Scott Fitzgerald siegt über Ted Cheeseman mit umstrittener Entscheidung

Scott Fitzgerald neuer englischer Meister im Super-Weltergewicht

Gestern Abend standen sich in der Newcastle Arena in Newcastle, England, im Kampf um die englische Meisterschaft im Super-Weltergewicht, der Titelverteidiger Ted Cheeseman (15-2-1, 9 KO-Siege) und dessen Herausforderer Scott Fitzgerald (14-0-9, 9 KO-Siege) gegenüber. Der Kampf endete nach 12 Runden mit einem doch ziemlich kontroversen Urteil. Neuer englischer Champion im Super-Weltergewicht wurde der 27-jährige Scott Fitzgerald aus Preston in Lancashire, England, der damit auch in seinem 14 Kampf ungeschlagen blieb.

Cheeseman kam aus einem schwachen Jahr 2019, wo er im Februar dieses Jahres gegen den Spanier Sergio Garcia nach Punkten verlor und in seinem zweiten Kampf, im Juni dieses Jahres, als er seinen Titel gegen seinen Landsmann Kieron Conway verteidigte, den englischen Titel nur knapp durch ein Unentschieden behalten konnte. Und es sollte auch in seinem dritten Kampf in diesem Jahr nicht zu einem Sieg reichen.

Allerdings bedurfte es hier der Hilfe der drei Herren am Ring. Die Punktrichter werteten den Kampf nach 12 Runden: Phil Edwards 113-116 | Howard John Foster 113-115 | Marcus McDonnell 113-116, allesamt einstimmig gegen den Titelverteidiger und es waren diese drei Punktrichter die Cheeseman den Gürtel abnahmen und Scott Fitzgerald als neuen englischen Super-Weltergewichts-Champion kürten.

Nicht nur Promoter Eddie Hearn, bei dem beide Boxer unter Vertrag stehen, war nach dem Kampf der Ansicht, dass der Titelverteidiger Ted Cheeseman mindestens acht oder neun der zwölf Meisterschaftsrunden für sich entschieden hätte und auch auch die meisten der Zuschauer in der Newcastle Arena teilten wohl die Ansicht von Eddie Hearn, was man an der Stimmung in der Halle und dem grellenden Pfeifkonzert nach der Urteilsverkündung festmachen konnte.
Es war eigentlich Cheeseman der von Anfang an den Kampf diktierte und seinen Gegner  immer wieder mit seiner Führhand traf, während Fitzgerald zwar auch viel schlug, aber seine Treffer kaum ins Ziel brachte und es so meist beim Versuch blieb. Ab der neunten Runde zog Cheeseman sogar das Tempo noch einmal an und schlug tolle Kombinationen, die immer wieder ihr Ziel fanden. Vor allem variierte der Titelverteidiger seine Schläge zu Kopf und Körper und es war eigentlich ein tolles Boxen was der Mann aus London den Zuschauern bot. Scott Fitzgerald versuchte zwar mit gewaltigen Schwingern immer wieder dagegenzuhalten, aber seine wuchtigen Schläge fanden kaum einmal ihr Ziel.

Ab der zehnten Runde schien Fitzgerald dann endlich aufzuwachen und machte diese Runde zu der seinen. Er schloss die Lücke und landete ein paar Treffer, aber Cheeseman antwortete immer noch zurück. Die Aktionen liefen im elften Durchgang auf ähnliche Weise ab, wobei Fitzgerald jetzt auch einige ansehbare Körpertreffer erzielte und jetzt der bessere Mann im Ring war.

In der 12. Runde kam Fitzgerald aus seiner Ecke, wohl mit dem Gespür, dass er nach Punkten weit zurück liegt und er den Kampf nur noch durch einen KO gewinnen könne. Es sah nun so aus als wollte er es jetzt den Kampf mit Gewalt für sich entscheiden. Doch den Schwingern von Fitzgerald konnte der immer noch bewegliche Cheeseman, locker ausweichen.

Am Ende stand dann ein zwar einstimmiges, aber eher doch kontroverses Urteil, von dem alleine die drei Punktrichter wissen wie dies zustande gekommen ist und mit Scott Fitzgerald wurde ein neuer englischer Champion im Super-Weltergewicht gekürt.

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