Rafael Espinoza stoppt Arnold Khegai in WM-Kampf – Emiliano Vargas überzeugt im Co-Main-Event

Foto: Zanfer Boxing

WBO-Federgewichts-Champion Rafael Espinoza zeigte in San Luis Potosi eine eindrucksvolle Vorstellung und stoppte erstmals den zähen Ukrainer Arnold Khegai. Im Vorprogramm setzte sich Emiliano Vargas souverän nach Punkten durch.

Espinoza bleibt ungeschlagen – Khegais Ecke wirft das Handtuch

Rafael Espinoza (28-0, 24 KOs) bleibt das Maß aller Dinge im Federgewicht der WBO. Der 1,85 Meter große Mexikaner verteidigte seinen WM-Titel am Samstagabend in der Arena Potosi in San Luis Potosi (Mexiko) durch TKO in Runde 11 gegen Arnold Khegai (23-3-1, 14 KOs).

Von Beginn an diktierte Espinoza das Geschehen mit seiner überlegenen Reichweite und Präzision. Khegai, der zuletzt im September in Deutschland auf einer AGON-Card in Erscheinung trat, versuchte, mit tiefem Oberkörper und harten Overhand-Rechten Druck zu machen, konnte dem Champion jedoch nur selten gefährlich werden.

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In der siebten Runde verschärfte sich die Situation für den Ukrainer, als ein unbeabsichtigter Kopfstoß einen Cut am linken Auge öffnete. Das Auge schwoll zunehmend zu, während Espinoza mit Uppercuts und langen Geraden weiter nachsetzte. Nach zehn einseitigen Runden zog Khegais Ecke die Reißleine. Der offizielle Stopp erfolgte bei 0:10 in Runde 11.

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Espinoza, der seinen WM-Gürtel vor knapp zwei Jahren durch einen Überraschungssieg über Robeisy Ramirez erobert hatte, feierte damit bereits seine vierte Titelverteidigung – alle durch Knockout.

„Ich bin glücklich, weil ich das Ergebnis erzielt habe, das ich erwartet habe, den Sieg“, sagte Espinoza nach dem Kampf. „Ich wollte den Fans eine Show bieten. Ich hätte den ganzen Abend auf Distanz bleiben können, aber ich wollte Action zeigen. Niemand hatte Khegai zuvor gestoppt, ich bin der Erste. Er ist ein starker Kämpfer, aber heute habe ich gezeigt, dass ich besser bin.“

Emiliano Vargas punktet sich zum Titel – erste Entscheidung seit sechs Kämpfen

Im Co-Main-Event sicherte sich Emiliano Vargas (16-0, 14 KOs), Sohn von Ex-Weltmeister Fernando Vargas, den vakanten WBO-Latino-Titel im Superleichtgewicht. Der 21-Jährige dominierte Jonathan Montrel (19-4, 13 KOs) klar über zehn Runden und gewann einstimmig mit 100-89 sowie zweimal 99-90.

Bereits im ersten Durchgang schickte Vargas seinen Gegner nach harten Körpertreffern und einem rechten Haken zu Boden. Montrel blieb jedoch zäh und überstand die restliche Distanz, auch wenn Vargas das Tempo bestimmte und die klareren Treffer setzte.

„Ich wusste, dass er ein harter Gegner ist“, so Vargas. „Ich wollte ruhig bleiben und mir Zeit lassen. Diese Erfahrung war wichtig für mich – jetzt geht’s weiter zur nächsten Herausforderung.“

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