Ryan Garcia stoppt Conor Benn eiskalt – jetzt will er Teofimo Lopez

Ryan Garcia hat bei seiner ersten Titelverteidigung ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Der WBC-Weltmeister im Weltergewicht stoppte Conor Benn bereits in der zweiten Runde und forderte anschließend WBA-Champion Teofimo Lopez zur Titelvereinigung heraus.

Garcias harte Rechte bringt die Entscheidung in Runde 2!

Ryan Garcia hatte vor dem Kampf in der T-Mobile Arena in Las Vegas einen KO innerhalb von fünf Runden angekündigt. Am Ende benötigte der 28-Jährige nicht einmal zwei Durchgänge.

Im Main Event der Veranstaltung von The Ring und Zuffa Boxing erwischte Garcia (26-2, 21 KOs, 1 NC) seinen britischen Herausforderer Conor Benn nach 45 Sekunden der zweiten Runde mit einer krachenden Rechten. Benn ging auf den Boden und wurde von Ringrichter Thomas Taylor angezählt.

 

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Der 29-Jährige kam bei sieben wieder auf die Beine, doch Garcia erkannte sofort seine Chance und setzte entschlossen nach. Mit dem Rücken an den Seilen versuchte Benn, sich der Angriffswelle zu entziehen. Zwar konnte er mehreren Schlägen ausweichen, doch Garcia feuerte weiter mit voller Kraft.

Nach 1:25 Minuten schritt Referee Taylor schließlich ein und nahm Benn stehend aus dem Kampf. Damit verteidigte Garcia seinen WBC-Titel im Weltergewicht durch TKO in der zweiten Runde.

„Ich hatte eigentlich schon immer eine gute Rechte, aber ich hatte ständig Verletzungen“, sagte Garcia anschließend. „Das waren jetzt gewissermaßen die ersten beiden Kämpfe, in denen ich keine Verletzungen an der rechten Hand hatte. Ich bin einfach glücklich und dankbar. Und ich möchte Conor für die großartige Promotion und einen tollen Kampf danken. Ich respektiere ihn.“

 

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Benn erstmals als Profi vorzeitig gestoppt

Für Conor Benn (25-2, 14 KOs) war es eine bittere Premiere. In seinem 27. Profikampf musste der Sohn der britischen Boxlegende Nigel Benn erstmals eine vorzeitige Niederlage hinnehmen.

Bislang hatte lediglich Chris Eubank Jr. den Briten bezwingen können. Im April 2025 verlor Benn das erste Aufeinandertreffen der beiden Rivalen über zwölf Runden einstimmig nach Punkten. Im direkten Rückkampf am 15. November im Londoner Tottenham Hotspur Stadium gelang ihm die Revanche. Benn schickte Eubank zweimal zu Boden und gewann seinerseits einstimmig nach Punkten.

Gegen Garcia kehrte Benn nun erstmals seit April 2022 wieder in das Weltergewichtslimit zurück. Beim offiziellen Wiegen brachte er 146 Pfund und damit rund 66,2 Kilogramm auf die Waage. Die Gewichtsabnahme hatte Benn selbst als äußerst belastend beschrieben.

Im Ring zeigte sich schnell, dass Garcia seine Vorteile in Reichweite und Geschwindigkeit auszuspielen wusste. Bereits nach weniger als 20 Sekunden der ersten Runde brachte ein linker Haken Benn aus dem Gleichgewicht. Der Brite blieb dennoch seiner offensiven Marschroute treu und versuchte, die Distanz zum größeren Garcia zu verkürzen.

In Runde zwei wurde ihm genau diese Aggressivität zum Verhängnis.

Garcia fordert Teofimo Lopez: „Zeit für eine Titelvereinigung“

Für Garcia war es die erste Verteidigung des WBC-Gürtels, den er sich am 21. Februar gegen Mario Barrios gesichert hatte. Auch Barrios musste früh Bekanntschaft mit Garcias rechter Schlaghand machen und ging bereits innerhalb der ersten 30 Sekunden zu Boden. Damals kam es jedoch nicht zum schnellen Ende: Garcia gewann nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten.

Nach der überraschenden Punktniederlage gegen Rolando „Rolly“ Romero im Mai 2025 hat Garcia damit inzwischen zwei Kämpfe in Folge gewonnen.

Lange mit seinem Erfolg über Benn beschäftigen wollte er sich allerdings nicht. Noch im Ring richtete Garcia seine Aufmerksamkeit auf den frisch gekürten WBA-Weltmeister Teofimo Lopez, der am 22. August ausgerechnet Romero einstimmig nach Punkten bezwungen hatte.

„Teofimo, beweg deinen Arsch hier hoch“, rief Garcia in Richtung Lopez. „Wo bist du? Es ist Zeit für eine Titelvereinigung. Wo bist du, Teofimo?“

 

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Lopez wollte offenbar in den Ring kommen, wurde jedoch von Sicherheitskräften daran gehindert. Garcia legte daraufhin verbal noch einmal nach: „Wenn er verrückt spielen will, können wir verrückt spielen. Das ist mir völlig egal. Ich würde dir auch jetzt sofort den Arsch versohlen.“

Damit ist die Richtung für Garcia klar: Nach der eindrucksvollen Pflicht gegen Benn soll als Nächstes die Titelvereinigung im Weltergewicht folgen.

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