
In einem harten Kampf bleibt Zachenhuber siegreich und ungeschlagen – über das Urteil wird kontrovers diskutiert.
Am Samstag fand die große Debütveranstaltung der RINGSIDE ZONE in Heidelberg statt. Im SNP Dome vor rund 5.000 Zuschauern kam es zu einem signifikanten Kampf im Supermittelgewicht. Die Nummer 8 der IBF und 12 der WBO, Simon Zachenhuber (28–0), traf auf die zuvor ungeschlagene Nummer 4 der WBO, Paulinus Ndjolonimu (19–1). Für beide Boxer war es der bislang größte Profikampf ihrer Karriere – und sie waren entsprechend motiviert.
Ndjolonimu bringt Zachenhuber mehrfach in Bedrängnis
Ndjolonimu hatte bislang seine gesamte Karriere in Namibia bestritten, wo er sich einen respektablen Kampfrekord erarbeitet hatte. Zwar galt er als ungeschlagen, hatte jedoch im Dezember bei einer IBA-Veranstaltung eine vorzeitige Niederlage erlitten. Ein völlig unbeschriebenes Blatt war der 37-jährige Namibier daher nicht – und als unschlagbar konnte man ihn ebenfalls nicht mehr betrachten. Die Ausgangslage für Zachenhuber war also nicht ungünstig, zumal er sich gemeinsam mit seinem Trainer Conny Mittermeier akribisch auf die Aufgabe vorbereitet hatte.
Doch der Coach musste insbesondere in den ersten Runden viel Durchhaltevermögen beweisen: Ndjolonimu setzte Zachenhuber von Beginn an unter Druck und war besonders mit kurzen Haken und Uppercuts gefährlich – Schläge, die Zachenhuber sichtlich durchrüttelten. Auch die Körpertreffer des Namibiers trafen häufig und hart. Zachenhuber hatte in dieser Phase große Schwierigkeiten. Aus der Ecke ertönte der verzweifelte Ruf: „Reiß dich zusammen!“
Ndjolonimu erhält Punktabzüge – Zachenhuber siegt nach Punkten
Die Körpertreffer von Ndjolonimu waren zwar effektiv, bewegten sich jedoch mehrfach im Grenzbereich der Regelwidrigkeit. In der zweiten Runde erhielt er daher ohne Vorwarnung einen Punktabzug – eine Entscheidung, die durchaus fragwürdig erschien. Ab der vierten Runde konnte sich Zachenhuber besser auf den Stil seines Gegners einstellen. Er überstand die wuchtige Anfangsoffensive und fand nun selbst zunehmend in den Kampf. Der Jab kam nun häufiger zum Einsatz, und auch die Reaktionen auf Ndjolonimus Attacken saßen vermehrt.
Wer darauf gehofft hatte, dass Ndjolonimu dem hohen Tempo und den kraftzehrenden Schlägen Tribut zollen würde, sah sich getäuscht. Der Namibier blieb weiter aggressiv, kassierte jedoch in der siebten Runde einen weiteren Punktabzug, diesmal nachvollziehbar wegen wiederholter Tiefschläge.
Der intensive und spannende Kampf ging in die entscheidende Phase. Ndjolonimu investierte mehr, setzte weiter harte Körpertreffer, doch die Hypothek von zwei Punktabzügen lastete schwer. Einige der späten Runden waren eng, beide Kämpfer versuchten, mit starken Momenten zu überzeugen. Tendenziell hatte Ndjolonimu die Nase vorn, dennoch blieb es knapp.
Nach dem letzten Gong war die Spannung greifbar: Reichte es für Zachenhuber? Die Antwort fiel überraschend deutlich aus. Ein Punktrichter wertete den Kampf ausgeglichen mit 94:94, die beiden anderen aber sahen Zachenhuber mit 97:91 und sogar 99:92 vorne. Damit gewann der Deutsche per Mehrheitsentscheidung.
Die Bewertung von 99:92 sorgte jedoch für Kopfschütteln – ein so deutliches Urteil spiegelte den engen, umkämpften Verlauf nicht wider. Wie man auf ein derart klares Ergebnis kommen konnte, bleibt wohl das abstrakte Geheimnis des betreffenden Punktrichters. Insgesamt erschien der Punktsieg für Zachenhuber recht schmeichelhaft.
I just told 40 countries that on @DAZNBoxing.
— Pete Carvill (@pete_carvill) July 19, 2025















Auch wenn deutsche Boxer was ihre Klasse angeht in der Weltspitze nicht mithalten können, so kann Deutschland aber trotzdem weiter seine Top 5 Position in der Welt in einem anderen Bereich des Boxen souverän verteidigen: Wenn es darum geht, sich durch unsportliches und unfaires Verhalten bezüglich der Behandlungs von Auswärtsboxern hervor zu tun, sind wir mit Sicherheit weltklasse. Oder mit anderen Worten ausgedrückt: Wenns drum geht, Auswärtsboxer zu bescheissen, sind wir absolut weltklasse. Herzlichen Glückwunsch!!!
Offen gesagt: Sie haben leider Recht!
Der Namibier hat seine Schuldigkeit getan, der Namibier kann gehen…
Das war Beschiss sondergleichen .
Ich war bei dem Kampf dabei. Simon Zachenhuber hat deutlich verloren das sagen auch 90% der Zuschauer