Purse Bid für Bivol vs. Eifert verschoben – IBF gewährt 10 Tage Aufschub

Im Pflichtkampf zwischen Dmitry Bivol und Michael Eifert gibt es erneut Verzögerungen. Die IBF hat beiden Parteien eine Fristverlängerung eingeräumt.

IBF setzt neue Frist für Bivol vs. Eifert – Einigung weiter möglich

Der geplante Purse Bid für den IBF-Pflichtkampf im Halbschwergewicht zwischen Dmitry Bivol und Michael Eifert von SES Boxing um Promoter Ulf Steinforth ist verschoben worden. Wie BoxingScene unter Berufung auf eine Bestätigung des Verbandes berichtet, hat die IBF den ursprünglich für Dienstag angesetzten Termin um zehn Tage verlegt.

Beide Camps hatten gemeinsam um einen Aufschub gebeten, um die laufenden Verhandlungen fortzuführen. Die neue Purse-Bid-Anhörung ist nun für den 13. Februar angesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt, theoretisch sogar bis wenige Minuten vor Beginn der Anhörung, besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Einigung zu erzielen.

Bivol steht bei Matchroom Boxing unter Vertrag und wird seit Jahren von Vadim Kornilov gemanagt. Herausforderer Eifert boxt für SES Boxing und wird maßgeblich von Benedikt „Benny Blanko“ Poelchau betreut.

Eifert wartet seit fast zwei Jahren auf seine Titelchance

Die erneute Verzögerung kommt nicht überraschend. Eifert ist bereits seit März 2023 offizieller Pflichtherausforderer. Damals sorgte der Deutsche mit einem überraschenden Sieg in Kanada über den ehemaligen Lineal- und WBC-Weltmeister Jean Pascal für Aufsehen. Seitdem stand er jedoch nur einmal im Ring, vor allem, weil sich sein überfälliger Titelkampf immer wieder verzögert hat.

Bivol „erbte“ Eifert als Mandatory nach seinem Punktsieg nach Mehrheitsentscheidung gegen Artur Beterbiev im Rückkampf der beiden im Februar 2025. Mit diesem Erfolg wurde Bivol unumstrittener Weltmeister im Halbschwergewicht und revanchierte sich zugleich für seine bis dahin einzige Niederlage gegen Beterbiev vier Monate zuvor.

Kompliziert wurde die Situation, als der WBC Bivol unmittelbar nach dem Beterbiev-Sieg verpflichtete, seinen Titel gegen David Benavidez zu verteidigen, obwohl eigentlich die IBF an der Reihe gewesen wäre. Da der Verband auf der Anordnung bestand, legte Bivol den WBC-Gürtel nieder, um den Weg für andere Optionen freizumachen.

Zusätzlich war der Russe zuletzt durch eine Operation an einem langjährigen Bandscheibenvorfall außer Gefecht gesetzt. Sein Comeback wird für das Frühjahr erwartet. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Pflichtkampf gegen Eifert vertraglich geklärt wird. Ausnahmeregelungen oder alternative Optionen hat Bivol in dieser Konstellation nicht mehr.

Unification-Kämpfe könnten zwar normalerweise einen Pflichtkampf überlagern, doch auch diese Möglichkeit besteht aktuell nicht. David Benavidez ist für den 2. Mai in Las Vegas gegen den WBA- und WBO-Champion im Cruisergewicht Gilberto „Zurdo“ Ramirez eingeplant.

Ob sich Bivol und Eifert in den kommenden Tagen einigen können oder ob das Purse Bid tatsächlich angesetzt wird, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der IBF-Pflichtkampf ist überfällig.

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