Mittwoch, 15. Juli 2026
HERQUL-Gewinner BOXEN1
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Abschiedskampf von Oleksandr Usyk gegen Deontay Wilder?

Oleksandr Usyk könnte seinen Abschiedskampf in den USA bestreiten – und dabei auf Ex-Weltmeister Deontay Wilder treffen. Den US-Amerikaner hatte der ukrainische Schwergewichtsboxer bereits zuvor als Wunschgegner genannt.

Wilder offen für Duell mit Usyk

Oleksandr Usyk hatte in der vergangenen Woche seine drei Schwergewichtstitel (WBA-Super, WBC und IBF) niedergelegt und damit den Weg für eine Neuordnung der Gewichtsklasse freigemacht.

Der Ukrainer prägte sowohl das Cruiser- als auch das Schwergewicht und ist nach 25 Profikämpfen weiterhin ungeschlagen. Mit jeweils zwei Siegen über Tyson Fury, Anthony Joshua und Daniel Dubois etablierte sich der 39-Jährige als dominierende Figur der Königsklasse.

Bereits beim WBC-Kongress im Dezember in Bangkok hatte Usyk ein mögliches Duell mit Ex-Weltmeister Deontay Wilder ins Gespräch gebracht. Nun soll der „Bronze Bomber“ der Wunschgegner für den letzten Kampf seiner Karriere sein.

„Usyk hat bereits erklärt, dass er Deontay Wilder als den Gegner für seinen letzten Tanz sieht“, sagte Teamdirektor Sergey Lapin gegenüber der BBC.

„Wir befinden uns in direkten Gesprächen mit Zuffa Boxing auf höchster Ebene. Zu diesem Zeitpunkt wurden jedoch noch keine Vereinbarungen unterzeichnet.“

Auch Wilders Managerin Shelly Finkel zeigte sich offen für den möglichen Fight. „Wenn Deontay ein Kampf gegen Usyk angeboten wird, würde er ihn annehmen“, sagte sie der BBC.

Seit dem Verlust seines WBC-Weltmeistertitels gegen Tyson Fury im Februar 2020 konnte Wilder allerdings nicht mehr an seine frühere Dominanz anknüpfen. Nach der Niederlage im Rückkampf gegen Fury folgten weitere Pleiten gegen Joseph Parker und Zhilei Zhang. Zuletzt feierte der 40-Jährige im April einen knappen Erfolg gegen Derek Chisora, den er nach zwölf Runden durch ein geteiltes Punktrichterurteil bezwang.

Rückblick:

Patrick Korte vs. Eugen Buchmüller

William Scull vs. Evander Castillo

Vorschau:

 Felix Sturm vs. Granit Stein

Malek Semmo vs. Khamzat Musaev

Murat Gassiev vs. TBA

Artem Suslenkov vs. Joe Joyce

News:

Rückenverletzung bei Tony Yoka: WBA-WM gegen Murat Gassiev geplatzt.

Oleksandr Usyk ist „direkten Gesprächen“ mit Zuffa Boxing für Kampf mit Deontay Wilder.

Deontay Wilder würde einen Kampf gegen Oleksandr Usyk akzeptieren, wenn die Bedingungen fair sind.

Guido Vianello unterschreibt bei Queensberry Promotions.

Tyson Fury vs. Mariusz Wach am 24. Juli in Thailand.

Foto: Ring Magazine & Sky Sports, Bearbeitung: Boxpodcast

Schwergewichts-WM-Chance für Peter Kadiru gegen Murat Gassiev!

Peter Kadiru bekommt kurzfristig die größte Chance seiner Karriere: Der Hamburger Schwergewichtler soll am Samstag gegen Murat Gassiev um die WBA-Weltmeisterschaft boxen.

Kampf fix: Kadiru springt für verletzten Tony Yoka ein

Für Peter Kadiru von der Promotion Ringside Zone um Florian Winter kann es jetzt ganz schnell gehen: Der 29-jährige Hamburger erhält laut BILD-Informationen kurzfristig die Chance auf einen WM-Kampf im Schwergewicht. Kadiru soll am Samstag gegen WBA-Weltmeister Murat Gassiev antreten.

Der frühere Cruisergewichts-Weltmeister Gassiev war zuletzt von der WBA zum „vollwertigen“ Champion im Schwergewicht aufgewertet worden. Ursprünglich sollte der Russe gegen Tony Yoka boxen, doch der französische Olympiasieger fällt wegen einer Rückenverletzung aus. Dadurch öffnet sich für Kadiru überraschend die Tür zu einem Titelkampf, nachdem auch Joe Joyce im Gespräch war.

Für Kadiru wäre es der bislang wichtigste Kampf seiner Karriere. Der frühere Jugend-Olympiasieger von 2014 und U22-Europameister galt lange als eines der größten deutschen Schwergewichtstalente. In den vergangenen Jahren sammelte er zudem wertvolle Erfahrung als Sparringspartner von Weltklasseboxern wie etwa Anthony Joshua und Oleksandr Usyk.

Sportlich kommt die Aufgabe gegen Gassiev äußerst kurzfristig und unter schwierigen Bedingungen. Kadiru muss nach Russland reisen und dort gegen einen russischen Titelträger antreten. Gleichzeitig bietet sich ihm eine seltene Gelegenheit: Mit einem Sieg könnte er sich schlagartig in die Spitze der Schwergewichtsszene katapultieren und der zweite deutsche Schwergewichtsweltmeister werden, nachdem Agit Kabayel vom WBC vom Interims- zum vollwertigen Weltmeister aufgewertet wurde und nach 94 Jahren Max Schmeling beerbte.

Kurios ist der Zeitpunkt auch deshalb, weil Kadiru in der zuletzt veröffentlichten WBA-Top-15 noch nicht geführt wurde. Nach seinem Sieg gegen Senad Gashi am 15. Mai und dem Gewinn des WBA-Continental-Titels kam er nicht in Top 15 der Juni-Rankings. Da jedoch vermutlich keiner der aktuellen Top-15 Boxer kurzfristig zur Verfügung stand, hat die WBA nach Alternativen gesucht – und gefunden. Möglich wäre jedoch auch, dass man ihn in den noch nicht veröffentlichen Juli-Rankings platziert hätte.

Kadiru steht damit vor einer unerwarteten, aber enorm reizvollen Aufgabe. Als klarer Außenseiter hat er gegen den erfahrenen Gassiev wenig zu verlieren, aber alles zu gewinnen. Sollte ihm die Sensation gelingen, hätte Deutschland innerhalb kurzer Zeit einen weiteren Schwergewichtsweltmeister.

Granit Stein setzt vor Duell mit Felix Sturm alles auf eine Karte

Toklir Xhoxhaj, Granit Stein, Labinot Xhoxhaj

Es sind nur noch wenige Tage vor seinem größten Kampf als Profiboxer. Granit Stein die Weichen für den vielleicht entscheidenden Schritt seiner Karriere neu gestellt. Für das Duell gegen Box-Ikone Felix Sturm am 11. Juli in der Porsche Arena in Stuttgart hat Stein gemeinsam mit Fides Sports Promotion einen umfassenden sportlichen Neustart vollzogen – inklusive Trainerwechsel, neuem Trainingsstandort und einer komplett überarbeiteten Kampfstrategie.

Fides-Profi trifft am 11. Juli auf Boxlegende Felix Sturm – und will die Chance seines Lebens nutzen

Nach der umstrittenen Niederlage gegen Diego Carmona, die von vielen Beobachtern als äußerst knapp bewertet wurde, zog das Team um Stein die Konsequenzen. Statt am bisherigen Konzept festzuhalten, wurde die gesamte Vorbereitung neu aufgestellt: „Nach dem letzten knappen Kampf, den man durchaus auch anders hätte werten können, mussten wir unsere Taktik überdenken. Gemeinsam haben wir Granit nahegelegt, sich sportlich neu aufzustellen. Diese Veränderungen sollen am Ende der Schlüssel zum Erfolg gegen Felix Sturm sein“, erklärt Promoter Burim Sylejmani von Fides Sports Promotion.

Die Vorbereitung findet seit mehreren Wochen fernab der Öffentlichkeit in einem abgeschiedenen Trainingscamp im Schwarzwald sowie in den Bergen Frankreichs statt. Dort arbeitet Stein unter der Leitung seines neuen Trainers Toklir Xhoxhaj, der aktuell unter anderem den Europameister Labinot Xhoxhaj betreut.

Neben einem neuen Trainerteam wurden auch hochklassige Sparringspartner verpflichtet. Gleichzeitig analysierte das Team akribisch zahlreiche Kämpfe aus der langen Karriere von Felix Sturm, um einen taktischen Matchplan für den Abschiedskampf der deutschen Box-Legende zu entwickeln: „Felix Sturm ist eine Legende des deutschen Boxsports, und dafür hat er meinen größten Respekt. Aber wir konzentrieren uns nicht auf die Vergangenheit, sondern auf den 11. Juli in Stuttgart“, sagt Trainer Toklir Xhoxhaj.

„Seit einigen Wochen bereitet sich Granit Stein bei uns im Schwarzwald auf diesen Kampf vor. Er arbeitet extrem hart, ist hochmotiviert und entwickelt sich von Woche zu Woche weiter. Mit meinem Team und Europameister Labinot Xhoxhaj haben wir optimale Bedingungen geschaffen, um ihn körperlich, technisch und mental auf höchstem Niveau vorzubereiten.“

Für den neuen Cheftrainer steht fest, dass sein Schützling nicht als Statist im letzten Karrierekapitel des fünffachen Weltmeisters auftreten wird: „Wir wissen, welche Herausforderung Felix Sturm darstellt. Gleichzeitig wissen wir aber auch, welches Potenzial in Granit steckt. Deshalb fahren wir nicht nach Stuttgart, um Teil einer Abschiedsshow zu sein, sondern um einen großen Kampf zu liefern. Granit wird in der besten Form seiner Karriere in den Ring steigen und alles geben, um als Sieger hervorzugehen.“

Auch Stein selbst macht keinen Hehl daraus, mit welcher Zielsetzung er den Ring betreten wird. Der kurzfristig angenommene Kampf gegen einen der größten deutschen Boxer aller Zeiten war für ihn von Beginn an mehr als nur eine prestigeträchtige Chance.

Im Trainingslager wurde nichts dem Zufall überlassen. Jeder Aspekt der Vorbereitung wurde hinterfragt, neue Impulse gesetzt und das taktische Konzept speziell auf Sturm zugeschnitten. Das Team ist überzeugt, dass sich diese intensive Arbeit am Kampfabend auszahlen wird.

Die Fans dürfen sich damit nicht nur auf den emotionalen Abschied von Felix Sturm freuen, sondern auch auf einen Herausforderer, der alles daran setzt, der großen Karriere des Ex-Weltmeisters einen unerwarteten Ausgang zu geben. Stein reist mit großem Respekt nach Stuttgart, aber mit dem klaren Ziel, die wohl größte Überraschung seiner bisherigen Laufbahn zu schaffen.

Der Kampf verspricht nicht nur sportliche Spannung, sondern auch emotionale Momente: Auf der einen Seite eine Legende, die ein letztes Mal die Handschuhe schnürt. Auf der anderen ein hungriger Herausforderer, der die Chance seines Lebens nutzen will. Tickets sind erhältlich unter https://www.easyticket.de/veranstaltung/felix-sturm-one-last-dance/105756.

Text: Fides Sports Promotion

Felix Sturm: „Nach dem letzten Gong beginnt ein neues Kapitel“

Über drei Jahrzehnte lang bestimmte der Boxsport den Alltag von Felix Sturm. Trainingslager, Gewicht machen, Reisen rund um den Globus und der permanente Druck, auf den Punkt Höchstleistungen abzurufen – all das gehörte zu seinem Leben wie kaum etwas anderes. Doch wenn der ehemalige fünffache Weltmeister am 11. Juli in der Porsche-Arena ein letztes Mal in den Ring steigt, endet für ihn nicht nur eine außergewöhnliche Karriere. Es beginnt zugleich ein völlig neuer Lebensabschnitt.

Felix Sturms Abschiedsgala „One Last Dance“ am 11. Juli in der Porsche Arena Stuttgart

„Ich habe mein ganzes Leben dem Boxen gewidmet. Es gab Zeiten, da drehte sich wirklich alles um den Sport. Jetzt freue ich mich darauf, mehr Zeit für die Dinge zu haben, die in den vergangenen Jahren oft zu kurz gekommen sind.“

Allen voran steht dabei seine Familie: „Der Sport verlangt einem unglaublich viel ab, nicht nur körperlich, sondern auch privat. Trainingslager, Vorbereitung, Reisen, Wettkämpfe. Es gibt viele Momente, die man dadurch verpasst. Deshalb freue ich mich jetzt darauf, mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können.“

Auch wenn seine aktive Laufbahn endet, wird sich Felix Sturm dem Boxsport nicht vollständig entziehen. Dafür habe ihn diese Sportart zu sehr geprägt. „Boxen hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Deshalb werde ich dem Sport natürlich verbunden bleiben. Ich werde ihn nicht einfach hinter mir lassen.“

In welcher Form das künftig geschehen wird, lässt der fünffache Weltmeister bewusst offen. Fest steht jedoch: Seine jahrzehntelange Erfahrung möchte er weitergeben: „Es gibt viele junge Talente, die Unterstützung brauchen – sportlich, aber auch menschlich. Ich habe in meiner Karriere unglaublich viel erlebt. Wenn ich jungen Boxern dabei helfen kann, Fehler zu vermeiden oder ihren Weg besser zu gehen, dann mache ich das gerne.“

Für Felix Sturm war Boxen nie ausschließlich ein Wettkampf im Ring. Vielmehr habe ihn der Sport Werte gelehrt, die weit über den Boxsport hinausreichen. „Disziplin, Respekt, Durchhaltevermögen, das sind Dinge, die mich mein ganzes Leben begleitet haben. Gerade in schwierigen Situationen haben mir diese Eigenschaften geholfen. Deshalb bin ich dem Boxsport bis heute dankbar.“

Diese Erfahrungen möchte er künftig auch außerhalb des Rings weitergeben: „Nicht jeder wird Weltmeister. Aber jeder kann vom Sport etwas für sein Leben mitnehmen. Genau das möchte ich vermitteln.“

Obwohl der letzte Kampf immer näher rückt, verspürt Sturm keine Angst vor der Zeit danach: „Natürlich werde ich gewisse Dinge vermissen. Den Ringwalk, die Atmosphäre, das Adrenalin – das kann man nicht ersetzen. Aber ich gehe mit einem guten Gefühl. Ich weiß, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist.“

Gerade diese Gewissheit mache ihm den Abschied leichter. „Ich habe alles erreicht, wovon ich als junger Boxer geträumt habe. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Es gibt keinen Grund, traurig zurückzublicken. Viel wichtiger ist, voller Vorfreude nach vorne zu schauen.“

Wenn am 11. Juli in der Porsche-Arena zum letzten Mal der Gong für Felix Sturm ertönt, endet eine der erfolgreichsten Karrieren des deutschen Profiboxsports. Doch für den ehemaligen Weltmeister ist dieser Abend kein Schlusspunkt. „Das Boxen wird immer Teil meines Lebens bleiben. Aber jetzt beginnt ein neues Kapitel – eines, auf das ich mich genauso freue wie damals auf meinen ersten Profikampf.“

Der Kampfabend wird in Deutschland exklusiv auf BILDplus, in Bosnien exklusiv auf FACE TV sowie im Rest der Welt live bei DAZN übertragen.

Wer diesen besonderen Abend live erleben möchte, sollte nicht mehr lange warten. Die Nachfrage ist groß, viele der Tickets sind bereits verkauft. Seien Sie dabei, wenn Boxgeschichte geschrieben wird und eine der größten Karrieren des deutschen Boxsports ihren emotionalen Schlusspunkt findet.

Tickets gibt es unter: https://www.easyticket.de/veranstaltung/felix-sturm-one-last-dance/105756

Text: Sturm Boxing

Endrit Ademi siegt bei der Universum Boxing Night 19

Boxen: Universum Boxing Night #19, Hamburg, 04.07.2026
Endrit Ademi (GER) – Reinaldo Gonzalez (VEN)
© Torsten Helmke

Im Universum Gym in Hamburg fanden am Samstag zahlreiche Profiboxkämpfe statt, die live und kostenlos übertragen wurden.

Am Samstag lud Promoter Ismail Özen mit seiner Universum Box-Promotion zur inzwischen 19. Universum Boxing Night ein. Im hauseigenen Universum Gym in Hamburg stand ein sportliches Wochenende auf dem Programm, bei dem neben zahlreichen Amateurboxkämpfen am Samstag auch eine Profiboxveranstaltung stattfand. Insgesamt sieben Kämpfe kündigte Ringsprecher Raiko Morales an, die Matchmaker Marlon Esteban zusammengestellt hatte. Im Hauptkampf durfte sich dabei ein vielversprechendes Talent beweisen.

Endrit Ademi siegt erneut in der ersten Runde

Boxen: Universum Boxing Night #19, Hamburg, 04.07.2026
Endrit Ademi (GER) – Reinaldo Gonzalez (VEN)
© Torsten Helmke

Den Hauptkampf des Abends bestritt Endrit Ademi (2-0). Die Ademi-Brüder sind im Amateurboxen ein fester Begriff und konnten zahlreiche Erfolge in Aachen feiern. Entsprechend gespannt blickte man auf Endrits Profidebüt im Februar. Nun folgte am Samstag sein zweiter Kampf, in dem er auf den Venezolaner Reinaldo Gonzalez (26-16) traf.

Gonzalez kam zwar mit 26 Siegen nach Hamburg, allerdings auch mit 42 Jahren. Viel konnte der routinierte Veteran im Ring jedoch nicht mehr zeigen. Stattdessen wurde er bereits in der ersten Runde dreimal zu Boden geschickt und anschließend vom Ringrichter aus dem Kampf genommen. Ein souveräner Erfolg für Ademi, der sicherlich selbst gerne mehr von seinem Können im Ring gezeigt hätte.

„Ich war topfit. Wir wollen die Besten in Deutschland, die deutschen Gegner. Das kommt alles mit der Zeit“, versprach Endrit Ademi im Interview mit Blick auf die Zukunft.

„Wir trainieren sehr hart und es ist schade, wenn man nicht so viel zeigen kann. Die Leute kommen extra aus ganz Deutschland, um ihn zu sehen“, sagte „Coach Anil“, der die Ademi-Brüder trainiert und Großes prognostizierte. „Er wird aufgebaut, ist ein junger Sportler, 21 Jahre alt. Wir haben noch 15 gute Jahre vor uns. Die Leute werden 2027 richtig kennenlernen, wer Endrit und Ismet Ademi sind!“

Ben Adwubi siegt im Exhibition-Kampf und möchte sein Gewicht reduzieren

Boxen: Universum Boxing Night #19, Hamburg, 04.07.2026
Benjamin „Ben Fresh“ Adwubi (GER) – Dusko Vujicic (SRB)
© Torsten Helmke

Auch Schwergewicht Ben Adwubi (8-0) stand im Ring, allerdings unter veränderten Voraussetzungen. Der kurzfristige Ersatzgegner aus Serbien schien ebenfalls verhindert zu sein, weshalb man sich kurzfristig entschied, gegen Angel Barraza (5-3-1) einen Exhibition-Kampf auszutragen. Der Grund dafür war, dass Barraza am Vortag in Essen gestoppt worden war und somit keine Freigabe für einen sanktionierten Profikampf erhalten hätte.

Schaukampfcharakter hatte das Duell allerdings nicht, wie Adwubi gleich zu Beginn mit einem Niederschlag gegen Barraza bewies. Der Hamburger verfügte über enorme Größenvorteile und wusste diese auch physisch auszuspielen. Barraza versuchte beweglich zu bleiben und arbeitete mit dem Jab zum Körper, die harten Powerpunches kamen jedoch von Adwubi. Schließlich folgte in Runde drei ein wuchtiger rechter Haken zum erneuten Niederschlag. Barraza rappelte sich noch einmal auf, doch Adwubi setzte zum Körper nach und schickte den Kolumbianer erneut zu Boden. Es sollte der letzte Niederschlag bleiben, denn der Kampf wurde in Runde drei per TKO beendet.

„Ich habe mich vorbereitet und wie einige wissen, hat mein Gegner kurzfristig abgesagt. Er ist dann eingesprungen und hat auf jeden Fall Respekt dafür verdient“, lobte Adwubi seinen Kontrahenten Barraza und kündigte zugleich an, künftig an seinem Gewicht zu arbeiten. „Erstmal muss ich 15 Kilo abnehmen, weil ich gerade 128 wiege. Dann kann ich auch mehr zeigen.“

Tomasz Spychalski feiert ein erfolgreiches Profidebüt

Boxen: Universum Boxing Night #19, Hamburg, 04.07.2026
Thomas Spychalski (POL) – Ramiro Blanco (NIC)
© Torsten Helmke

Eines der zentralen Themen des Abends waren die drei Profidebüts von Boxern, die zuvor im ausgegliederten Verein Kampf deines Lebens im Amateurbereich aktiv gewesen waren. Einer davon war das polnische Halbschwergewicht Tomasz Spychalski (1-0), das sich mit dem routinierten Ramiro Blanco (19-58-5) messen sollte. Spychalski hatte im Vorfeld viel Lob für seine offensive Kampfführung erhalten und wollte diese auch bei den Profis gewinnbringend einsetzen.

Zunächst begann Spychalski jedoch eher verhalten und bewegte sich nervös durch den Ring, was durch eine frühe Hand von Blanco zum Kinn zusätzlich begünstigt wurde. Ab der zweiten Runde wurde Spychalski aber zunehmend offensiver und versuchte, den Kampf an sich zu reißen. Es entwickelten sich schöne Sequenzen im Infight, in denen beide Männer Treffer landeten. Das hohe Tempo machte sich in der vierten und letzten Runde bemerkbar. Die neue Distanz setzte Spychalski sichtbar zu, und er kämpfte sowohl mit seiner Kondition als auch mit Blancos Vorwärtsdrang, brachte den Kampf jedoch über die volle Distanz.

Es war vielleicht der beste Kampf des Abends. Die Punktrichter werteten schließlich einstimmig zugunsten von Spychalski, was durchaus in Ordnung ging.

„Es war mein erster Kampf. Ich hatte einen etwas anderen Plan, aber mein Gegner hatte viel Erfahrung. Ich musste die vier Runden kontrollieren“, sagte ein glücklicher Spychalski im Siegerinterview und sprach anschließend noch einen besonderen Dank aus. „Vielen lieben Dank an Marlon Esteban, der mir diese Möglichkeit gegeben hat. Ich glaube, wenn ich die nächsten Kämpfe und Schritte mache, dann komme ich hierhin!“, sagte er und riss demonstrativ den Arm nach oben.

„Tomasz hat die letzten Jahre bei unserem Amateurverein Kampf deines Lebens seine Amateurkämpfe bestritten. Dort ist er immer mit seinem außergewöhnlichen und spektakulären Kampfstil hervorgestochen. Deshalb dachten wir, dass nun die Zeit gekommen ist, ins Profilager zu wechseln“, erklärte Matchmaker Marlon Esteban.

Oleksandr Tishchenko auf den Spuren der Klitschkos

Boxen: Universum Boxing Night #19, Hamburg, 04.07.2026
Olksandr Tischenko (GER) – Laroly Botos (HUN)
© Torsten Helmke

Auch Oleksandr Tishchenko (1-0) hatte zuvor für Kampf deines Lebens geboxt und gab am Samstag sein Profidebüt. Der gebürtige Ukrainer lebt seit vielen Jahren in Deutschland und arbeitet als Box- und Fitnesstrainer. Entsprechend austrainiert stieg er in den Ring und wollte demonstrieren, dass er nicht nur Wissen vermittelt, sondern dieses auch selbst vorlebt.

Sein Kontrahent Karoly Botos (4-9) hatte auf Universum-Veranstaltungen bereits bewiesen, dass er über die Runden kommen kann. So lieferte er sich im Februar 2025 noch einen vielversprechenden Acht-Runden-Kampf mit Henry Grün. Am Samstag erwies sich Botos auf 74 Kilogramm jedoch als völlig überfordert und wurde bereits in der ersten Runde dreimal von Tishchenko zu Boden geschickt. Dieser dominierte seinen Gegner sowohl mental als auch physisch und stoppte ihn frühzeitig.

„Für mich war das ein historischer Moment, weil hier Wladimir und Vitali Klitschko ihre Karriere begonnen haben. Jetzt ist meine Zeit gekommen, und deshalb wollte ich mein Profidebüt unbedingt bei Universum geben. Ich bedanke mich herzlich bei Universum und Marlon für die Chance, die ich genutzt habe“, sagte Tishchenko nach seinem gelungenen Profidebüt.

„Oleksandr mag ich sehr gerne. Er ist nicht nur ein hervorragender Boxer, sondern auch ein hervorragender Sportler, der wirklich sehr professionell arbeitet und auf seine Ernährung achtet. Wie ihr seht, ist er topfit und in hervorragender Form“, erklärte Matchmaker Marlon Esteban, der nach dem dominanten Auftritt nun die weitere Planung anpassen muss. „Eigentlich hatten wir gedacht, zwei bis drei Aufbaukämpfe zu machen. Aber wie man sieht, müssen wir ihm direkt Gegner auf einem höheren Niveau in den Ring schicken.“

Lukasz Zygula siegt nach Punkten gegen Vladimir Fleischhauer

Boxen: Universum Boxing Night #19, Hamburg, 04.07.2026
Lukasz Zygula (POL) – Vladimir Fleischhauer (GER)
© Torsten Helmke

Lukasz Zygula (2-0) reiste aus Polen nach Hamburg an. Er blickt auf eine fundierte Amateurlaufbahn zurück und gab im vergangenen April bei der Rocky Boxing Night in Koscierzyna sein Profidebüt. Mangels Veranstaltungen im Sommer schickte ihn sein Promoter nach Deutschland, wo er auf den routinierten Vladimir Fleischhauer (1-22) traf.

Es entwickelte sich von Beginn an ein technisch ansehnlicher Kampf. Beide Boxer gingen ein hohes Tempo, wobei Zygula überwiegend den Ton angab. Fleischhauer blieb jedoch jederzeit im Kampf und zeigte seine gute boxerische Grundausbildung, die er in Russland erlernt hatte. Besonders in den Schlussrunden wurde das Duell spannend, als Zygula konditionell nachließ und Fleischhauer frischer wirkte.

Am Ende erhielt Zygula den einstimmigen Punktsieg. Ein wertvoller Kampf für den Polen, der aber auch zeigte, dass er konditionell sowie defensiv noch Verbesserungspotential besitzt.

Erfolgreiches Profidebüt für Azizullah Akbari

Boxen: Universum Boxing Night #19, Hamburg, 04.07.2026
Azizullah Akbari (AFG) – Slavisa Simeunovic (BIH)
© Torsten Helmke

Ein weiteres Profidebüt fand im Halbschwergewicht statt. Dort setzte sich Azizullah Akbari (1-0) bereits in der ersten Runde gegen Slavisa Simeunovic (42-93-1) durch. Akbari kam als afghanischer Flüchtling nach Deutschland und wusste von Beginn an zu überzeugen. Er schlug ein hohes Tempo an, arbeitete konsequent zum Körper und schickte Simeunovic schließlich dreimal zu Boden, ehe der Kampf per TKO beendet wurde.

„Ich verspreche euch, ich gehe weiter. Es ist gerade meine Zeit. Ich bin jetzt da, wo ich mich im Traum gesehen habe. Ich möchte nicht so viel reden, sondern im Ring beweisen, dass meine Zeit beginnt“, sagte der glückliche Profidebütant.

„Ich dachte heute, dass Slavisa ein paar Runden mehr bestehen kann, aber Aziz ist heiß wie Frittenfett. Jetzt gilt es, ihm schnellstmöglich den nächsten Kampf zu verschaffen“, erklärte Matchmaker Marlon Esteban, der zugleich eine Warnung an die Konkurrenz aussprach: „Deutschland kann sich warm anziehen. Wir haben hier einen Halbschwergewichtler, der sich traut, gegen jeden in den Ring zu steigen – das kann ich nicht von jedem behaupten. Deshalb werde ich mich bemühen, Aziz schnellstmöglich auf einer größeren Veranstaltung zu platzieren.“

Erneuter Punktsieg für Kafali Umut

Boxen: Universum Boxing Night #19, Hamburg, 04.07.2026
Umut Kafali (GER) – Robin Zamora (NIC)
© Torsten Helmke

Auch das Supermittelgewicht Kafali Umut (2-0) stand im Ring. Nach seinem Punktsieg beim Profidebüt im Juni ließ er vier Wochen später den zweiten folgen. Dafür bezwang er den offensiv wenig ambitionierten Robin Zamora (22-54) einstimmig nach Punkten.

Sämtliche Kämpfe der Universum Boxing Night 19 wurden kostenlos auf YouTube übertragen und sind dort weiterhin abrufbar.

Agit Kabayel vs. Wladimir Klitschko? Bernd Bönte bringt spektakuläres WM-Szenario ins Spiel

Ein Schwergewichtsduell zwischen Kabayel und Klitschko um den WBC-WM-Titel? Was auf den ersten Blick unrealistisch klingt, wurde nun von Wladimir Klitschkos langjährigem Manager Bernd Bönte als mögliche Option ins Gespräch gebracht.

Bönte sieht großes Potenzial für deutsches WM-Duell

Nachdem Agit Kabayel zum WBC-Weltmeister im Schwergewicht aufgestiegen ist, wird bereits über mögliche erste Titelverteidigungen spekuliert. Bernd Bönte, der langjährige Manager des ehemaligen Weltmeisters Wladimir Klitschko erklärte gegenüber World Boxing News, dass ein Duell zwischen Klitschko und Kabayel in Deutschland ein außergewöhnliches Ereignis werden könnte. Aus seiner Sicht wäre ein Kampf in einem großen Fußballstadion durchaus realistisch und würde an die Glanzzeiten des deutschen Schwergewichtsboxens erinnern.

Seit Jahren halten sich Gerüchte über eine mögliche Rückkehr des inzwischen 50-jährigen Wladimir Klitschko. Der Ukrainer hatte mehrfach angedeutet, dass ihn insbesondere die Aussicht reizt, als ältester Schwergewichtsweltmeister der Geschichte einen neuen Rekord aufzustellen.

Nach seinem Rücktritt im Jahr 2017 war Klitschko nie offiziell in den Ring zurückgekehrt. Dennoch wurde sein Name in den vergangenen Jahren immer wieder mit möglichen Kämpfen in Verbindung gebracht. Ein konkretes Comeback kam bislang jedoch nie zustande.

Durch Kabayels Aufstieg zum WBC-Champion erhält diese Diskussion nun neue Nahrung. Bönte hält einen Kampf gegen den Bochumer für sportlich wie wirtschaftlich interessant und sieht darin eine Veranstaltung, die den deutschen Boxsport wieder in den Mittelpunkt rücken könnte. Für den langjährigen Klitschk-Manager wäre ein Kampf gegen Kabayel die einzig realistische Chance auf ein Comeback.

Kabayel wartet auf die nächsten Entscheidungen

Ob es tatsächlich zu einem solchen Kampf kommen kann, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Bislang gibt es keinerlei Verhandlungen oder offizielle Bestätigungen. Vielmehr handelt es sich um eine Einschätzung Böntes, der davon überzeugt ist, dass ein deutsches Schwergewichtsduell um die Weltmeisterschaft enormes Interesse wecken würde.

Für Agit Kabayel dürfte zunächst entscheidend sein, welche Pflichtherausforderungen die WBC anordnet. Mit seiner makellosen Bilanz von 27-0-0 (19 KO) gehört der 32-Jährige inzwischen zur Weltspitze und dürfte in den kommenden Monaten zahlreiche hochkarätige Optionen auf dem Tisch haben.

Ob Wladimir Klitschko tatsächlich noch einmal die Boxhandschuhe schnürt oder sein Name lediglich Teil der üblichen Comeback-Spekulationen bleibt, dürfte sich erst in den kommenden Wochen oder gar Monaten zeigen. Fest steht jedoch: Allein die Vorstellung eines WM-Kampfes zwischen Klitschko und Kabayel in einem deutschen Stadion sorgt bereits jetzt für reichlich Gesprächsstoff.

Und die Tatsache, dass der langjährige Promoter von Oleksandr Usyk, Alex Krassyuk, zuletzt einen Instagram Post mit einem Bild mit Klitschko und den Worten „Etwas Großes wird kommen“ absetzte, nährt die Gerüchteküche…

 

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Große WM-Chance für Peter Kadiru gegen Murat Gassiev?

Boxen: Talents & Kings #3, Waage Hamburg, 05.12.2025
Peter Kadiru (GER)
© Torsten Helmke

Durch den Ausfall von Tony Yoka ist der Gegner im Kampf um die Schwergewichtsweltmeisterschaft nächste Woche noch offen.

Interessante Entwicklungen gab es zuletzt im Schwergewicht. Zunächst folgte der Paukenschlag um Oleksandr Usyk, der sämtliche WM-Titel niederlegte und dadurch Agit Kabayel zum WBC-Weltmeister machte.

Doch auch bei der WBA gab es natürlich Bewegung. Zwar hielt dort niemand einen Interimstitel, doch neben dem WBA-Super-Titel, den Usyk innehatte, existierte noch der reguläre WBA-Titel. Es ist eben jener Titel, den zwischenzeitlich auch Mahmoud Charr hielt. Zuletzt wurde dieser Titel im Dezember ausgeboxt, als Murat Gassiev (33-2) Kubrat Pulev in der sechsten Runde K.o. schlug.

Ursprünglich sollte Gassiev seinen Titel am 11. Juli in Moskau gegen den französischen Olympiasieger Tony Yoka verteidigen. Durch die Niederlegung der Titel durch Usyk wurde dieser Kampf automatisch zur vollwertigen Weltmeisterschaft aufgewertet. Diese erfreuliche Nachricht hilft Yoka jedoch nicht mehr, da er sich kurzfristig verletzt hat und absagen musste.

Kadiru, Joyce, Moore oder Mamoyan – wer wird der Gegner für Gassiev?

Murat Gassiev stoppt Kem Ljungquist.

Kurz nach der Absage von Yoka galt Joe Joyce (16-4) als aussichtsreicher Kandidat für den Kampf gegen Gassiev. Joyce verlor jedoch vier seiner letzten fünf Kämpfe und ist bei der WBA nicht unter den Top 15 gerankt, wodurch er keinen legitimen WM-Anspruch besitzt.

Dies scheint auch der WBA aufgefallen zu sein, die sich nun mit weiteren möglichen Gegnern beschäftigt. Darunter fällt auch der Name des Hamburger Schwergewichts Peter Kadiru (23-1). Kadiru schloss sich Ringside Zone an und konnte im Mai den WBA-Continental-Titel gegen Senad Gashi sichern. Dieser Erfolg führte jedoch nicht dazu, dass er im Juni in die Top 15 des WBA-Rankings aufstieg. Die neuen Ranglisten für Juli sind allerdings noch nicht veröffentlicht worden, weshalb es spannend wird, ob sein Name nun vielleicht doch unter den Top 15 auftaucht.

Bislang ist jedoch noch nichts fixiert. Zudem würde ein Kampf in Russland einige organisatorische Hürden mit sich bringen, die kurzfristig geklärt werden müssten. Neben Joyce und Kadiru gilt auch der US-Amerikaner Brandon Moore (19-1) als möglicher Kandidat.

Auch das deutsch-armenische Schwergewicht Temur Mamoyan (12-0) hätte durchaus Chancen in der Verlosung. Der Ruhe-Boxing-Schützling absolvierte erst vorgestern einen erfolgreichen Kampf in Essen und ist als WBA-Gold-Titelträger ebenfalls bei der WBA gerankt. Derzeit scheint er sich allerdings nicht in der Pole Position für die große WM-Chance zu befinden.

Schock-KO im Bare-Knuckle: Ex-Weltmeister Austin Trout schwer ausgeknockt

Austin Trout hat bei seinem bislang größten Härtetest im Bare-Knuckle eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Der frühere Box-Weltmeister im Superweltergewicht wurde in der zweiten Runde spektakulär ausgeknockt und verlor dabei erstmals in seiner BKFC-Karriere vorzeitig.

Ben Bonner beendet Kampf gegen Austin Trout brutal

Der ehemalige WBA-Weltmeister Austin Trout (37-5-1, 18 KOs im Boxen) musste in der Nacht zum Samstag einen herben Rückschlag einstecken. Beim Bare Knuckle Fighting Championship (BKFC) Event in Hollywood, Florida, unterlag der 40-Jährige dem Briten Ben Bonner durch einen schweren KO in der zweiten Runde.

Trout war nach dem Ende seiner erfolgreichen Profiboxkarriere ins Bare-Knuckle-Boxen gewechselt und hatte dort fünf Kämpfe in Folge gewonnen. Dabei sicherte sich der US-Amerikaner den BKFC-Titel im Weltergewicht und verteidigte diesen erfolgreich. Gegen Bonner fand seine Erfolgsserie jedoch ein abruptes Ende.

Nachdem beide Kämpfer zunächst offensiv agierten, landete Bonner in der zweiten Runde einen krachenden rechten Treffer ans Kinn. Trout ging sofort zu Boden und blieb regungslos auf dem Ringboden liegen. Der Ringrichter brach den Kampf umgehend ab, während medizinisches Personal den früheren Weltmeister versorgte. Glücklicherweise konnte Trout die Arena später aus eigener Kraft verlassen.

Für den ehemaligen Weltmeister ist es die erste Niederlage im Bare-Knuckle und zugleich die erste vorzeitige Pleite seit vielen Jahren. Im klassischen Profiboxen hatte Trout unter anderem gegen Größen wie Canelo Álvarez, Erislandy Lara, Jermell Charlo und Terence Crawford im Ring gestanden.

Der brutale Knockout dürfte dennoch zu den härtesten Momenten seiner langen Kampfsportkarriere zählen und wirft zugleich die Frage auf, wie es für den mittlerweile 40-Jährigen sportlich weitergeht.

Tony Yoka verletzt: WBA-WM gegen Murat Gassiev geplatzt – Springt jetzt Joe Joyce ein?

Schwerer Rückschlag für Tony Yoka: Der Olympiasieger von 2016 muss seinen geplanten WM-Kampf gegen Murat Gassiev verletzungsbedingt absagen. Nun könnte ausgerechnet Joe Joyce kurzfristig zum neuen Herausforderer werden.

Rückenverletzung stoppt Yoka kurz vor der WM-Chance

Nur wenige Tage vor seinem größten Profikampf muss Tony Yoka (15-3-0) passen. Der Franzose hat sich im Training eine Rückenverletzung zugezogen und kann deshalb nicht wie geplant am 11. Juli in Moskau gegen Murat Gassiev antreten. Damit platzt für den 34-Jährigen die Chance, erstmals einen WM-Titel im Schwergewicht zu gewinnen. Über den Ausfall hatte zunächst US-Journalist Dan Rafael berichtet, anschließend wurde die Nachricht von mehreren Medien bestätigt.

Der Kampf hatte zuletzt zusätzlich an Bedeutung gewonnen, nachdem Oleksandr Usyk den WBA-Supertitel niedergelegt hatte. Dadurch wurde Gassiev vom regulären WBA-Weltmeister aufgewertet, sodass es in Moskau nun um den einzigen WBA-WM-Titel im Schwergewicht gehen soll.

Für Yoka ist es bereits der zweite bittere Rückschlag innerhalb weniger Monate. Erst im Frühjahr war sein Eliminator gegen Lawrence Okolie kurzfristig ausgefallen, nachdem bei dem Briten ein positiver Dopingtest festgestellt worden war. Nun verhindert eine Verletzung den nächsten Anlauf auf die Weltspitze.

Joe Joyce als kurzfristiger Ersatz?

Noch ist unklar, wer nun gegen Murat Gassiev antreten wird. Als eine mögliche Lösung gilt derzeit Joe Joyce (16-4-0), der ursprünglich auf derselben Veranstaltung gegen Artem Suslenkov boxen sollte. Da der Brite im für den Kampfabend vorbereitet ist, könnte er kurzfristig den frei gewordenen Platz im Hauptkampf übernehmen und stattdessen direkt um den WBA-Weltmeistertitel boxen – das jedenfalls berichten einige englische Medien. Doch es gibt ein Problem: im aktuellen Ranking der WBA taucht der „Juggernaut“ nicht auf.

Patrick Korte stoppt Eugen Buchmüller in Runde 6!

Erfolgreiches Homecoming von Patrick Korte in Essen.

Das Essener Schwergewicht behält beim Homecoming trotz schwierigen Starts die Oberhand. Zuvor gewann Ex-Weltmeister Scull ebenfalls.

Am Freitag lud IE Event gemeinsam mit Ruhe Boxing Promotion in Kooperation mit Dream Boxing zum Kampfabend in die Essener Eissporthalle ein. Über zehn Profikämpfe standen auf dem Programm, wobei insbesondere der Hauptkampf rund um den Essener Kultboxer Patrick Korte (24-6-1) mit großer Spannung erwartet wurde.

Korte boxte bereits in verschiedenen Teilen der Welt und war umso motivierter, nun vor heimischem Publikum endlich wieder zu begeistern. Hierfür stellte er sich dem Bremerhavener Eugen Buchmüller (24-10-1), der mit viel Erfahrung anreiste und sich mehrere Wochen auf diesen Showdown intensiv vorbereitet hatte.

Vorzeitiger Sieg trotz komplizierter Anfangsphase

Hauptkampf in Essen: Patrick Korte gegen Eugen Buchmüller.

Der Start verlief für Korte überhaupt nicht gut. Das massige Schwergewicht wirkte schwerfällig und steif und brachte seine Schlagkraft kaum mit klaren Aktionen ins Ziel. Hier zeigte sich die gute boxerische Grundausbildung von Buchmüller, der trotz seiner Statur beweglich wirkte und gut mit dem Jab arbeitete. Immer wieder musste Korte Treffer einstecken und fand nicht die richtige Distanz, wodurch er die ersten Runden durchgehend abgab.

Ein desolates Homecoming drohte, doch Korte glaubte ununterbrochen an sich und arbeitete weiter. Der Kampf kippte zum Ende der vierten Runde, als Buchmüller schwerer zu atmen begann und Korte zunehmend harte Treffer platzierte. Fortan beschwerte sich Buchmüller häufig beim Ringrichter und verlor seine Linie. Korte ließ nicht mehr locker, landete in der sechsten Runde zwischenzeitlich einen Tiefschlag, wodurch es zu einer Unterbrechung kam. Die Pause half Buchmüller jedoch nicht. Wenig später ging er nach Körpertreffern in derselben Runde zu Boden und ließ sich auszählen.

Ein starker Comeback-Sieg für Korte, der den Kampf dank seiner hervorragenden Physis bei seinem Homecoming noch drehen konnte.

„Viele haben es gesehen: Es lief überhaupt nicht so, wie es laufen sollte. Ich habe statisch geboxt. Am Ende hat es Gott sei Dank gereicht und ich habe gewonnen. Danke für eure Unterstützung!“, sagte Korte nach dem Kampf im Interview.

Ein heiserer Trainer Ilias Essaoudi erklärte: „Ich habe Patrick gesagt, ich kenne Eugen schon länger. Er wird die ersten drei bis vier Runden Druck machen, dann baut er ab.“ Damit sollte der Coach am Ende Recht behalten.

Ex-Weltmeister William Scull siegt in Runde vier

Boxen: KUC & Agon Boxpromotion, Falkensee, 19.10.2024
IBF-Weltmeisterschaft: William Scull (CUB) – Vladimir Shishkin (RUS)
© Torsten Helmke

Auf der Undercard kehrte der ehemalige IBF-Weltmeister William Scull (24-2) zurück. Scull wurde im Oktober 2024 in Falkensee Weltmeister im Supermittelgewicht, verlor anschließend knapp nach Punkten den großen Undisputed-Kampf in Riad gegen Saul „Canelo“ Álvarez. Danach folgte noch eine weitere Niederlage in Dänemark. Nun möchte Scull, der sich jüngst Ruhe Boxing angeschlossen hat, zu alter Stärke zurückfinden.

Hierfür musste er im Halbschwergewicht an Evander Castillo (22-6) vorbei. Die erste Runde verlief noch ereignisarm, doch ab der zweiten Runde wurde Scull zunehmend stärker. Castillo fand insgesamt kaum die richtige Schlagdistanz und konnte nur wenige Treffer landen. Scull traf hingegen immer wieder mit Haken und schickte Castillo in der dritten Runde erstmals zu Boden. In der vierten Runde war Castillo angeschlagen, wurde nach einem Streifschlag zum Kopf erneut niedergeschlagen und ließ sich schließlich auszählen.

Es war der erste Sieg für Scull seit seinem großen WM-Triumph im Oktober 2024. Promoter Piergiulio Ruhe schwor anschließend den erneuten internationalen Angriff ein.

„Er ist 34 Jahre alt und so fit wie noch nie. Die beiden Niederlagen hat er gut verarbeitet und aus seinem Kopf bekommen. Er ist zurück und hat mir gesagt: ´Piergiulio, bitte mach mich wieder zum Weltmeister!´ Jetzt müssen wir alle gemeinsam Gas geben und William wieder zum Weltmeister machen. Das ist mein Ziel und das Ziel unserer Promotion. Wir geben Vollgas und ihr werdet William noch einmal auf einer ganz großen Bühne sehen!“

Weitere Undercard – Danny Zumberi unterliegt

Auf der weiteren Undercard musste das Osnabrücker Mittelgewicht Danny Zumberi Mirano (5-1) seine erste Profiniederlage hinnehmen. Er bewegte sich viel im Ring, agierte insgesamt jedoch zu passiv und verlor verdient nach Punkten gegen den starken Brasilianer Allef Jordelli (4-2).

Die Nummer 13 der WBA im Schwergewicht, Temur Mamoyan (12-0), landete einen vorzeitigen Sieg in Runde zwei über Todorche Cvetkov (16-6).

Das Fliegengewicht Lorena Bunoza (8-0), das sich kürzlich ebenfalls Ruhe Boxing angeschlossen hat, feierte den ersten Sieg für ihren neuen Stall und stoppte Angela Cannizzaro (6-27-1) im Rematch in der dritten Runde.

Festim Ademi (3-0) sicherte sich im Mittelgewicht bereits in der ersten Runde seinen ersten vorzeitigen Profisieg gegen Sven Constantin (0-3). Ebenfalls im Mittelgewicht punktete sich Jody Bita (3-0) mit präzisen linken Haken zu einem verdienten Punktsieg über den erfahrenen Mazen Girke (17-194-7).

Zahlreiche weitere Kämpfe fanden ebenfalls statt und können im Re-Live auf DAZN verfolgt werden.