Peter Kadiru punktet einstimmig Senad Gashi aus

Peter Kadiru bezwingt Senad Gashi nach Punkten.
Foto: Ringside Zone

Der Hamburger Kadiru sichert sich einen verdienten Punktsieg um den WBA-Continental-Europe-Titel und träumt von den großen Kämpfen.

Am Samstag fand eine der hochkarätigsten Boxveranstaltungen der letzten Jahre in Deutschland statt. Ringside Zone präsentierte neun hochklassige Kämpfe in der SAP Arena in Mannheim, die unter anderem live in der ARD-Mediathek gestreamt wurden. Darunter befand sich ein sehenswertes Duell im Schwergewicht um den WBA-Continental-Europe-Titel zwischen Peter Kadiru (23-1) und Senad Gashi (34-5).

Kadiru blickte auf eine großartige Junioren-Amateurausbildung zurück, trat zuletzt bei den Profis jedoch zunehmend auf der Stelle. Mit dem Kampf gegen den schlagstarken Gashi wollte er endgültig beweisen, dass er zur erweiterten Weltspitze gehört – und dem Status des ewigen Talents entwachsen ist.

Der technisch bessere Boxer behält die Oberhand

Peter Kadiru behält die Oberhand gegen Senad Gashi. Foto: Ringside Zone

Der wegweisende Kampf begann, und beide versuchten zunächst, sich zu etablieren. Es wurden überwiegend Einzelhände geschlagen. Gashi nahm die Ringmitte ein und arbeitete vereinzelt zum Körper, wobei Kadiru die Schläge meist kommen sah und erfolgreich abwehrte. Kadiru konnte hingegen immer wieder mit dem Jab punkten, den er variabel zum Kopf und Körper schlug, und somit die ausgeglichenen ersten Runden tendenziell für sich entscheiden.

Zum Ende der vierten Runde kam Gashi dann einmal satt durch, und Kadiru wurde erneut daran erinnert, dass er gegen den explosiven Gashi jederzeit wachsam sein musste. Wer jedoch fortan ein dauerhaftes Anstürmen von Gashi erwartet hatte, wurde enttäuscht. Der Kampf blieb überwiegend taktisch geprägt, wobei Kadiru mit seiner größeren Reichweite stets die besseren Akzente setzen konnte.

Der Kampf bog schließlich auf die Zielgerade ein, und Gashi benötigte den K.-o.-Sieg. Tatsächlich kam er in den letzten beiden Runden noch einmal etwas auf, während Kadiru passiver wurde, doch am Geschehen änderte dies nur noch wenig. Am Ende ging ein eher actionarmer Kampf über die volle Distanz von zehn Runden, den Kadiru jedoch mit seinen Fundamentals überwiegend gut kontrollierte.

So sahen es schließlich auch die Punktrichter, die Kadiru den verdienten Punktsieg mit 98:92, 97:93 und 96:94 einstimmig zusprachen.

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