Osleys Iglesias verteidigt IBF-Titel erstmals gegen Oliver Zaren

IBF-Weltmeister Osleys Iglesias steigt am 8. Oktober erstmals zur Titelverteidigung in den Ring. In Quebec trifft der ungeschlagene Kubaner auf Oliver Zaren, der ebenfalls noch keine Niederlage als Profi hinnehmen musste.

Ungeschlagene Supermittelgewichtler kämpfen um IBF-Krone

Für Osleys Iglesias (15-0, 14 KO) steht die erste Bewährungsprobe als Weltmeister fest. Der 28-jährige Kubaner wird seinen IBF-Titel im Supermittelgewicht am 8. Oktober im Capitole de Québec in Quebec, Kanada, gegen Oliver Zaren (19-0-1, 8 KO) verteidigen.

Iglesias hatte sich den vakanten WM-Gürtel erst am 9. April eindrucksvoll gesichert. Gegen Pavel Silyagin dominierte der in Deutschland bestens bekannte Rechtsausleger das Geschehen und setzte seinem Gegner über acht Runden schwer zu. Silyagin trat anschließend nicht mehr zur neunten Runde an.

Mit 14 vorzeitigen Siegen aus 15 Profikämpfen hat sich Iglesias längst den Ruf eines der gefährlichsten Puncher der Gewichtsklasse erarbeitet.

Zaren kündigt selbstbewusst seinen Sieg an

Oliver Zaren reist dennoch mit großen Ambitionen nach Kanada. Der Schwede ist in 20 Profikämpfen ungeschlagen und stand zuletzt am 19. Juni in Madrid gegen Jose Luis Navarro Jr. im Ring. Der Kampf endete bereits in der dritten Runde mit einem Technical Draw, nachdem ein Gewitter die Fortsetzung der Veranstaltung unmöglich gemacht hatte.

Vor seinem ersten WM-Kampf zeigt sich Zaren von der Schlagkraft des Titelverteidigers unbeeindruckt.

„Dieser Kampf ist für mich ein wahr gewordener Traum, den ich seit meiner Kindheit habe und der letztendlich mit meinem Sieg Wirklichkeit werden wird. Osleys ist stark, groß und schlagkräftig. Ich weiß, dass selbst die Weltelite Angst vor ihm hat … aber ich nicht, denn ich kenne mein Niveau. Am 8. Oktober werde ich nicht als Besucher nach Quebec kommen. Ich komme als Eroberer“, erklärte Zaren.

Wilkens Mathieu bekommt Vladimir Shishkin vor die Fäuste

Auch das Co-Main Event verspricht einiges. Der erst 21-jährige Wilkens Mathieu (16-0, 11 KO) trifft auf den erfahrenen Vladimir Shishkin (17-2, 11 KO). Mathieu wird dabei seinen regionalen NABF-Titel im Supermittelgewicht verteidigen.

Der Kanadier stoppte zuletzt den brasilianischen Olympia-Silbermedaillengewinner Esquiva Falcao in der achten Runde. Nun will er mit einem Sieg über Shishkin den nächsten Schritt in Richtung Weltspitze machen.

„Nachdem sie Vladimir Shishkin besiegt hatten, kämpften sowohl William Scull als auch Osleys Iglesias anschließend um Weltmeistertitel. Deshalb hoffe ich natürlich, dass mir dasselbe gelingt. Ich fühle mich schon jetzt bereit, jeden auf der Welt im Supermittelgewicht zu schlagen“, sagte Mathieu.

Shishkin dürfte für das kanadische Talent allerdings einen echten Prüfstein darstellen. Der erfahrene Russe stand bereits mit mehreren hochklassigen Gegnern im Ring und verlor seine beiden bisherigen Niederlagen jeweils gegen spätere beziehungsweise amtierende Weltklasseleute.

Khataev, Beaudoin und Asanau ebenfalls auf der Card

Promoter Eye of the Tiger stellt für den Abend eine umfangreiche Fightcard zusammen. Im Halbschwergewicht wird Imam Khataev (12-1, 11 KO) ebenfalls einen regionalen NABF-Titel gegen Padraig McCrory (20-2, 10 KO) verteidigen. Khataev kehrte zuletzt im Juni mit einem Sieg gegen Mickael Diallo in die Erfolgsspur zurück.

Auch WBA-Interimsweltmeisterin Leila Beaudoin (15-2, 2 KO) soll ihren Titel im Superfedergewicht verteidigen. Wer der 30-Jährigen gegenüberstehen wird, ist bislang noch nicht bekannt.

Ein weiteres Duell zweier ungeschlagener Boxer steigt zwischen Dzmitry Asanau (13-0, 7 KO) und seinem Stallkollegen Luis Santana (16-0, 7 KO). Dabei stehen gleich drei Titel auf dem Spiel: NABF, IBF Interconti und WBC Continental Amerias im Leichtgewicht.

Im Federgewicht bekommt es Thomas Chabot (13-1, 8 KO) mit Jose Antonio Romero (18-3-1, 6 KO) zu tun. Zudem trifft Erik Israelyan (6-0, 4 KO) auf Jesse Sallows (6-1, 5 KO). Deylen Pepin (2-1) soll ebenfalls zum Einsatz kommen, während Jacob Blais (0-1) und Yoan Trottier (0-2) im direkten Duell jeweils ihren ersten Profisieg anstreben.

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