Sieg über Lamont Roach: William Zepeda krönt sich zum WBC-Leichtgewichtsweltmeister

William Zepeda hat sich den vakanten WBC-Weltmeistertitel im Leichtgewicht gesichert. Der Mexikaner setzte sich in Las Vegas einstimmig nach Punkten gegen Lamont Roach durch und präsentierte sich im Vergleich zu seiner Niederlage gegen Shakur Stevenson deutlich verbessert.

Zepeda dominiert mit Druck und Schlagvolumen

Vor allem mit seinem unermüdlichen Vorwärtsgang und seinem enormen Schlagvolumen bestimmte William Zepeda den Großteil des WM-Kampfes im Virgin Hotels Las Vegas. Der 30-jährige Rechtsausleger ließ Lamont Roach kaum zur Entfaltung kommen und gewann den über zwölf Runden angesetzten Titelkampf einstimmig nach Punkten. Die Punktrichter werteten das Duell mit 117:111, 117:111 und 118:110 zugunsten des Mexikaners.

Damit sicherte sich Zepeda den vakanten WBC-Titel im Leichtgewicht, nachdem der Gürtel Shakur Stevenson aberkannt worden war.

Für Zepeda (34-1-0, 27 KOs) war der Erfolg zugleich die passende Antwort auf seine bislang einzige Profi-Niederlage. Vor einem Jahr hatte er gegen Shakur Stevenson im Kampf um den damaligen WBC-Titel klar nach Punkten verloren. Nach eigener Aussage nutzte er diese Erfahrung, um gezielt an seinen Schwächen zu arbeiten.

„Gegen Shakur war es eine Prüfung, die ich nicht bestanden habe. Aber sie hat mich demütig gemacht. Wir haben uns Zeit genommen, an unseren Schwächen gearbeitet und sind stärker zurückgekommen. Jetzt bin ich Weltmeister“, erklärte Zepeda nach dem Kampf gegenüber DAZN-Reporter Chris Mannix.

Statistisch unterstrich der Mexikaner seine bekannte Arbeitsrate eindrucksvoll: In den zwölf Runden gab er inoffiziell 884 Schläge ab.

Roach findet keine Antwort auf Zepedas Stil

Lamont Roach (25-2-3, 10 KOs), der zuletzt gegen Gervonta Davis und Isaac Cruz jeweils ein Mehrheits-Unentschieden erreicht hatte, konnte diesmal deutlich weniger Akzente setzen. Zwar gelangen ihm insbesondere in den ersten beiden Runden einige sehenswerte Treffer, darunter ein rechter Konter in Runde zwei, der Zepeda kurz aus dem Gleichgewicht brachte. Doch mit zunehmender Kampfdauer übernahm der Mexikaner immer mehr die Kontrolle.

Vor allem zwischen der vierten und neunten Runde setzte Zepeda seinen Gegner mit konstantem Druck sowie harten Treffern zum Kopf und Körper immer wieder unter Stress. Nach acht Runden sahen alle drei Punktrichter den Mexikaner bereits vorne.

Roach konnte in den Schlussrunden zwar noch einmal einzelne gute Aktionen landen, ernsthaft gefährden konnte er den Vorsprung seines Kontrahenten jedoch nicht mehr.

Roach zollt dem neuen Weltmeister Respekt

Nach dem Kampf zeigte sich Roach als fairer Verlierer und lobte die Leistung seines Gegners. Besonders überrascht habe ihn, dass Zepeda deutlich variabler agierte als erwartet und sich nicht ausschließlich auf seinen Vorwärtsdrang verließ.

„Zepeda war heute Abend hervorragend vorbereitet. Er und sein Team hatten einen ausgezeichneten Kampfplan und haben ihn perfekt umgesetzt. Es gibt keine Ausreden. Ich ziehe meinen Hut vor ihnen. Er war mir heute einfach immer einen Schritt voraus“, sagte Roach.

Mit dem überzeugenden Erfolg meldet sich William Zepeda eindrucksvoll in der Weltspitze des Leichtgewichts zurück und darf sich nach seinem bislang größten Karriereerfolg nun offiziell WBC-Weltmeister nennen.

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