Ramos Jr. besiegt Mosley Jr. und ist neuer Interims-WBC-Titelträger

Foto: Dylan Trevino/Premier Boxing Champions

Der aufsteigende Boxer Jesus „Mono“ Ramos Jr. eröffnete die PPV-Card von Cruz vs. Roach mit einem hart erkämpften Punktsieg über Shane Mosley Jr. Der Mexikaner holte sich nach zwölf intensiven Runden den Interim-WBC-Titel im Mittelgewicht.

Jesus “Mono” Ramos Jr. setzt sich gegen Shane Mosley Jr. durch – Interim-WBC-Titel im Mittelgewicht erobert

Ramos (24-1, 19 KOs) startete kontrolliert in den Kampf und bestimmte die frühen Runden mit vereinzelten, aber wirkungsvollen Power Punches. Ab Runde vier drehte Mosley (22-5, 12 KOs) jedoch auf und erwischte Ramos mehrfach mit der Rechten. Kurzzeitig schien er den Favoriten ins Wanken zu bringen.

„Er hat mich nie richtig verletzt, aber überrascht“, sagte Ramos. „Er traf mich mit Schlägen, die ich nicht erwartet habe. Meine Beine waren aber immer da.“

Foto: Dylan Trevino/Premier Boxing Champions

Mosley zeigte sich trotz Niederlage sportlich: „Es war ein verdammt guter Fight. Danke an Ramos und alle Beteiligten. Heute war er der bessere Mann. Ich komme zurück – stärker.“

Ramos kämpft sich in den Rhythmus trotz Verletzung

Wie Ramos im Anschluss verriet, hatte er den gesamten letzten Monat des Camps mit einer Verletzung an der rechten Hand trainiert und deshalb kaum Sparring absolviert. Das beeinflusste sein Timing, dennoch blieb er entschlossen: „Es war hart. Aber ich habe meiner Familie gesagt, dass ich San Antonio nicht ohne Gürtel verlasse.“

Foto: Dylan Trevino/Premier Boxing Champions

Die zweite Hälfte des Kampfes entwickelte sich zu einem intensiven Duell aus der Mittel- und Nahdistanz, bei dem beide Boxer schwere Treffer landeten. Ramos fand seine besten Momente in Runde zehn, als er mit mehr Seitenbewegung arbeitete und mehrere klare Power Shots unterbrachte.

Mit dem Schwung aus der zehnten Runde setzte Ramos im elften Durchgang nach und traf Mosley mit einer wuchtigen linken Hand, die den Top-Contender sichtbar ins Wanken brachte. Bis zum Ende der Runde setzte der Mexikaner nach und übernahm endgültig die Kontrolle. In den Championship Rounds landete er insgesamt 40 Power Punches – genug für einen verdienten Punktsieg. Die Wertungen lauteten 117:111, 117:111 und 116:112 für Ramos.

Foto: Dylan Trevino/Premier Boxing Champions

„In den letzten Runden musste ich an den Fight gegen Erickson Lubin denken“, sagte Ramos. „Ich war müde, aber ich habe weiter gedrückt. Ich wusste, dass sich das am Ende lohnen würde.“

Klare Ansage: Ramos will Adames

Nach dem Titelgewinn richtete Ramos den Blick sofort auf den WBC-Weltmeister: „Ich will Carlos Adames. Er ist der Champion. Ich will nicht den Interimtitel – ich will den richtigen Gürtel.“

Mit diesem Statement und seiner kämpferischen Leistung hat Ramos seine Ambitionen im Mittelgewicht klar unterstrichen.

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