Der Hauptkampf heute in Montréal: Albert Ramirez vs. Lerrone Richards.
4 Titelkämpfe finden heute in Kanada statt, darunter die WBA-Interimsweltmeisterschaft im Halbschwergewicht – live auf DAZN.
In der heutigen Nacht steigt im Casino Montréal ein weiteres Box-Event der kanadischen Nummer-1-Promotion Eye of the Tiger (EOTT). Mit namhaften Verpflichtungen, darunter auch der in Berlin lebende Kubaner Osleys Iglesias, hat sich EOTT in den vergangenen Jahren einen großen Namen im internationalen Boxsport gemacht. Auch am heutigen Donnerstag werden wieder prominente Akteure zu sehen sein. Insgesamt stehen vier Titelkämpfe auf dem Programm.
Im Hauptkampf wird um die WBA-Interimsweltmeisterschaft im Halbschwergewicht geboxt. Albert Ramirez (22-0, 79,2 kg) steht kurz vor einem großen WM-Kampf und möchte mit der ersten Verteidigung seines Interimstitels einen weiteren entscheidenden Schritt nach vorne machen. Er trifft auf den ehemaligen IBO-Titelträger Lerrone Richards (19-1, 79,2 kg), der als starker Mover gilt. Im kleinen Ring in Kanada dürfte es Richards gegen den aggressiven Ramirez jedoch äußerst schwer haben.
Imam Khataev steht im Co-Main-Event
Imam Khataev vs. Mickael Diallo.
Ebenfalls im Halbschwergewicht findet das Co-Main-Event statt. Dort verteidigt Imam Khataev (11-1, 79,2 kg) seinen NABF-Titel gegen den Franzosen Mickael Diallo (21-2-2, 77,8 kg). Khataev gilt als einer der stärksten Männer seiner Gewichtsklasse und verlor gegen David Morrell nur umstritten nach Punkten. Zuletzt bezwang er Adam Deines überzeugend durch TKO in der dritten Runde und geht entsprechend als haushoher Favorit gegen den zuletzt wenig aktiven Diallo in den Kampf.
Puncher-Prospect Jhon Orobio kämpft um zwei Titel
Jhon Orobio vs. Jonathan Montrel.
Ein besonders heißes Prospect bei EOTT ist der 22-jährige Kolumbianer Jhon Orobio (17-0, 63,3 kg). 15 seiner 17 Siege holte er vorzeitig und stoppte zuletzt auch mehrere solide Gegner. Nun kämpft er um den WBA- und WBC-Continental-Americas-Titel gegen den US-Amerikaner Jonathan Montrel (19-4, 62,7 kg), der als klarer Außenseiter gilt. Immerhin garantiert Montrel in der Regel einige Runden im Ring, was er auch in seinem letzten Kampf gegen den schlagstarken Emiliano Vargas bewies, als er über die volle Distanz von zehn Runden ging.
Dzmitry Asanau fordert Ex-Weltmeister Roger Gutierrez heraus
Dzmitry Asanau vs. Roger Gutierrez.
Im Leichtgewicht wird außerdem der ehemalige Universum-Schützling Dzmitry Asanau (12-0, 61,1 kg) zu sehen sein. Der Weißrusse, der mittlerweile in Dubai lebt, gilt als Weltklasse-Techniker und konnte insbesondere physisch seit seinem Wechsel nach Kanada noch einmal zulegen. Er verteidigt heute seinen IBF-InterConti- sowie seinen WBC-Continental-Titel gegen den venezolanischen Ex-Weltmeister Roger Gutierrez (29-7-1, 61,1 kg). Gutierrez konnte sich 2021 den WBA-Titel im Superfedergewicht sichern und möchte sich mit einem Upset in Kanada erneut für große Titelkämpfe empfehlen.
DAZN überträgt den Kampfabend ab 0:30 Uhr
Fightcard: Ramirez vs. Richards.
Vier weitere Kämpfe werden ebenfalls in der heutigen Nacht in Montréal ausgetragen. Mittlerweile ist der Streamingdienst DAZN offizieller Übertragungspartner von EOTT, sodass das Event ab 0:30 Uhr live auf DAZN verfolgt werden kann.
Für die Nachwuchsboxer des 1. Box-Club Frankenthal steht in dieser Woche eine wichtige Bewährungsprobe an.
Bei den Deutschen U19-Meisterschaften im olympischen Boxen in Warnemünde treffen vom 2. bis 6. Juni die besten Nachwuchsathleten Deutschlands aufeinander. Für viele Talente gilt das Turnier als wichtige Standortbestimmung auf dem Weg in die nationale Spitze und in Richtung Nationalmannschaft.
Mit Atakan Ari und Jean-Pierre Störtzer schickt der 1. BC Frankenthal zwei Athleten an die Ostsee, die sich ihre Nominierung durch starke Leistungen verdient haben.
Besonders im Fokus steht Cruisergewichtler Atakan Ari. Der amtierende Vize-Deutsche Meister und zweifache Landesmeister gehört seit Jahren zu den Aushängeschildern des Frankenthaler Nachwuchses. Nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den letzten nationalen Titelkämpfen möchte er nun den nächsten Schritt machen. Sein Ziel in Warnemünde ist klar: der Einzug ins Finale und der Kampf um den deutschen Meistertitel.
Für Jean-Pierre Störtzer wird die Deutsche Meisterschaft eine besondere Premiere. Der Frankenthaler wurde nach starken Auftritten auf internationaler Ebene für die nationalen Titelkämpfe nominiert. Bereits bei internationalen Turnieren konnte er Medaillen gewinnen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Nun möchte er sich erstmals auf der größten nationalen Bühne seiner Altersklasse beweisen und sein Potenzial gegen die besten Nachwuchsboxer Deutschlands unter Beweis stellen.
Dass gleich mehrere Athleten des Vereins auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich sind, kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren leistet das Trainerteam um Andreas Riedel kontinuierliche und erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Die Entwicklung der Frankenthaler Boxer zeigt sich regelmäßig bei Landesmeisterschaften, Deutschen Meisterschaften und internationalen Einsätzen.
Zu den aktuellen Leistungsträgern des Vereins gehört auch Halbmittelgewichtler Ulas Yilmaz. Der zweifache Landesmeister und Vize-Deutsche Meister startet inzwischen im Elitebereich und wird in diesem Jahr sowohl bei den U23- als auch bei den Elite-Deutschen Meisterschaften erwartet. Internationale Erfahrung sammelte er bereits für die deutsche Nationalmannschaft beim Brandenburg-Cup, wo er die Bronzemedaille gewann. Erst vor wenigen Tagen unterstrich er seine starke Form mit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften.
Auch Leonard Piller sorgte zuletzt für Schlagzeilen. Der Mittelgewichtler sicherte sich bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften den Titel und feierte gemeinsam mit Ulas Yilmaz einen doppelten Gold-Erfolg für den Verein. Elite-Deutscher Meister Nicolas Dietrich setzt ebenfalls weiterhin sportliche Akzente und machte zuletzt mit einem erfolgreichen MMA-Debüt auf sich aufmerksam.
Im Frauenbereich verfügt der 1. BC Frankenthal mit Melissa Stilgenbauer über eine weitere nationale Spitzenathletin. Die mehrfache Elite-Deutsche Meisterin bereitet sich derzeit auf den internationalen European Fusion Cup vor, der Ende Juni in Kaufbeuren ausgetragen wird.
Nun richtet sich der Blick jedoch nach Warnemünde. Dort wollen Atakan Ari und Jean-Pierre Störtzer die starke Entwicklung des 1. BC Frankenthal bestätigen und sich mit den besten Nachwuchsboxern Deutschlands messen. Gleichzeitig unterstreicht die breite Anzahl erfolgreicher Athletinnen und Athleten einmal mehr die hervorragende Arbeit des Vereins, der sich seit Jahren als feste Größe im deutschen Amateurboxsport etabliert hat.
Möchte am Samstag in Falkensee für Furore sorgen, Armend Hasani Bunjaku.
Nach einer bitteren kurzfristigen Absage ist Hasani Bunjaku umso entschlossener am Samstag den Titel in Falkensee gegen Jan Meiser zu gewinnen.
Am Samstag findet die zehnte Veranstaltung von Kuc Boxing Promotions statt. Zum Jubiläum hat sich die Promotion etwas Besonderes einfallen lassen und präsentiert gleich vier Titelkämpfe in der Stadthalle Falkensee. Darunter befindet sich auch ein spannender BDB-International-Titelkampf im Superweltergewicht, bei dem Jan Meiser (19-2-1) seinen Gürtel gegen den Herausforderer Armend Hasani Bunjaku (9-2) verteidigt.
Ein brisantes Duell mit Vorgeschichte, denn bereits im vergangenen Februar sollte dieser Titelkampf in Berlin stattfinden. Doch nur wenige Tage vor der Veranstaltung folgte die Hiobsbotschaft für Hasani Bunjaku: Meiser habe sich verletzt und der Kampf könne nicht stattfinden. Eine lange Vorbereitung lag bereits hinter ihm und das Gewicht für die Waage war mühsam erreicht worden. Plötzlich schien all dieser Aufwand vergeblich gewesen zu sein.
Was macht ein solches Erlebnis mental mit einem Kämpfer? Und verleiht es möglicherweise zusätzliche Motivation für die nun bevorstehende Gelegenheit, den Titelkampf am Samstag unbedingt gewinnen zu wollen? Das verrät Armend Hasani Bunjaku im exklusiven Boxen1-Interview vor dem Kampf.
Das Boxen1-Interview mit Armend Hasani Bunjaku
Hallo Armend, in wenigen Tagen steht dein Titelkampf an. Wie fühlst du dich?
Hasani Bunjaku: Grüße dich, bei mir ist alles gut soweit. Fühlen tue ich mich auch sehr gut. Das Training und die Vorbereitung sind sehr gut gelaufen. Jetzt noch das Gewicht etwas regulieren, dann sollte alles passen.
Wie verlief deine Vorbereitung? Nimm uns mal mit.
Die Vorbereitung lief relativ nach Plan, auch dadurch, dass ich davor schon etwas Vorbereitung hatte. Leider wurde der Kampf ja dann durch eine Verletzung von Jan abgesagt. Da konnte ich natürlich auch etwas mitnehmen, um mich noch einmal ein bisschen besser darauf vorzubereiten. Also ich würde sagen, vom Gefühl her ist die Vorbereitung noch besser gelaufen und ich fühle mich auf jeden Fall noch besser als beim letzten Mal.
Du sprichst diese Kampfabsage an. Ihr hättet ja eigentlich schon im Februar kämpfen sollen, es wurde dann ganz kurzfristig abgesagt. Wie hat sich das für dich nach einer langen Vorbereitung angefühlt?
Ja, das war natürlich ziemlich hart, da ich an diesem Tag mein Gewicht auch hatte. Ich brachte schon am Donnerstag mein Gewicht und am Freitag wäre ja erst die Waage gewesen. Da hatte ich vorgehabt, das Gewicht zu halten.
Dann, zwei Stunden nachdem ich mein Gewicht erreicht hatte, kam diese schlechte Nachricht, dass Jan sich angeblich verletzt hat. Ich sage das so, wie es ist: angeblich verletzt. Denn kurz vor einem Kampf macht man jetzt nicht mehr so viel. Da fährt man ein bisschen runter, sodass man einfach nur noch sein Gewicht erreicht und sich etwas erholt. So viel rausholen kann man da jetzt nicht mehr in der einen Woche davor. Oder sie haben einfach versucht zu schauen, ob es wieder besser wird. Aber das war für mich natürlich ziemlich schlecht.
Es wäre mir lieber gewesen, wenn sie eine Woche vorher abgesagt hätten
Armend Hasani Bunjaku
Scheinbar war Meiser zuvor schon angeschlagen und man hat bis zuletzt noch versucht, ihn für den Kampf fit zu kriegen.
Ja, es wäre mir lieber gewesen, wenn sie eine Woche vorher abgesagt hätten oder wenigstens ein paar Tage vorher, statt dass ich mich dann noch diese sechs, sieben Tage mit der Ernährung und dem Gewicht quäle. Das hätte ich auch meiner Familie ersparen können – die Sorge und alles. Aber okay, es ist so, wie es ist. Diese Woche findet der Kampf statt. Darüber freue ich mich auch, dass es doch noch geklappt hat.
Da muss ich auch noch einmal ein Kompliment an Almin Kuc und Avdyl Salihu aussprechen, die das noch einmal möglich gemacht haben, um den Titel zu kämpfen. Ich werde natürlich versuchen, mein Bestes zu geben, den Leuten einen richtig harten Kampf zu bieten und auch den Titel für meine Leute hier, die mich supporten, und meine Familie zu holen, die mich unterstützt – sowohl hier als auch im Kosovo. Da ist schon Druck, aber ich bin das gewohnt. Das wird kein Problem sein. Dieser Titel wird auf jeden Fall mit uns da rauskommen!
Stand für dich damals nach der Absage im Februar automatisch fest, dass du ein erneutes Angebot annehmen würdest?
Also von meiner Seite aus stand das schon fest. Warum nicht? Klar ist dann immer die Sorge da: Ey, nicht, dass das wieder passiert. Dann wären schon sechs Monate flöten gegangen, weil ich in der Zeit bestimmt noch einen Kampf hätte machen können.
Aber ich kann Avdyl Salihu gut vertrauen. Wenn er einmal sagt: „Hey Armend, das wird schon klappen“, dann habe ich vollstes Vertrauen, dass es auch so sein wird. Almin Kuc hat dann auch noch einmal alles versucht, in die Wege zu leiten, damit es so kommt. Und ja, bis jetzt sieht das alles gut aus.
Du sprichst Almin Kuc an, der mit seiner Kuc Boxing Promotion den Kampfabend ausrichten wird und als aufstrebender Promoter hierzulande gilt. Wie sehr freut es dich, auf so einem Event zu kämpfen?
Ja, es sind jetzt natürlich auch vier Titelkämpfe, und das ist immer etwas Besonderes. Das hatte ich vorher auch noch nicht. Es ist vielleicht nicht die größte Zuschauermenge, aber das ist eine Veranstaltung, die – so wie ich das sehe beziehungsweise von der letzten Veranstaltung kenne – Qualität hat.
Da sind auch bekannte Leute aus dem Boxen anwesend. Da freut man sich natürlich auch drauf, die mal live zu sehen. Aber aktuell liegt der Fokus nur auf dem Kampf. Natürlich ist eine schöne Show toll und alles, aber der Titel zählt, der Sieg zählt. Alles andere muss ich einfach ausblenden, um den Sieg nach Hause zu holen.
Falkensee ist nun nicht unbedingt bei dir um die Ecke. Kannst du am Samstag auf Support vor Ort zurückgreifen?
Beim letzten Mal war der Support ziemlich groß. Jetzt haben wir Anfang Juni, da fangen auch so ein bisschen die Urlaubszeiten an. Viele sind schon unterwegs. Es war auch für mich sehr schwer, wieder Urlaub zu nehmen. Da ich im Schichtbetrieb arbeite, war das alles nicht einfach. Es musste auch jemand für mich einspringen. Aber das konnte alles geklärt werden.
Viele andere sind jetzt natürlich auch etwas skeptisch gewesen, ob der Kampf tatsächlich stattfinden wird. Letztes Mal waren es ungefähr 30 Leute, jetzt sind wir bei etwa zehn Personen, die mitkommen. Aber das ist vollkommen in Ordnung. Ich denke, Support wird trotzdem da sein. Und durch meinen Kampfstil werde ich bestimmt auch noch guten Support von den Leuten vor Ort bekommen.
Ich bin sowieso ein K.-o.-Kämpfer. Ich will das Ding per K. o. gewinnen und fertig ist
Nächster Sieg von Armend Hasani Bunjaku am Samstag in Falkensee?
Du kämpfst am Samstag um den BDB-International-Titel gegen Jan Meiser. Wie wichtig ist dieser Kampf für deine Profikarriere?
Ja, für mich ist das natürlich ein wichtiger Kampf, auch dadurch, dass ich bereits zwei Niederlagen habe. Wobei ich den Kampf in Hannover nicht als Niederlage gesehen habe. Gegen Besir Ay hatte ich die Chance zu kämpfen und habe zehn Runden durchgeboxt, wobei ich mich auch vorne gesehen habe – und das war nicht nur meine Meinung.
Jetzt hoffe ich natürlich, dass das nicht wieder so ablaufen wird wie in Hannover und der wahre Sieger die Hand hochbekommt. Aber so weit wird es gar nicht kommen. Der Kampf wird vorzeitig beendet. Das werde ich auf jeden Fall hinkriegen. Dafür habe ich mich vorbereitet, damit die Entscheidung nur bei mir liegt.
Nichts gegen den BDB, aber ich bin sowieso ein K.-o.-Kämpfer. Ich will das Ding per K. o. gewinnen und fertig ist.
Meiser gilt als disziplinierter Boxer, der sehr gut auf Distanz kämpfen kann. Wie schafft man es, da wirklich gut ranzukommen?
Da will ich jetzt eigentlich nicht viel ausplaudern. Das sollte schon ein Geheimnis bleiben. Wir haben uns natürlich Gedanken darüber gemacht, wie wir es am besten machen. Aber dadurch, dass ich sowieso ein Offensivkämpfer bin und immer nach vorne gehe, muss ich mich nicht groß anpassen.
Natürlich werde ich nicht wie ein Traktor ohne Sinn und Verstand nach vorne marschieren. Wir haben genug Tricks, und das wird schon ganz gut klappen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das gut laufen wird.
Ich frage auch deshalb, weil Jan Meiser zuletzt gegen deinen albanischen Landsmann Alexander Kallashi gekämpft hat. Dieser ist ebenfalls ein Pressure Fighter und zehn Runden nach vorne marschiert, kam aber nie so richtig heran. Da fragt man sich schon, ob es bei dir ähnlich aussehen könnte.
Ja, den Kallashi-Kampf habe ich mir öfter angeschaut. Für mich sah das so aus, als hätte er etwas müde Beine gehabt. Vielleicht ist in der Vorbereitung kurz davor etwas schiefgelaufen. Ich glaube, das hätte er noch etwas besser machen können, wenn die Beine fitter gewesen wären.
Die haben aber ab der dritten Runde etwas abgeschaltet. Da sah ich das Problem, denn ansonsten war der Junge sehr, sehr fit. Ich muss ehrlich sagen: großen Respekt. Er hat bis zur letzten Sekunde gekämpft und alles gegeben.
Wenn du aber einen Gegner hast, der da einen Marathon läuft, wie es auch der Kommentator auf Fight24 gesagt hat, dann ist es natürlich schwierig. *lacht Aber wir werden das schon irgendwie verhindern und ihn zustellen.
Was spricht am meisten für dich, dass du sagst, du bist der Favorit im Kampf?
Wenn es so einfach wäre, würde ich sagen: mein Wille. Da spielt aber nicht nur der Wille eine Rolle. Bei Jan muss man aufpassen, dass er sich nicht zu schnell anpasst und seinen Rhythmus findet.
Ich muss schauen, dass ich ihn nicht in seinen Rhythmus kommen lasse oder ihn am besten so schnell wie möglich ausschalte. Ich bin sehr guter Dinge, dass ich das Talent besitze, sehr viel Druck zu machen und den Mann nicht in Ruhe zu lassen. Wie eine Zecke.
Was treibt dich abseits des Boxens an, Armend? Was ist dir dort wichtig?
Abseits des Boxens ist mir vor allem meine Familie wichtig. Ich lebe hier mit meiner Familie zusammen, mit meinen Brüdern in einem großen Haus, in dem jeder seine eigene Wohnung hat.
Natürlich auch die Freundschaft mit den Jungs und der Support. Dafür bin ich allen sehr dankbar. Aber ansonsten ist es die Familie. Ich habe selbst zwei Kinder, das dritte ist auf dem Weg. Da gibt es für mich nichts anderes als die Familie.
Wahrscheinlich sind deine Kinder noch sehr jung. Werden sie dennoch etwas vom Kampf ihres Vaters mitbekommen?
Ja, sechs und drei Jahre beziehungsweise fast sieben und vier Jahre. Die verstehen das schon ein bisschen. Die Große sowieso, bei der Kleinen geht das so.
Abschließende Frage: Warum sollte jeder Boxfan am Samstag deinen Kampf in Falkensee unbedingt anschauen?
Ja, wenn sie einen interessanten Kampf sehen wollen, bei dem Action garantiert ist, dann sollten sie ihn sich auf jeden Fall anschauen. Das kann ich alles bieten, so wie in meinen letzten Kämpfen auch.
Ich glaube, es gibt keinen Kampf, bei dem ich die Leute und die Halle nicht zum Beben gebracht habe. Die Zuschauer werden sich freuen, wenn sie mich dort kämpfen sehen. Langeweile ist bei mir ausgeschlossen – so viel kann ich auf jeden Fall garantieren!
Tickets auf Etix noch verfügbar – Fight24 überträgt am Samstag im PPV
Fightposter: KUC Boxing – Internationale Profibox-Gala Vol. 10
Die zehnte Internationale Profibox-Jubiläumsgala von Kuc Boxing Promotion findet am Samstag in der Stadthalle Falkensee statt. Neben dem BDB-International-Titelkampf zwischen Jan Meiser und Armend Hasani Bunjaku werden drei weitere hochkarätige Titelkämpfe ausgetragen.
So boxt beispielsweise der AGON-Sports-Schützling Paul Wall (11-0) um die IBF-Europameisterschaft im Superweltergewicht gegen Damiano Falcinelli (17-3-2). Mit Hamsat Shadalov (12-0) wird zudem ein weiterer AGON-Sports-Hoffnungsträger im Superfedergewicht um den BDB-International-Titel gegen den ebenfalls ungeschlagenen Kanan Huseynaliyev (12-0) antreten.
Im Hauptkampf des Abends boxt Publikumsliebling Alen Rahimić (4-0) um den BDB-International-Titel im Superleichtgewicht gegen Eduardo Bajak (8-1). Zahlreiche weitere Profikämpfe stehen ebenfalls auf dem Programm.
Für Granit Stein beginnt die heiße Phase seiner Karriere. Am 11. Juli steht der Schützling von Fides Sports Promotion in der Porsche-Arena Stuttgart keinem Geringeren als Felix Sturm gegenüber. Für den ehemaligen fünffachen Weltmeister im Mittel- und Supermittelgewicht wird es der letzte Profikampf seiner außergewöhnlichen Laufbahn sein. Für Stein hingegen könnte es der Abend werden, an dem er endgültig auf der großen Bühne des deutschen Boxsports ankommt.
Fides-Profi trifft am 11. Juli auf Boxlegende Felix Sturm – und will die Chance seines Lebens nutzen
Dass zwischen seinem letzten Kampf und dem Duell mit Sturm nur wenige Wochen liegen, sieht der 29-Jährige dabei nicht als Nachteil. „Das ist kein großes Problem für mich. Der Kampf mit Felix Sturm stand ja vorher fest. Ich bin fit und körperlich gut darauf eingestellt“, erklärt Stein.
Für die Herausforderung steigt der bisherige Supermittelgewichtler ins Halbschwergewicht auf. Auch darin sieht er keinen entscheidenden Faktor: „Das ist kein Riesensprung vom Supermittelgewicht ins Halbschwergewicht. Für diesen riesigen Kampf kann man das mal machen“, sagt Stein mit einem Lächeln. „Die Vorbereitung ist im Grunde die gleiche.“
Besonders macht das Duell die Geschichte hinter den beiden Boxern. Wie viele deutsche Nachwuchsboxer verfolgte auch Granit Stein über Jahre die Karriere von Felix Sturm, der als mehrfacher Weltmeister und einer der erfolgreichsten deutschen Profiboxer aller Zeiten gilt. „Felix Sturm ist eine Legende, mehrfacher Weltmeister und ein Vorbild für viele Boxer“, sagt Stein. „Jetzt ist aber eine andere Zeit, es ist meine Zeit. Ich will zeigen, dass ich oben mitmischen kann.“
Großer Abschiedskampf von Felix Sturm gegen Granit Stein.
Trotz aller Anerkennung für die Karriere seines Gegners steht für Stein fest, dass am Kampfabend keine Sentimentalitäten Platz haben werden: „Es ist ein besonderes Gefühl, gegen so einen Top-Mann im Ring zu stehen. Emotional ist aber jeder Boxkampf gleich. Ich motiviere mich immer wieder neu und bin voll konzentriert.“
Als das Angebot für den Kampf kam, musste Stein nicht lange überlegen. „Ich habe sofort Ja gesagt. So eine Chance bekommt nicht jeder. Ein großes Dankeschön an meinen Promoter Burim Sylejmani, der das Ganze eingefädelt hat.“
Während viele Beobachter den Kampf als große Abschiedsbühne für Felix Sturm betrachten, sieht Stein die Ausgangslage aus einer anderen Perspektive. „Bei diesem Kampf habe ich nichts zu verlieren. Ich kann nur gewinnen und ich werde gewinnen.“
Auch seinen viel diskutierten Satz „Ein Sturm kann einem Stein nichts anhaben“ ordnet er ein: „Das ist Selbstbewusstsein. Ich werde alles dafür geben, diese Chance zu nutzen und allen zu zeigen, dass ich bereit bin für solche Kämpfe.“
Gleichzeitig kritisiert Stein die Entwicklung im Profiboxen, bei der häufig der Schutz der eigenen Bilanz im Vordergrund stehe: „Viele würden sich gar nicht trauen, gegen Felix Sturm in den Ring zu steigen, weil sie Angst haben, ihre positive Bilanz kaputt zu machen. Genau solche Kampfansetzungen braucht der Boxsport. Das belebt den Sport.“
Am 11. Juli trifft in Stuttgart eine deutsche Boxlegende auf einen Herausforderer, der seine große Chance gekommen sieht. Für Felix Sturm geht es um einen würdigen Abschied. Für Granit Stein um die Möglichkeit, seine eigene Geschichte zu schreiben.
Der Kampf verspricht nicht nur sportliche Spannung, sondern auch emotionale Momente: Auf der einen Seite eine Legende, die ein letztes Mal die Handschuhe schnürt. Auf der anderen ein hungriger Herausforderer, der die Chance seines Lebens nutzen will. Tickets sind erhältlich unter https://www.easyticket.de/veranstaltung/felix-sturm-one-last-dance/105756.
Rico Verhoeven (rechts) und Tony Yoka in die Top-15 der WBA aufgenommen.
Kurz vor wichtigen Kämpfen im Schwergewicht sorgt die aktuelle WBA-Rangliste für Diskussionen. Sowohl Olympiasieger Tony Yoka als auch Kickbox-Star Rico Verhoeven tauchen plötzlich unter den Top 15 des Weltverbandes der WBA auf.
WBA listet Yoka auf Rang 14 und Verhoeven auf Rang 15
Die World Boxing Association (WBA) hat ihre Schwergewichtsrangliste für Mai 2026 veröffentlicht. Dabei fällt auf, dass der Franzose Tony Yoka auf Rang 14 geführt wird, während der Niederländer Rico Verhoeven unmittelbar dahinter Platz 15 belegt. (World Boxing Association)
Besonders bei Tony Yoka sorgt die Platzierung für Aufmerksamkeit. Der Olympiasieger von Rio 2016 stand zuletzt sportlich nicht im Fokus der Weltspitze, erhält nun aber die Möglichkeit, am 11. Juli gegen WBA-Regular-Champion Murat Gassiev anzutreten. Der Titelkampf wurde erst vor wenigen Tagen offiziell bestätigt. Yoka reist mit einer Bilanz von 15-3-0 (12 KOs) nach Moskau und bekommt damit die Chance auf den größten Erfolg seiner bisherigen Profikarriere. (MMA Mania)
Murat Gassiev vs. Tony Yoka boxen um den regulären WM-Titel der WBA
Verhoeven profitiert von starkem Auftritt gegen Usyk
Auch die Aufnahme von Rico Verhoeven in die Rangliste wirft Fragen auf. Der langjährige Kickbox-Weltmeister bestritt erst kürzlich seinen zweiten Profikampf im Boxen und verlor dabei nach einer umstrittenen TKO-Entscheidung in Runde elf gegen Oleksandr Usyk. Trotz der Niederlage erhielt der Niederländer viel Lob für seine Leistung und wurde inzwischen sowohl von der WBC als auch von der WBA in deren Weltrangliste berücksichtigt. (Talksport)
Verhoeven lag gegen Usyk auf den Punktzetteln konkurrenzfähig im Rennen, ehe der Kampf in den Schlusssekunden der elften Runde abgebrochen wurde. Das Ergebnis sorgte anschließend für kontroverse Diskussionen innerhalb der Boxszene. (Reuters)
Tony Yoka bestreitet am Samstag den 11. Juli, in Russland, einen WM-Kampf um den regulären WM-Titel der WBA gegen Murat Gassiev.
Kritik an den Rankings
Das Portal World Boxing News bezeichnete insbesondere Yokas Aufnahme in die Top 15 als überraschend. Der Zeitpunkt ist auffällig, da die Platzierung unmittelbar vor seinem angesetzten WM-Kampf gegen Gassiev erfolgte, denn ohne Aufnahme unter den Top 15 könnte Yoka nicht um den regulären WBA-Titel im Schwergewicht zu boxen. Auch Rico Verhoevens Einstufung wird in Insiderkreisen heftig diskutiert, da der Niederländer lediglich zwei Profikämpfe im Boxen vorzuweisen hat, wobei er seinen zweiten Profikampf unwidersprochen verloren har, auch wenn das Ergebnis zu diskutieren wäre. (Facebook)
Unabhängig von der Kritik haben beide Athleten nun offiziell einen Platz in den Top-15 der WBA-Rankings, was heißt, dass nun beide um den WBA-Titel kämpfen dürften. Während Yoka bereits in wenigen Wochen, am 11. Juli, um einen WM-Gürtel kämpfen wird, hofft Verhoeven weiterhin auf einen erneuten großen Kampf im Schwergewicht.
Kommt es zum Rückkampf zwischen Usyk vs. Rico um den WBA-Titel?
Kommt es nun zum Revanche-Kampf zwischen Usyk vs. Rico um den WBA-Super-Champion-Titel im Schwergewicht?
Während die WBA es im Kampf vor den Pyramiden zwischen Usyk vs. Rico noch ablehnte diesen Kampf für Rico als WBA-WM zu sanktionieren, besteht nun ab sofort die Möglichkeit, dass nun ein schon im Gespräch stehende Revanche-Kampf zwischen den Beiden, eben durch die Aufnahme von Rico in die Top-Ten der WBA vom Weltverband als WM-Titelkampf der WBA sanktioniert würde.
Agit Kabayel. Foto: Torsten Helmke
Was hat die neue Einstufung von Rico Verhoeven mit den Möglichkeiten eines Titelkampfes von Agit Kabayel zu tun?
Für unseren deutschen WBC-Interims-Champion Agit Kabayel könnte sich nun eine neue Möglichkeit ergeben. Nachdem Agit inzwischen weit über einem Jahr auf seinen Pflichtherausforderungskampf gegen Usyk wartet, sieht es für viele Boxsportfans so aus, als wollte Usyk Kabayel als Gegner meiden. Inzwischen glaube auch ich nicht mehr daran, dass Oleksandr Usyk sich dem Druck der WBC stellt und als nächstens zum Kampf gegen Agit antritt. Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass es zum Kampf Usyk vs. Kabayel kommt. Ich glaube eher, dass Usyk den WBC-Titel aufgibt und künftig um den WBA-Titel in einem Rematch gegen Rico kämpft. Wenn dem so sein sollte würde Agit direkt vollständiger Weltmeister der WBC.
Hier ein YouTube-Video von 24/7 Boxing, dass erst nach der Veröffentlich des Boxen1-Berichts erschien und wahrscheinlich auf unserem Bericht basiert.
Oleksandr Usyk steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Nach seiner Titelverteidigung gegen Rico Verhoeven hat der WBC nun unmissverständlich klargestellt, dass als Nächstes Pflicht Herausforderer Agit Kabayel an der Reihe ist. Andernfalls droht dem Ukrainer der Verlust seines WBC-Gürtels.
WBC besteht auf Pflichtverteidigung gegen Kabayel
Die Diskussionen um einen möglichen Rückkampf zwischen Oleksandr Usyk und Rico Verhoeven haben von Seiten des World Boxing Council einen deutlichen Dämpfer erhalten. WBC-Präsident Mauricio Sulaiman stellte klar, dass der Schwergewichtsweltmeister seinen Titel als Nächstes gegen den offiziellen Pflichtherausforderer Agit Kabayel verteidigen muss.
Der deutsche Schwergewichtler hält seit Februar 2025 den Status des Interim-Weltmeisters und ist damit die Nummer eins der WBC-Rangliste. Bereits vor Usyks freiwilliger Titelverteidigung gegen den Kickbox-Star Rico Verhoeven hatte der Verband festgelegt, dass Kabayel anschließend seine Chance auf den WM-Titel erhalten soll.
Sulaiman bekräftigte nun gegenüber Sky Sports, dass an dieser Entscheidung nicht gerüttelt werde. Die freiwillige Titelverteidigung gegen Verhoeven sei genehmigt worden, nun müsse jedoch die angesetzte Pflichtverteidigung folgen.
Rückkampf gegen Verhoeven aktuell keine Option
Nach dem umstrittenen Ende des Kampfes zwischen Usyk und Verhoeven in Ägypten wurden Stimmen laut, die einen unmittelbaren Rückkampf fordern. Der WBC macht jedoch deutlich, dass ein weiteres Duell der beiden aktuell nicht zur Debatte steht.
Sollte Usyk dennoch einen anderen Weg einschlagen wollen, müsste er auf seinen WBC-Titel verzichten. Der Ukrainer hält derzeit die WBC-, WBA-Super- und IBF-Weltmeisterschaften im Schwergewicht. Bereits im November 2025 hatte er seinen WBO-Gürtel niedergelegt und damit den Weg für einen neuen Titelträger freigemacht.
Wie der Verband im Falle eines Titelverzichts verfahren würde, ließ Sulaiman offen. Ob Kabayel automatisch zum regulären Weltmeister ernannt oder um den vakanten Titel boxen müsste, sei derzeit nicht entschieden.
Für Agit Kabayel dürfte die aktuelle Entwicklung jedenfalls ein positives Signal sein. Der Weltverband WBC hat seine Position unmissverständlich klargemacht: Wenn Usyk seinen Titel behalten will, führt am deutschen Pflichtherausforderer kein Weg vorbei. Endlich!
Agit Kabayel hat sich mit einer klaren Botschaft an Schwergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk gewandt.
Agit Kabayel erhöht den Druck auf Usyk: „Lasst uns den Kampf machen“
Der WBC-Interimsweltmeister fordert in einem aktuellen Video auf Instagram die Umsetzung eines möglichen Titelkampfes und bringt zugleich die Zukunft der Gewichtsklasse ins Spiel.
Nach längerer Zurückhaltung hat sich Agit Kabayel nun öffentlich zu Wort gemeldet. In einem Instagram-Post richtete der ungeschlagene Bochumer eine direkte Botschaft an WBC-, WBA- und WBO-Weltmeister Oleksandr Usyk.
„Ich war lange genug ruhig. Jetzt ist es Zeit, die Pferde anzutreiben“, schrieb Kabayel und machte deutlich, dass er den nächsten Schritt im Schwergewicht gehen möchte.
Der 32-Jährige verwies darauf, dass sowohl das World Boxing Council (WBC) als auch die Fans einen Kampf gegen Usyk sehen wollten. Zudem erinnerte er daran, dass der Ukrainer einer möglichen Begegnung bereits im Ring zugestimmt habe. „Usyk, lass es uns möglich machen“, forderte Kabayel. Gleichzeitig erhöhte er den Druck auf den Champion: Sollte es nicht zum Kampf kommen, solle Usyk den WBC-Titel niederlegen und damit der nächsten Generation die Chance geben, um die Krone zu kämpfen. Mit seiner Ansage untermauert Kabayel einmal mehr seinen Anspruch auf einen WM-Kampf.
Im Video kommen auch Kabayels Manager Spencer Brown, Promoter Frank Warren (Queensberry) und Trainer Sükrü Aksu zu Wort. Auch eine Fortsetzung ist angekündigt – ob es dann neue Informationen geben wird?
Als WBC-Interimsweltmeister gilt der Deutsche als einer der aussichtsreichsten Herausforderer im Schwergewicht. Ob es tatsächlich zu einem Duell mit Usyk kommt, bleibt jedoch weiterhin offen. Doch falls der Kampf wirklich kommen sollte, stehen die Chancen gut, dass er in Deutschland stattfinden wird.
Mit vier Titelkämpfen, zehn Profiduelle und zahlreichen ungeschlagenen Talenten präsentiert KUC Boxing Promotion am Samstag in Falkensee die bislang stärkste Veranstaltung der Unternehmensgeschichte.
Vier Titelkämpfe: Jubiläumsgala mit hochkarätiger Fight Card
Am 6. Juni steigt in der Stadthalle Falkensee die 10. Internationale Profi-Box-Gala von KUC Boxing Promotion. Was einst als regionales Projekt begann, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im deutschen Profiboxsport entwickelt. Zum Jubiläum setzt Promoter Almin Kuc vor allem auf sportliche Qualität und ausgeglichene Paarungen.
„Für uns steht der sportliche Wert immer im Vordergrund. Wir wollen Kämpfe zeigen, bei denen beide Boxer gewinnen können und bei denen die Zuschauer vom ersten bis zum letzten Gong mitfiebern. Genau das macht den Boxsport aus“, erklärt Kuc vor der Veranstaltung.
Mit insgesamt vier Titelkämpfen, darunter drei Duelle um die Internationale Deutsche Meisterschaft des BDB sowie ein Kampf um einen IBF-European-Titel, erwartet die Zuschauer eine der stärksten Fight Cards des Jahres im deutschen Boxsport – vor allem was die Paarungen angeht.
Alen Rahimic vor größter Herausforderung seiner Karriere
Im Hauptkampf des Abends kämpft der Berliner Alen Rahimic (4-0) um seinen ersten Profititel. Der ungeschlagene Rahimic trifft auf Eduardo Bajak (8-1) und boxt um die vakante Internationale Deutsche Meisterschaft im Superleichtgewicht.
Während Rahimic als eines der vielversprechenden Talente im KUC-Stall gilt, bringt Bajak deutlich mehr Profierfahrung mit. Für den Berliner wird der Titelkampf damit zugleich die bislang größte Bewährungsprobe seiner noch jungen Laufbahn. Mit dem Aufstieg ins Superleichtgewicht verlässt Rahimic zudem seine eigentliche Gewichtsklasse, das Superfedergewicht.
Ebenfalls um die Internationale Deutsche Meisterschaft geht es im Superweltergewicht zwischen Jan Meiser (19-2-1) und Armend Hasani (9-2). Beide Boxer gelten als offensivstark und dürften für einen actionreichen Titelkampf sorgen. Sollte Meiser siegen, wäre ein innerdeutsches Duell gegen den ebenfalls auf der Card stehenden Berliner Paul Wall interessant, sofern auch dieser gewinnt.
Paul Wall boxt um den IBF-European-Titel
Paul Wall – Foto: Luan Kurtisi / Get Hype
Den dritten Titelkampf des Abends bestreiten Paul Wall (11-0) und der Italiener Damiano Falcinelli (17-3-2). Auf dem Spiel steht der vakante IBF-European-Titel.
Wall, bei AGON Sports unter Vertrag, will den nächsten Schritt in Richtung internationale Spitze machen. Mit Falcinelli wartet jedoch ein erfahrener Europäer, der bereits zahlreiche anspruchsvolle Kämpfe bestritten hat und als gefährlicher Prüfstein gilt.
Shadalov gegen Huseynaliyev: Ungeschlagen gegen ungeschlagen
Foto: Luan Kurtisi
Besondere Aufmerksamkeit erhält auch das vierte Titel-Duell zwischen AGON-Profi Hamsat Shadalov (12-0) und Kanan Huseynaliyev (12-0). Beide Boxer haben bislang jeden ihrer Profikämpfe gewonnen und kämpfen um den vakanten Internationalen Deutschen Meistertitel im Superfedergewicht.
Wenn zwei ungeschlagene Athleten aufeinandertreffen, ist Spannung garantiert. Für den Sieger könnte sich zudem die Tür zu größeren Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene öffnen. Dass einer der beiden die 0 verliert, ist fast sicher!
Auch die Undercard verspricht spannende Duelle
Neben den Titelkämpfen bietet die Veranstaltung weitere interessante Begegnungen. Im Cruisergewicht trifft der ungeschlagene Melvin Kahrimanovic (4-0) auf den Ungarn Csaba Nemeth (5-6), während Halbschwergewichtler Chamseddine Lemjid (13-0) gegen Kristof Kovacs (9-8-1) in den Ring steigt.
Im Superweltergewicht bekommt es Gurgen Hambardzumyan (8-0) mit Dimitri Tsiklauri (3-6) zu tun. Cruisergewichtler Emilio Antonio Alvarez (4-0) trifft auf Martin Orsuliak (2-1). Darüber hinaus stehen Darian Strehse (3-0) und Lukas Miko (0-1) im Superleichtgewicht gegenüber. Den Auftakt der Veranstaltung bildet das Profidebüt von Khamza Katciev gegen den erfahrenen Ruben Movsesiani (14-32-1) im Weltergewicht.
Mit zehn Profikämpfen, vier Titelduellen und einer Mischung aus etablierten Namen und aufstrebenden Talenten setzt KUC Boxing Promotion bei ihrer Jubiläumsveranstaltung ein deutliches Ausrufezeichen.
Die 10. Internationale Profibox-Gala verspricht einen langen und abwechslungsreichen Boxabend, bei dem sich einige der spannendsten deutschen Nachwuchsboxer für höhere Aufgaben empfehlen wollen.
Am kommenden Samstag stehen zwei vielversprechende AGON-Profis vor wichtigen Karriereschritten. Bei der 10. Internationalen Profibox-Gala von Promoter Almin Kuc in Falkensee kämpfen Hamsat Shadalov und Paul Wall um bedeutende Titel und wollen ihre starke Entwicklung der vergangenen Monate bestätigen.
Hamsat Shadalov im Duell der Unbesiegten gegen Kanan Huseynaliyev
Für Hamsat Shadalov geht es um die Internationale Deutsche Meisterschaft im Superfedergewicht. Der ungeschlagene Berliner trifft dabei auf den ebenfalls noch unbesiegten Kanan Huseynaliyev, der mit zwölf Siegen aus zwölf Kämpfen aus Magdeburg anreist. Es ist ein Duell zweier ambitionierter Boxer, die ihre makellose Bilanz verteidigen wollen.
Die Vorbereitung auf seinen 13. Profieinsatz absolvierte Shadalov gemeinsam mit seinem Teamkollegen und langjährigen Freund Paul Wall im AGON Gym auf Mallorca. Dort wurde unter optimalen Bedingungen trainiert und mit hochwertigen Sparringspartnern gearbeitet.
„Die Vorbereitung lief optimal. Wir hatten auf Mallorca sehr gute Sparringspartner und konnten uns perfekt vorbereiten. Mein Gegner hat zwölf Kämpfe und zwölf Siege, das ist ein erfahrener Mann. Ich denke, das wird für die deutschen Boxfans ein sehr interessanter Kampf. Aber ich werde meine Null nicht abgeben!“, zeigt sich Shadalov selbstbewusst.
Besonders freut sich der AGON-Boxer auf die Atmosphäre in der Heimat: „Wir freuen uns, wieder in der Region vor unserer Familie und unseren Freunden zu boxen. Solche Kämpfe vor den eigenen Leuten sind immer etwas Besonderes.“
Paul Wall boxt um EM-Titel der IBF gegen starken Italiener Damiano Falcinelli
Für Paul Wall wartet die bislang größte Herausforderung seiner noch jungen Profikarriere. Der Berliner boxt in seinem 12. Profikampf gegen den erfahrenen Italiener Damiano Falcinelli um den IBF-Europe-Titel im Superweltergewicht. Falcinelli bringt die Bilanz von 17 Siegen, drei Niederlagen und zwei Unentschieden mit und stand bereits mit zahlreichen namhaften Gegnern im Ring.
Wall, der zuletzt mit starken Leistungen überzeugte und seinen ersten internationalen Titel gewinnen konnte, sieht den Kampf als wichtigen Prüfstein auf dem Weg nach oben: „Das ist ein echter Härtetest. Mein letzter Gegner war schon sehr erfahren, aber dieser hier bringt noch mehr Erfahrung mit und liefert immer harte Kämpfe. Genau solche Aufgaben brauche ich“, sagt Wall.
Für den AGON-Boxer geht es dabei nicht nur um seinen ersten großen europäischen Titel, sondern auch um ein wichtiges Signal an die Konkurrenz. „Ich freue mich riesig, dass ich jetzt um die Europameisterschaft kämpfen kann. Das ist mein erster richtig großer Titel auf europäischer Ebene. Ich möchte zeigen, dass ich das Potenzial habe, zur Weltspitze zu gehören.“
Entsprechend selbstbewusst blickt der Berliner dem Kampf entgegen: „Ich habe die beste Vorbereitung meiner bisherigen Karriere hinter mir. Wir sind top vorbereitet, ich bin zu hundert Prozent bereit und habe richtig Bock, am Samstag abzuliefern.“
Die Zusammenarbeit zwischen AGON Sports und Veranstalter Almin Kuc hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach für sportlich hochwertige Veranstaltungen gesorgt. Auch diesmal dürfen sich die Zuschauer in Falkensee auf zwei hochklassige Titelkämpfe mit AGON-Beteiligung freuen, bei denen wichtige Weichen für die weitere Karriere von Hamsat Shadalov und Paul Wall gestellt werden.
Dmitrii Bivol meldete sich nach 15-monatiger Ringpause erfolgreich zurück. Gegen Michael Eifert setzte sich der Halbschwergewichtsweltmeister Samstagabend deutlich nach Punkten durch und verteidigte erfolgreich seine Titel.
WBO sanktionierte den Kampf nicht!
Dmitrii Bivol hat am Samstagabend in der UMMC Arena in Jekaterinburg seine Titel der IBF, WBA, IBO und des Ring Magazine im Halbschwergewicht erfolgreich gegen Michael Eifert verteidigt. Nach zwölf einseitigen Runden setzte sich der 35-jährige Russe einstimmig nach Punkten durch. Alle drei Punktrichter werteten den Kampf mit 120:107 für den Champion.
Für Bivol war es der erste Auftritt seit 15 Monaten. Nach einer Rückenoperation kehrte der Ausnahmeboxer erfolgreich in den Ring zurück und stellte sich dem IBF-Pflichtherausforderer aus Bautzen. Eifert zeigte gegen einen der besten Pound-for-Pound-Boxer der Welt eine couragierte Leistung. Der 28-Jährige musste bereits in der ersten Runde einen Niederschlag hinnehmen, bewies jedoch großen Kampfgeist und fand zurück in das Duell.
An der Überlegenheit des Titelverteidigers änderte das jedoch nichts. Bivol kontrollierte das Geschehen mit seiner präzisen Beinarbeit, seinem exakten Jab und seiner technischen Klasse von Beginn an. Eifert hielt tapfer dagegen, konnte den Favoriten jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Bedrängnis bringen.
Beterbiev-Trilogie oder Benavidez-Duell?
Nach der erfolgreichen Titelverteidigung richtet sich der Blick nun auf Bivols nächsten Gegner. Naheliegend wäre ein dritter Kampf gegen seinen langjährigen Rivalen Artur Beterbiev. Die beiden Halbschwergewichts-Stars stehen nach ihren bisherigen Duellen bei einem Sieg pro Seite.
Eine weitere hochkarätige Option ist ein Aufeinandertreffen mit Mehrfachweltmeister David Benavidez. Der ungeschlagene US-Amerikaner gilt als einer der gefährlichsten Kämpfer im Halbschwergewicht. Ein Duell zwischen Bivol und Benavidez würde zu den attraktivsten Kämpfen zählen, die der Boxsport derzeit zu bieten hat.
Rückblick:
Roman Fress vs. Armend Xhoxhaj
Denis Radovan vs. Nijat Valiyev
Dmitrii Bivol vs. Michael Eifert
Guillermo Rigondeaux vs. Jose Velasquez
Yuriorkis Gamboa vs. Alexander Espinoza
Amanda Serrano vs. Cheyenne Hanson
Lourdes Juarez vs. Yokasta Valle
Stephanie Han vs. Holly Holm
Yesica Nery Plata vs. Brook Sibrian
O’Shaquie Foster vs. Raymond Ford
Adam Azim vs. Steve Claggett
Juergen Uldedaj vs. Austine Nnamdi
Vorschau:
Kanan Huseynaliyev vs. Hamsat Shadalov
Paul Wall vs. Damiano Falcinelli
Alen Rahimic vs. Eduardo Bajak
Jan Meiser vs. Armend Hasani
Melvin Kahrimanovic vs. Csaba Nemeth
Emilio Antonio Alvarez vs. Martin Orsuliak
Chamseddine Lemjid vs. Kristof Kovacs
Chris Billam-Smith vs. Ryan Rozicki
Jack Massey vs. Cheavon Clarke
News:
WBC ordnet Titelverteidigung für Weltmeister Noel Mikaelian gegen WBA und WBO-Champion David Benavidez an.
Agit Kabayel: „Oleksandr Usyk wird nicht gegen mich kämpfen!”
Murat Gassiev vs. Tony Yoka werden am 11. Juli in Moskau aufeinandertreffen.