
Eine krachende Wendung sollte in der letzten Runde Petar Milas zum vorzeitigen Sieg über Granit Shala führen.
Mit besonderer Spannung wurde das Co-Mainevent des Abends in der Rudolf Weber Arena in Oberhausen erwartet. Auf der Undercard von Agit Kabayel kam es zum IBF-International-Titelkampf zwischen Granit Shala (18–2) und Petar Milas (20–1). Beide Boxer wiesen im Vorfeld eine ähnliche Kampfbilanz auf und erschienen auf dem Papier nahezu gleich stark. Wenig verwunderlich also, dass die Wettquoten den Kampf praktisch mit 50/50 bewerteten.
Milas galt im Vorfeld als der Puncher. Shala hingegen war für seine gute boxerische Grundausbildung bekannt, da er im Superschwergewicht zu den besten Boxern Deutschlands zählte. Doch die Nervenstärke war stets ein Thema bei Shala: Würde er diese bei einem solch vielbeachteten Event im Griff haben – oder würde Milas dies zu seinem Vorteil ausnutzen können?
Milas sichert sich den krachenden KO-Erfolg in der letzten Runde

Der Kampf begann in der ersten Runde sehr explosiv. Shala schlug, Milas ließ sich in die Seile fallen – war er etwa schon angeschlagen? Wohl kaum, denn kurz darauf schlug Milas eine wuchtige Hand und traf damit. Die erste Runde war ausgeglichen, beide Boxer hatten ihre Momente. Shala boxte durchaus taktisch smart. Er ließ seinen guten Jab spielen und wartete auf direkte Konter, wenn Milas zum Angriff ansetzte. Dies führte dazu, dass Milas, selbst wenn er traf, nur zu selten nachsetzte.
Dennoch hatte der Kroate stets seine Momente und Runden, die er womöglich auch für sich entscheiden konnte. So kam er beispielsweise in der fünften und sechsten Runde teilweise sehr gut durch. Der Kampf wurde allerdings erst auf der Zielgeraden entschieden, und auf den Scorecards musste man Granit Shala vor der zehnten Runde vermutlich vorne sehen.
Die zehnte Runde sollte jedoch alles Vorherige komplett auf den Kopf stellen. Eine brutale Rechte fällte Shala, der tapfer wieder aufstand, aber bereits sehr erschöpft erschien. Der Ringrichter ließ den Kampf noch einmal weiterlaufen, Milas setzte daraufhin beherzt nach und traf mehrfach mit der harten Rechten. Shala wackelte durch den Ring, und Milas blickte zum Referee, damit dieser endlich einschreiten würde – eine Situation, die man einst von Vasyl Lomachenko gegen Richard Commey sah. Der Referee entschied sich jedoch nicht zu handeln, Milas setzte entsprechend nach, und Shala ging ein zweites Mal hart zu Boden. Damit war der Kampf vorbei. Im Nachgang muss man das Weiterlaufen sehr kritisch betrachten.
Fides Sports-Schützling Peter Milas schockt somit Granit Shala in einem dramatischen Kampf und sichert sich den krachenden Last-Minute-Erfolg. Für Shala ist die Niederlage umso bitterer, da er durchaus einen guten Kampf gemacht hat, für den er nicht belohnt wurde.















Unterhaltsamer Boxabend, aber die Leisung der Ringrichter war unterirdisch..
3 mal zu früh und ein mal zu spät abgebrochen..
Katastrophal schlecht..
Danke Petar!
Ohne Dich wäre diese Boxveranstaltung die reinste Farce geworden. Ringrichter absolute Pfeifen!
Erst brechen sie viel zu früh ab, und bei Petar wollten Sie den Gegner über die Zeit retten um ihn nach Punken zu verschaukeln🤣.Das geht seit 30J.
so, kein großer Kampf wird nach Deutschland kommen.