeigte sich ebenfalls positiv vom Kampf und der eigenen Leistung:
„Ich bin mit meiner gestrigen Leistung soweit zufrieden. Es gibt immer Dinge zu verbessern, aber ich freue mich, den Zuschauern einen geilen Kampf geliefert zu haben.“

Über das Urteil hadert er aber weiterhin:
„Ich bin kein Punktrichter und beurteile das aus dem Ring heraus natürlich anders. Ich habe meinen Gegner mehrfach zum Wackeln gebracht und Schaden zugefügt. Ich selbst war nie am Wackeln oder in Gefahr. Er hat mehr geschlagen, aber viel unpräziser und ohne Härte. Insgesamt halte ich es für einen knappen Sieg für mich. Ein Unentschieden hätte ich auch verstanden. Einen so deutlichen Punktsieg halte ich für falsch.“

Schnells Trainer Stefan Krengel sah seinen Schützling ebenfalls vorne:
„Wir waren härter und viel präziser. Wir haben den Kampf bestimmt und sind vorwärts marschiert. Wer mehr und härter getroffen hat, war nach dem Kampf im Gesicht des Gegners für jeden ersichtlich. Soenius hat mehrfach gewackelt. Was hätten wir noch tun müssen? Ich bin sehr enttäuscht über das Ergebnis.“

Dennoch stimmte er neben dem Frust auch besonnenere Töne an:
„Wir müssen es nehmen, wie es kommt – oder es ganz sein lassen. Wir möchten dem Team Soenius natürlich trotzdem gratulieren und uns für einen tollen Kampf bedanken.“, so der emotionale Coach.

Oussama Kebdani kürt sich zum neuen Deutschen Meister in einem Highlight-Kampf über Lion Gharakhani

Oussama Kebdani ist neuer Deutscher Meister im Superfedergewicht.
Foto: HRZ Media

Ein großes Highlight der Veranstaltung war zweifellos die Deutsche Meisterschaft (BDB) im Superfedergewicht. Dort trafen Oussama Kebdani (9-1) und Lion Gharakhani (4-1) aufeinander – ein heißes Kölner Derby. Gharakhani wurde von Rüdiger May betreut und wollte sich im erst fünften Profikampf direkt den Titel sichern. Auf der Gegenseite stand mit Kebdani ein hungriger Widersacher, der zuletzt jedoch schmerzliche Erfahrungen sammeln musste.

Doch manchmal sind genau solche Erfahrungen Impulsgeber für Veränderungen. Kebdani ging in der Vorbereitung neue Wege, suchte andere Einflüsse und erkannte, dass er für Erfolge Veränderungen brauchte. Schon in der ersten Runde spürte man förmlich seinen unbändigen Hunger – er wollte von Beginn an der bestimmende Mann im Kampf sein.

Beide Männer gingen ein sehr hohes Tempo, die Intensität war phantastisch. Besonders Kebdani beeindruckte mit seinem großen Schlagvolumen, angestachelt von mehreren Hundert Supportern, die ihn teils mit Trompeten nach vorne peitschten.

Mit Erfolg: Kebdani hatte mehr vom Kampf, wenngleich Gharakhani stets versuchte zu antworten. Er hatte auch immer wieder gute Momente, beispielsweise mit Haken in Runde 4, doch zumeist reichte es nicht. Die siebte Runde war ein absolutes Spektakel. Gharakhani konnte Kebdani mehrfach hart erwischen, dieser trug eine Lädierung am Auge davon und schien angeschlagen – bewies jedoch Kämpferherz und keilte fleißig zurück, lieferte sogar ein starkes Finish. Ganz großes Kino.

Ein Duell, das klar zu den besten nationalen Boxkämpfen des Jahres zählen muss.

Kebdani spricht seinem Kontrahenten Respekt aus

Nach zehn harten und maximal sehenswerten Runden entluden sich sämtliche Emotionen bei Kebdani. Er schrie nach dem Schlussgong in die Menge und ließ alles heraus. Er sollte Recht behalten, denn die Punktrichter sahen es ebenso und werteten den Kampf einstimmig mit 2× 98–92 und 97–93 für Kebdani, der damit verdient neuer Deutscher Meister (BDB) im Superfedergewicht wurde.

Kebdani gab sich euphorisch nach dem Kampf, betonte jedoch auf Boxen1-Nachfrage, dass es „harte Arbeit“ gewesen sei. Über seinen Kontrahenten fand er nur positive Worte und lobte ihn für dessen Mut:

„Der Lion hat einen guten Kampf geliefert. Ich war danach noch bei ihm, habe ihm Respekt ausgesprochen und meinte: ‘Hey, du hast Eier gezeigt wie sonst keiner hier in Deutschland!’ Weil: Es gibt keine Boxer, die in Deutschland auf Augenhöhe boxen.“, so der neue Champion.

Alexander Schürhoff und Nino Kolicic trennen sich unentschieden

Ein Duell ohne Sieger.
Foto: HRZ Media

Mit Spannung wurde auch das Cruisergewichtsduell zwischen Alexander Schürhoff (15-0-1) und Nino Kolicic (7-1-1) erwartet. Schürhoff kam aus einem guten Erfolg über Realitystar-Boxer Denny Heidrich und wollte daran anknüpfen. Sein Kontrahent Kolicic hingegen kam aus seiner ersten schmerzhaften Profiniederlage, bei der er durch einen Cut bereits in der ersten Runde gestoppt wurde.

Der Schützling von Dominik Junge war jedoch sehr erpicht auf Wiedergutmachung und ging von Beginn an ein enormes Tempo. Er drückte Schürhoff nach hinten, wobei dieser seine Reichweitenvorteile nicht ausspielen konnte und sich zu häufig an den Seilen stellen ließ. Nach einer starken Anfangsphase von Kolicic wurde der Kampf ausgeglichener, wobei Schürhoff vermehrt in den Schlagabtausch ging und mit kurzen, explosiven Haken punktete.

Es war ein harter und sehenswerter Kampf, den Kolicic mit seinem enormen Tempo allerdings etwas diktierte, der dennoch jedoch als Unentschieden in die Wertungen ging. Beeindruckend war zudem, dass er auch in den hinteren Runden kaum an Tempo verlor, wenngleich Schürhoff natürlich stets seine guten Momente hatte.

So sah es auch Schürhoff, der die Kondition seines Gegners gegenüber Boxen1 nochmals lobte:
„Es war ein harter Kampf, weil ich meinen Gameplan nur teilweise umgesetzt habe. Ich habe mit Druck gerechnet. Was mich jedoch überrascht hat, war seine Kondition und seine Nehmerfähigkeiten.“

Kolicic hingegen hätte sich durchaus einen knappen Sieg vorstellen können:
„Ich habe den Kampf so wahrgenommen, dass ich ihn gemacht und bestimmt habe – ihn aus der Ringmitte geführt habe. Ich hatte meinen Gegner immer an den Seilen. Ich war der dominantere Mann im Ring.“, so Kolicic.

Kevin Kiy setzt sich knapp nach Punkten gegen Marc Lambertz durch

Ein Traum geht in Erfüllung für Kevin Kiy.
Foto: HRZ Media

Im Halbschwergewicht stand zudem eine Deutsche Meisterschaft an, die zugleich ein Rematch darstellte. Kevin Kiy (9-0-1) duellierte sich erneut mit Marc Lambertz (13-3), den er im Januar prompt in Runde 2 gestoppt hatte. Ein Freifahrtschein zum Titel? Manche hätten dies im Vorfeld denken können, doch Lambertz, ein Schützling von Rüdiger May, entpuppte sich als harter Gegner.

Der Kampf begann sehr ausgeglichen, und die große Intensität fehlte auf beiden Seiten zunächst etwas. Lambertz agierte sehr geschlossen in der Doppeldeckung und suchte nach guten Kontergelegenheiten. Von Kiy kam überraschend wenig in den ersten Runden, weshalb sein Trainer ihn nach der dritten Runde förmlich wachrütteln musste – fortan lief es besser.

Insgesamt schenkten sich beide Männer nichts und duellierten sich lange auf Augenhöhe, doch der Großteil der Runden ging schließlich an Kiy. In der achten Runde entwickelte sich zudem zeitweise ein echtes Spektakel, in dem beide Boxer angeschlagen wirkten. Am Ende erhielt Kiy den knappen, aber durchaus gerechtfertigten Punktsieg mit 2× 96-94 und 95-95 im zweiten Anlauf über Lambertz.

„Ich war sehr positiv überrascht von meinem Gegner. Ich bin ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, die vollen zehn Runden gehen zu müssen. An dieser Stelle riesiger Respekt an Marc Lambertz und Team May.“, gab Kiy nach dem Kampf gegenüber Boxen1 zu.

„Es fühlt sich sehr geil an, aber ehrlich gesagt auch noch etwas surreal. Vor vier Jahren habe ich angefangen zu boxen – mit dem höchsten Ziel, einmal Deutscher Meister zu werden. Am Wochenende ist ein Traum aufgegangen. Ich kann das alles noch nicht glauben, das dauert wohl noch ein paar Tage.“, sagte der stolze neue deutsche Meister.

Younes Zarraa punktet einen unangenehmen Leonardo Di Stefano aus

Nächster Sieg für
Younes Zarraa.

Neben Kebdani kämpfte ein weiterer Publikumsliebling mit marokkanischen Wurzeln: Younes Zarraa (14-1). Im Superweltergewicht sollte er sich mit dem Spanier Leonardo Di Stefano (16-6) messen, der sich als harter Gegner entpuppte. Di Stefano begann sehr druckvoll, suchte wiederholt die Aktionen zum Körper und punktete damit auch.

Nach einer starken Anfangsphase des Spaniers lief der Kampf zunehmend besser für Zarraa, der sich dank guter Beinarbeit viel bewegte und im Rückwärtsgang die richtigen Treffer setzte. So sahen es auch die Punktrichter, die Zarraa am Ende einstimmig mit 2× 79-73 und 77-75 vorne sahen. Dennoch sollte man betonen, dass es kein leichter Kampf für Zarraa war – er verlangte ihm einiges ab.

Seiran Engel gewinnt seinen ersten Kampf nach 27 sieglosen Duellen

Holt sich den verdienten Sieg über Claudio Vizzini: Seiran Engel.

Im Superweltergewicht stand ein interessantes Duell zwischen Claudio Mirko Vizzini (2-5) und Seiran Engel (6-38-5) an. Vizzini ist ein Kämpfer mit Herz, der sich keiner Herausforderung entzieht. Der Freund von Sänger Pietro Lombardi konnte aufgrund seiner ambitionierten Gegner die letzten Kämpfe nicht siegreich gestalten und wollte gegen Engel endlich zurück auf die Erfolgsspur.

Doch sein Kontrahent Engel entpuppte sich als maximal schwieriger Gegner, der alles gab. Nach einem soliden Beginn von Vizzini war es überwiegend Engel, der den Kampf gestaltete. Immer wieder stellte er Vizzini an den Seilen und bearbeitete ihn hart zum Körper. Vizzini blieb in solchen Momenten zu statisch und überließ Engel das Geschehen.

Am Ende gingen sechs harte Runden zu Ende und Engel hielt sich den verdienten Sieg mit 2× 58-56 fest, wobei ein Punktrichter (Rustam Rahimov) es unglaublicherweise 58-56 für Vizzini wertete. Dennoch sollte es für Engel reichen – ein großer Erfolg für einen großen Fighter.

„Ich fühle mich super. Alle meine Freunde waren dabei gewesen. Es war ein sehr spannender und interessanter Kampf, den ich gewonnen habe.“, so ein glücklicher Engel gegenüber Boxen1.

Bussmann und Korth bringen Köln zum Beben – Moskil siegt umstritten

Ein echtes atmosphärisches Highlight waren gewiss die Auftritte von Nils Bussmann (1-1) sowie Exhibition-Fighter Marco „Macce“ Korth. Letzterer bestritt seinen letzten Kampf und konnte mit viel Leidenschaft einen abschließenden Sieg einfahren. Im Nachgang bedankte sich das gesamte GBS-Team – in Form von Jens Kröger sowie Ruben und Roman Lammersdorf – bei Macce, der Großes geleistet habe.

Zugleich gewann Nils Bussmann im zweiten Anlauf seinen ersten Profikampf. Nachdem er im Januar noch verlor, weil er massiv overpaced hatte, zeigte er sich nun routinierter und verbessert. Bussmann ballerte nicht mehr blindlings drauf, sondern suchte bewusst boxerische Lösungen, beispielsweise über die Führhand. Insgesamt konnte man bei Bussmann einen deutlichen Sprung nach vorne erkennen, der verdient Cihat Bakir (2-5) einstimmig nach Punkten bezwang.

Schwierig lief es für Anja Moskil (4-0) im Opener, die sich maximal schwer tat gegen die slicke Kontrahentin Ester Konecna (7-35-2). Konecna bewegte sich viel und setzte immer wieder gute Spurts. Moskil versuchte Druck zu erzeugen, was jedoch zu selten wirklich effektiv gelang. So ging ein Kampf über die vollen vier Runden – und überraschend gewann Moskil mit 40-36, 39-37 und 39-38. Ein Urteil, das leider völlig falsch erschien. Auch hier hatte Punktrichter Rustam Rahimov seine fragwürdigen Finger im Spiel.

Atmosphärische Highlight-Veranstaltung – Punkturteile bleiben strittig

Macht den deutschen Boxsport wieder im Mainstream kompatibel: German Boxing Series.

Insgesamt bekamen die Zuschauer in der XPOST zehn wirklich sehenswerte Kämpfe zu sehen, die viel Positives boten. Allerdings gab es 1-2 Duelle, bei denen man durchaus kontrovers über das Urteil debattieren konnte. Ein Umstand, der auch deshalb entsteht, weil die German Boxing Series sich ausgeglichene Kämpfe zur Aufgabe gemacht hat.

Das bedeutet zwangsläufig: Je besser das Matchmaking wird, desto enger sind die Kämpfe – und umso strittiger fallen etwaige Punkturteile aus. Eine Problematik, die 95 % der anderen Veranstalter in Deutschland kaum kennen, da man bei klassischen Aufbaukämpfen ohnehin selten daneben entscheiden kann.

Dennoch ist die German Boxing Series weiterhin erpicht darauf, ihren zuschauerfreundlichen Weg konsequent weiterzugehen. Mit Erfolg, wie man auch am Samstag erneut sehen konnte. Nahezu bei jedem Kampf war stimmungstechnisch enorm viel geboten. Es wurde nicht nur darauf geachtet, dass jeder Kampf Spannung bot, sondern zugleich auch mindestens 100 Fans mobilisierte – eine einmalige Konstellation in Deutschland, von der andere Veranstalter nur träumen können.

Insgesamt unterstreicht die German Boxing Series somit erneut, dass sie mit Fug und Recht zu den Lichtblicken der deutschen Boxszene gehört und ein Vorbild für sämtliche ambitionierten Veranstalter darstellt, die den deutschen Boxsport voranbringen möchten.

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