Ramirez bestätigt Mega-Fight gegen Benavidez – Titelverteidigung im Januar als Zwischenstation

Cruisergewichtsweltmeister Gilberto „Zurdo“ Ramirez kündigt erstes rein mexikanisches Duell der Gewichtsklasse an – zuvor wartet Pflichtherausforderer Robin Safar.

Ramirez vor historischem Cinco-de-Mayo-Duell

Unified World Cruiserweight Champion Gilberto „Zurdo“ Ramirez (48-1, 30 KOs) hat den ersten All-Mexican-Showdown der Cruisergewichtsklasse bestätigt. Am Cinco-de-Mayo-Wochenende trifft der 34-Jährige am 2. Mai in Las Vegas auf den ungeschlagenen Zweifach-Weltmeister David „The Mexican Monster“ Benavidez (31-0, 25 KOs).

Bevor es zum Blockbuster-Fight kommt, steht für Ramirez jedoch eine Titelverteidigung an. Der Mexikaner, der nach einer Schulteroperation im Sommer erst vor wenigen Wochen ins Training im Brickhouse Boxing Club in North Hollywood zurückgekehrt ist, verteidigt am 16. Januar in Palm Desert seine WBA- und WBO-Gürtel gegen den schwedischen Cruisergewichtler Robin Sirwan Safar (19-0, 13 KOs).

Der 32-jährige Safar, inzwischen in Las Vegas ansässig, kommt mit Rückenwind: Zuletzt besiegte er am 8. November den bis dahin ungeschlagenen Derick Miller Jr. und hatte zuvor 2024 Fünffach-Weltmeister Sergey Kovalev überraschend nach Punkten bezwungen. Für Ramirez wird der Kampf sein 50. Profi-Auftritt – ein weiterer Meilenstein einer langen Karriere.

Ramirez stand zuletzt am 28. Juni im Ring, als er sich mit einem klaren Punktsieg über Yuniel Dorticos (27-2, 25 KOs) für mögliche Vereinigungskämpfe im Jahr 2026 in Position brachte. Optionen wären dabei sowohl IBF- und Ring-Champion Jai Opetaia (29-0, 32 KOs) als auch der Sieger des WBC-Titelduells zwischen Badou Jack (29-3-3, 18 KOs) und Noel Mikaelian (27-3, 12 KOs).

Dennoch entschied sich „Zurdo“ bewusst für Benavidez und damit für den finanziell wie sportlich größten Fight.

„Business ist Business“ – Ramirez und Benavidez mit klaren Ansagen

„Ich bin begeistert von diesem Kampf, das habe ich seit Jahren angestrebt. Das wird ein klassischer Mexikaner-gegen-Mexikaner/Amerikaner-Krieg“, erklärte Ramirez. Er kenne Benavidez und dessen Team gut, man habe schon Trainingscamps geteilt: „Sie sind großartige Leute, aber Business ist Business und im Mai werde ich meinen Arm oben haben.“

Deutlich wurde Ramirez auch bei Fragen zu Jai Opetaia, der den Mexikaner zuletzt verbal attackiert hatte: „Ich kannte ihn bis vor Kurzem gar nicht. Jemand erzählte mir von seinen Aussagen, und ich glaube, er hat Felsen im Kopf. Er hat gegen Kanonenfutter gekämpft, um hierherzukommen. Diese Ausbrüche und Lügen, dass er mich angeblich angerufen hat, erinnern mich an meine Ex-Freundinnen.“

Der 28-jährige Benavidez, geboren in Phoenix und im Besitz der mexikanischen und US-amerikanischen Staatsbürgerschaft, kommt ebenfalls in Bestform. Erst am vergangenen Wochenende stoppte er Anthony Yarde (27-3) vorzeitig in Runde sieben. Zu seinen bisherigen Siegen zählen Ex-Weltmeister wie Demetrious Andrade, Anthony Dirrell, David Lemieux, Caleb Plant und Oleksandr Gvozdyk.

Das Duell Ramirez vs. Benavidez hat das Potenzial, das bedeutendste Aufeinandertreffen zweier Kämpfer mexikanischer Herkunft seit 2010 zu werden. Damals standen sich Erik Morales und Marco Antonio Barrera gegenüber.

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