Ringside Zone-Knaller „Night of the Heavyweights“ am Freitag in Mannheim!

Mit „Night of the Heavyweights“ liefert Ringside Zone einer der stärksten Fightcards der letzten Jahre in Deutschland.

Mit einer grandiosen Fightcard greift Ringside Zone am Freitag in der SAP Arena an und möchte das deutsche Boxen wieder in den Mainstream bringen.

Übermorgen steigt in der SAP Arena in Mannheim die nächste große Veranstaltung der noch jungen Ringside Zone. Das ambitionierte Vorhaben aus Schwetzingen hat sich im vergangenen Jahr bereits mit einer tollen Veranstaltung in Heidelberg einen aufhorchenden Namen gemacht. Nun sollen in Mannheim bis zu 13.000 Zuschauer begeistert werden – live auf Sportschau.de und Bild+.

„Wir bringen absolutes Weltklasse-Boxen zurück nach Deutschland und bieten den Fans Kämpfe mit echter sportlicher Relevanz. Die SAP Arena wird am 15. Mai beben – wir sind bereit, Geschichte zu schreiben“, versprach Florian Winter, Geschäftsführer der Ringside Zone.

Hierfür setzt man auf eine sehr vielversprechende Fightcard, die es in dieser sportlich hochwertigen Form seit vielen Jahren so nicht mehr in Deutschland zu sehen gab. Ob Schwergewichtsaction, signifikanter WM-Ausscheidungskampf auf höchstem Niveau, populärer Influencer-Moment oder ambitionierte Prospect-Duelle – diese Fightcard beinhaltet einfach alles.

Emanuel Odiase möchte gegen Nick Webb IBF-Europameister werden

Emanuel Odiase und Nick Webb.

Im Hauptkampf wird Emanuel Odiase (10-0) stehen. Der über zwei Meter große Heidelberger kennt die SAP Arena in Mannheim nur zu gut und träumte schon seit geraumer Zeit davon, eines Tages dort einen großen Kampf zu bestreiten.

„Als ich mit dem Boxen begonnen habe, bin ich immer an der SAP Arena vorbeigefahren und hatte die Vision: Eines Tages werde ich dort um eine Weltmeisterschaft boxen und die Arena füllen. Jetzt kämpfe ich am 15. Mai um die Europameisterschaft, also sind wir schon einen Schritt näher. Ich freue mich darauf, gemeinsam den deutschen Boxsport wieder groß zu machen“, so Odiase im Vorfeld des Duells auf einer Pressekonferenz.

Nun erhält er am Freitag die Gelegenheit, sich in der SAP Arena sogar im Hauptkampf zu beweisen und den Europameistertitel der IBF zu sichern. Dafür muss Odiase jedoch den 38-jährigen Engländer Nick Webb (19-3) besiegen, der sicherlich keine unlösbare Aufgabe darstellt – aber auch keine gänzlich ungefährliche. So schockte Webb im März 2021 bereits die deutsche Boxhoffnung Erik Pfeifer in Gibraltar und stoppte diesen sensationell. Wird Odiase nun tatsächlich dasselbe Schicksal ereilen?

Härtetest für Peter Kadiru gegen Senad Gashi

Senad Gashi und Peter Kadiru.

Mit besonderer Spannung wird der nächste Kampf von Peter Kadiru (22-1) erwartet. Der Hamburger zählte zu den größten Juniorentalenten und weckte internationale Begehrlichkeiten. Bei den Profis wurde er Deutscher Meister (BDB) sowie IBF-InterConti-Titelträger. Doch auch eine schwere K.-o.-Niederlage musste Kadiru bereits hinnehmen, weshalb viele Beobachter seine Nehmerqualitäten infrage stellten.

Seit einiger Zeit bestritt Kadiru zudem keine weiteren hochklassigen Kämpfe mehr und schien in seiner Karriere etwas auf der Stelle zu treten. Viele Boxsportfreunde wünschten sich endlich einen wirklich gefährlichen Gegner für ihn, der nun in Person von Senad Gashi (34-4) gefunden wurde. Gashi gilt als explosiver Puncher, der zwar nicht über die beste Reichweite verfügt und boxerisch für die Weltspitze teilweise limitiert erscheint, jedoch jederzeit mit seinen explosiven Haken das Ende herbeiführen kann.

Wortgefecht vor dem Kampf heizt das Duell an

Ein starkes nationales Duell um den WBA-Continental-Europe-Titel, in dem sich beide Boxer maximale Siegchancen einräumen. Kadiru wird sicherlich versuchen, Gashi auf Distanz zu halten und aus dem Rückwärtsgang heraus mit dem Jab zu agieren. Gashis Marschroute muss hingegen der Vorwärtsgang sein, in dem er den Kampf physischer gestaltet, den Infight sucht und Kadiru mit harten Aktionen zusetzt.

Wem dies besser gelingt, bleibt abzuwarten. Im Vorfeld heizten beide das Duell bereits an und lieferten sich markige Wortgefechte. Verbal stimmte die Treffsicherheit vor dem wegweisenden Duell zumindest schon einmal.

„Ich glaube, du hörst dort auf, wo es wehtut. Du willst alles ganz sicher machen, und wenn es unbequem wird, dann hältst du den Kampf auf“, sagte Gashi über Kadiru beim Face-off. Dieser entgegnete:

„Ich bin besser als Chisora, ich bin besser als jede einzelne Person, gegen die du bislang geboxt hast“, konterte Kadiru.

Weitere Schwergewichtsaction mit Viktor Jurk und Nelvie Tiafack

Boxen: P2M Box-Promotion, Rostock, 24.06.2023
Viktor Jurk (GER) 
© Torsten Helmke

Auch Viktor Jurk (13-0) gilt als großes deutsches Talent im Schwergewicht. Der Flensburger konnte sich vor eineinhalb Jahren in Stralsund den Deutschen Meistertitel (BDB) sichern und sammelte zuletzt Erfahrungen in den USA, wo er seinen überforderten Gegner in der ersten Runde stoppte. Allgemein ist der schlagstarke Jurk ein Freund schneller Finishes und nutzt die erste Gelegenheit für ein vorzeitiges Ende.

Nun wartet auf Jurk der Kolumbianer Edwin Castillo (13-2), der einen numerisch soliden Kampfrekord mitbringt und jenseits der Top 300 gerankt ist. Womöglich also eine gewisse Steigerung gegenüber seinen vorherigen Kontrahenten, wobei ein Sieg von Castillo dennoch eine faustdicke Überraschung darstellen würde.

Ein weiteres Duell im Schwergewicht wird Deutschlands Bronzemedaillengewinner von Paris, Nelvie Tiafack (3-0), bestreiten. Das Top-Talent vereint technische Klasse mit brachialer Schlagkraft und überzeugte bislang in allen Kämpfen. Dies soll nun gegen den Brasilianer Mateus Munhoz Da Penha (7-2-2) fortgeführt werden. Munhoz war zuletzt zweimal in Südafrika zu sehen und erwies sich dort als slickes Heavyweight mit solider Defensive. Von daher wird er Tiafack sicherlich einige Runden garantieren können und ist ein ansprechender Gegner für dessen vierten Profikampf.

IBF-Final-Eliminator zwischen Chukhadzhian und Donovan

IBF Final Eliminator: Karen Chukhadzhian vs. Paddy Donovan.

Der sportlich beste Kampf des Abends wird jedoch nicht im Schwergewicht, sondern im Weltergewicht stattfinden. Dort boxen Karen Chukhadzhian (26-3) und Paddy Donovan (14-2) in einem IBF-Final-Eliminator – der Sieger darf entsprechend den Gewinner aus Lewis Crocker (22-0) und Liam Paro (27-1) herausfordern. Ein absolut signifikanter Kampf auf höchstem Niveau, bei dem für beide nur ein Sieg zählt, um den Traum von der Weltmeisterschaft weiterleben zu lassen.

Der Ukrainer Chukhadzhian musste sich im November 2024 gegen den Weltklassemann Jaron Ennis (35-0) nach Punkten geschlagen geben. Nach zwei überzeugenden Siegen träumt er nun von der nächsten Chance und stellt sich dem Iren Donovan, der zuletzt zweimal in WM-Kämpfen gegen Crocker sieglos blieb. Insbesondere die erste Niederlage war damals hochkontrovers, da Donovan in Führung liegend disqualifiziert wurde.

Der Ire möchte nun in Deutschland unbedingt seine Niederlagenserie beenden, doch Chukhadzhian erweist sich auswärts als große Herausforderung, die womöglich nicht lösbar erscheint.

Kampfsportinfluencer Ringlife gibt sein offizielles Profidebüt

In der SAP Arena in Mannheim werden bis zu 13000 Zuschauer erwartet, wenn Ringlife bei der Ringside Zone sein Profidebüt geben wird.

Ein besonderes Highlight ist zweifellos auch das Profidebüt des Kampfsportinfluencers Ringlife, bürgerlich Edmon Avagyan. Dieser blickt auf eine Amateurkarriere zurück und möchte am Freitag sein offizielles Profidebüt geben und sich damit einen Traum erfüllen. Zuletzt lief es in Oberhausen für ihn jedoch weniger erfreulich, als er in einem Exhibition-Duell von Kickboxer Michael Smolik klar ausgepunktet wurde.

Bei der Niederlage zeigten sich einige Defizite. Ringlife wirkte hüftsteif und fand kaum Momente im Vorwärtsgang. Nun stellt er sich bei seinem Profidebüt dem erfahrenen Tschechen Patrik Fiala (13-7-2). Eine positive Kampfbilanz bei 22 Kämpfen ist durchaus eine Ansage für ein Profidebüt. Doch ein schwacher Gegner kam für Ringlife und Ringside Zone offenbar nicht infrage.

Dennoch erscheint das Match-up deutlich vielversprechender als noch gegen Smolik. Dieser hatte beträchtliche Reichweitenvorteile, die Fiala als gebürtiges Halbschwergewicht so nicht besitzt. Zudem ist kaum davon auszugehen, dass Fiala plötzlich filigran aus dem Rückwärtsgang agieren wird – stattdessen erzeugt er selbst gerne Druck im Vorwärtsgang, was Ringlife aus der stabilen Doppeldeckung heraus helfen dürfte. Da der Kampf jedoch lediglich auf vier Runden angesetzt ist und Fiala voraussichtlich viel arbeiten wird, könnte ein Punktsieg für Ringlife dennoch schwierig werden.

Starke Prospect-Duelle eröffnen den großen Kampfabend

Fightposter: Devrim Gökduman vs. Franklyn Dwomoh

Auch die ersten Kämpfe des Abends dürften sehenswert werden. So kommt es zu einer Deutschen Meisterschaft (BDB) im Halbschwergewicht zwischen Alexander Okafor (3-0) und Elija Ülküseven (8-0). Okafor blickt auf eine exzellente Amateurlaufbahn zurück und gilt als Hoffnungsträger bei Ringside Zone. Er trifft in seinem ersten Profititelduell auf den lokalen Kämpfer Elija Ülküseven, der ebenfalls ungeschlagen ist und die größte Chance seiner bisherigen Profilaufbahn nutzen möchte. Das verspricht ein hochklassiges Prospect-Duell zu werden, bei dem beide Parteien viel riskieren.

Ähnlich gelagert ist sicherlich auch das Leichtgewichtsduell um den IBF-Europameistertitel. Devrim Gökduman (13-0) verteidigt diesen erstmals und stellt sich dem Schützling von Legacy Sports Management aus Düsseldorf, Franklyn Dwomoh (9-0). Beide blicken auf eine starke Amateurvita zurück und möchten Mannheim mit technisch hochwertigem Boxen begeistern. Dwomoh sammelte zuletzt viele Erfahrungen an der Seite von Roy Jones Jr. in den USA, die ihm nun den Europameistertitel bescheren sollen.

Im Opener der großen Kampfnacht folgt außerdem ein Duell im Mittelgewicht. Der ungeschlagene Oluwole Jan Ciosek (4-0) trifft dort auf den David-Benavidez-Verbündeten Shae Green (9-1). Green stammt aus Mannheim und boxte mehrere Jahre international in den USA und Mexiko. Inzwischen schloss er sich der Boxing Crown Agency an, wo er seine Profikarriere in Deutschland weiter forcieren möchte. Der Kampf gegen Ciosek stellt für den in Mannheim geborenen Green das perfekte Sprungbrett dar.

Promoter Aldo Ricardo Silman schwärmte im Vorfeld des Duells: „Shae ist in sehr guter körperlicher Form! Ich glaube, die Zuschauer und das Publikum können sich auf einen geilen Kampf zweier Boxer mit einem ähnlichen Stil freuen.“

Main-Card auf Sportschau.de – Prelims bei Bild+

Der Kampfabend in Mannheim wird live in der ARD Mediathek zu sehen sein.

Der große Kampfabend wird am Freitag ab 20:45 Uhr kostenlos live in der ARD-Mediathek übertragen. Dort werden die vier Schwergewichtskämpfe sowie der IBF-Final-Eliminator im Weltergewicht zu sehen sein.

Die vier vorherigen Kämpfe inklusive des Profidebüts von Ringlife werden jedoch exklusiv bei Bild+ übertragen. Die Übertragung beginnt dort im Abo bereits ab 18 Uhr.

Zur internationalen Übertragung sei erwähnt, dass sich DAZN außerhalb Deutschlands die Übertragungsrechte gesichert hat.

Wenige Resttickets noch verfügbar

Die Veranstaltung ist nahezu ausverkauft. Nur noch wenige Resttickets sind online ab 29 Euro erhältlich.

Der Einlass in die SAP Arena in Mannheim beginnt am Freitag um 17 Uhr, der erste Kampf startet um 18 Uhr. Neben den hochklassigen Boxduellen werden zahlreiche Liveacts den Abend begleiten und zusätzlich bereichern.

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1 Kommentar

  1. Keine schlechte Veranstaltung,sportlich gesehen. Was aber leider fehlt ist ein Zugpferd, ein Name der beim deutschen Publikum ankommt. Albaner,Afrikaner,usw.Alkes schön und gut, interessiert aber niemanden. Selbst der Ubrainer hat einen armenischen Background und unaussprechlichen Namen. Damit holt man niemanden hinter den Ofen vor.
    Die Promoter verpflichten weiter irgendwelche Marrokaner , Kubaner, Afrikaner und Albaner. Keine sehr kluge Taktik vom finanziellen Aspekt her. Die ziehen einfach nicht beim deutschen Publikum .
    Viele besser wären Osteuropäer,Russen,Belarussen und Ukrainer wenn man keine deutschen Talente bekommen kann. Egal,wie gut ein Kubaner oder Afrikaner ist,es interessiert wirkich niemanden in Deutschland

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