Sensationeller Start der deutschen Boxer in die APB-Profiserie

Erik Pfeifer überzeugt / Ahmatovic knockt US-Boy aus / Serge Michel überrascht

Die AIBA Pro Boxing Serie ist eindrucksvoll für den Deutschen Boxsport-Verband (DBV) gestartet. Drei Siege der DBV-Boxer sind ein herausragendes Ergebnis zum Start der neuen Innovation im Boxsport. Mit der APB gibt es zum ersten Mal in der Geschichte des Boxsports Profiboxen legitimiert durch die nationalen olympischen Boxverbände, die in die jeweiligen nationalen Sportverbänden unter dem Dach des IOC offiziell eingebunden sind.

DBV-Präsident Jürgen Kyas: „Diese Ergebnisse machen mich stolz. Es zeigt, dass die jungen Leute in diesem großen Wettbewerb durchsetzungsfähig sind. Ich stelle fest, dass unsere Boxer diese riesige Umstellung geschaftt haben. Im Hinblick auf Rio macht mich das zuversichtlich, Gratulation an Alle.“

DBV-Sportdirektor Michael Müller: „Das ist ein historischer Start für den DBV. Erik Pfeifer hat voll überzeugt, aber auch Emir Ahmatovic hat großes Potential aufgezeigt. Der Sieg von Serge Michel konnten wir auch nicht so erwarten. Dabei haben mit Arajk Marutjan und Xhek Pasquali noch zwei Topleute verletzungsbedingt hier gefehlt. Mit großer Spannung erwarte ich den Kampf von Artem Harutyunyan in Nowosibirsk am Sonntag. Für die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio war das ein sehr guter Start.“

Erik Pfeifer überzeugt

Das deutsche Aushängeschild im Superschwergewicht Erik Pfeifer (Lohne) gewann in seinem ersten APB-Kampf alle Runden einstimmig gegen den Ägypter Samir Ahmed in Sofia (Bulgarien). Denis Popov (Russland) wertete 52:60, Allan Roos (Finnland) 53:60 und der Algerier Kheira Sidi Yakoub (Algeria) auch 52:60 – also ein sehr deutlicher Sieg für unseren Superschwergewichtler. Der amtierende Deutsche Meister Ali Kiydin (Oberursel) verlor gegen den Rumänen Mihai Nistor knapp. Die dritte Runde ging einstimmig an Kiydin, die restlichen Runden konnte Nistor knapp für sich verbuchen.

Ahmatovic knockt US-Boy aus

Der Wetzlarer Emir Ahmatovic beendete mit einem vorzeitigen Sieg durch TKO in der dritten Runde seinen ersten APB-Profikampf gegen den 30-jährigen Charles Javonta (USA). Emir Ahmatovic zeigte sein Potential bei dem Kampf  mit einem harten Punch voll auf und überzeugte. Javonta, der nicht nur in der WSB kämpfte, sondern auch schon zwei Profikämpfe in den USA hinter sich hat, war vor dem Kampf hoch gehandelt. Der Kampf fand in Rom statt.

Serge Michel überrascht

Der frischgebackene deutsche Meister Serge Michel freute sich über seinen nächsten großen Sieg. Gegen Joseph St. Pierre (Mauritius) konnte er mit einem klaren Punktsieg den ersten APB-Profikampf seiner Karriere klar und dominant für sich verbuchen. Serge Michel, der wie Kiydin erst nachnominiert wurde, gewann mit dem Urteil 60:54/ 59:55 und 59:55 bis auf die erste Runde alle folgenden fünf Runden deutlich und einstimmig. Ein toller Erfolg für den Traunreuter, der für Straubing boxt, in der 81 Kg-Klasse bei seinem ersten APB-Wettkampf. Dabei ist St. Pierre kein unbeschriebenes Blatt, gewann er doch die Silbermedaille auf den diesjährigen Commonwealth Games in Glasgow. An diesem Sieg hat der ehemalige Profitrainer Thorsten Schmitz, der als Landestrainer für Niedersachsen zum DBV zurück gekehrt ist, großen Anteil. Ebenso wie der noch junge bayerischer Landestrainer Trainer Sandro Schaer.

Artur Bril (Köln) musste sich in Almaty (Kasachstan) gegen den Vize-Weltmeister Robson Donato Conceicao (Brasilien) in der Klasse bis 60 Kg behaupten. Für einen Sieg reichte es nicht, zu deutlich der Punktevorsprung für den starken Brasilianer. Damit gehen die deutschen APB-Boxer mit drei Siegen aus dem ersten Tag.

Quelle: DBV

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