
Bei einem internationalen Boxabend in Lagos, Nigeria, musste sich das Essener Schwergewicht gegen einen Olympiasieger geschlagen geben.
Viel wurde sich vorgenommen, am Ende sollte es dennoch nicht ausreichen. Am Sonntag fand in einem Stadion in Lagos, Nigeria, ein größeres internationales Boxevent statt. Die beiden Hauptkämpfe wurden im Schwergewicht ausgetragen. Insbesondere das Co-Mainevent war aus deutscher Perspektive reizvoll, da der Essener Kultboxer Patrick Korte (23-6-1) nach den Sternen griff und den Olympiasieger Tony Yoka (15-3) herausforderte.
Ein Himmelfahrtskommando, das auf dem Papier nach einer Niederlage anmutete. Doch Korte wollte davon nichts wissen und hatte in der Vorbereitung hart geschuftet, um die Sensation zu ermöglichen. Hierfür trainierte er auch mit seinem neuen Coach Ilias Essaoudi; beide verstanden sich von Beginn an blendend.
Die Woche in Nigeria verlief durchaus turbulent. Nach einer erschwerten Anreise und ungewohnten klimatischen Bedingungen fand das Wiegen in den Elendsslums von Lagos statt. Zudem wurde ein Showtraining auf einem umfunktionierten Schiffskutter absolviert – an Unterhaltung mangelte es nicht.
Im Kampf selbst konnte der Underdog Korte dann jedoch weniger zeigen. Zwar ging der Essener wie gewohnt nach vorne und versuchte, den langen und beweglichen Yoka zu stellen, doch das gelang ihm kaum. Gegen Ende der ersten Runde lief Korte in einen gut getimten Uppercut, wodurch der Kampf entschieden war.
„Es ist anders ausgegangen, als ich es mir erträumt habe. Ich weiß, dass sich nun einige bestätigt fühlen werden – und dass sich manche jetzt noch mehr den Mund zerreißen. Das lässt sich nicht ändern.“, so der Essener nach der Niederlage.
Lawrence Okolie siegt im Hauptkampf
Dass Patrick Korte gegen einen Olympiasieger nicht favorisiert war, dürfte wohl allen Beteiligten im Vorfeld bewusst gewesen sein. Dennoch hatte man gehofft, dass Korte zumindest mehr eigene Aktionen anbringen und der Kampf über mehrere Runden gehen würde. Das war jedoch am Sonntag in Nigeria nicht der Fall.
„Patrick war zu verkrampft. Sehr schade, denn er hat ihn zwei- bis dreimal gestellt, wie ich es mir gewünscht habe. Dann kamen die Schläge aber zu unkontrolliert“, analysierte Trainer Ilias Essaoudi den Auftritt seines Schützlings gegenüber Boxen1.
Trotz der sportlichen Ernüchterung steht das Wichtigste im Vordergrund: die Gesundheit. Zwar zeigte sich Korte enttäuscht, doch es gehe ihm soweit gut.
„Es ist mental sehr frustrierend, aber er ist soweit gesund. Morgen Abend fliegen wir wieder zurück, vor Weihnachten sind wir dann zu Hause.“
Im Hauptkampf des Abends setzte sich im Schwergewicht ebenfalls der Favorit durch. Lawrence Okolie (23-1) dominierte den Kampf gegen Ebenezer Tetteh (23-4), schickte diesen in der zweiten Runde zu Boden. Daraufhin gab Tetteh in der Pause zur dritten Runde auf.















Immer wenn Korte mal wieder als Fallobst eingekauft wird, schreibt ihr einen Artikel darüber welche große Chance Korte da an Land gezogen hat, dass er die Sensation schaffen will……und so weiter und so weiter. Und am Ende kommt alles wie es immer kommt: Korte wird der Opferrolle gerecht und geht sang und klanglos unter. Hört doch mal auf so zu tun als wäre Korte irgend etwas anderes als Fallobst mit einem schönen leeren Kampfrekord.
Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Ganz genau so ist es.