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Der in Berlin lebende Kubaner Iglesias sichert sich den nächsten überzeugenden Sieg und gewinnt einen IBF-Eliminator.
Am Donnerstag lud die größte Promotion Kanadas, Eye of the Tiger, zum Kampfabend in das Casino in Montreal ein. Im Hauptkampf stand durchaus eine Personalie mit deutscher Beteiligung, denn der 27-jährige Kubaner Osleys Iglesias (14-0) lebt und trainiert in Berlin. Gemeinsam mit seinem Trainer Georg Bramowski bildet er ein erfolgreiches Duo im Weltboxen, das nun den endgültigen Schritt in Richtung Weltmeisterschaft vollziehen wollte.
Sie trafen auf den renommierten Russen Vladimir Shishkin (16-2), der zuletzt umstritten um die Weltmeisterschaft verloren hatte und sich eine weitere Chance erkämpfen wollte.
Shishkin kam aus einer kontroversen Punktniederlage

IBF-Weltmeisterschaft: William Scull (CUB) – Vladimir Shishkin (RUS)
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Iglesias möchte demnächst um den Titel eines der vier großen Weltverbände im Supermittelgewicht kämpfen. Shishkin stand bereits im Oktober 2024 in Falkensee um die IBF-Weltmeisterschaft im Ring. Dort verlor er knapp und durchaus kontrovers nach Punkten gegen den AGON-Kubaner William Scull (23-1), der im Anschluss gegen Boxstar Saul „Canelo“ Alvarez (63-2-2) um sämtliche Titel antreten durfte. Ein Kampf, der durchaus auch mit Shishkin-Beteiligung hätte stattfinden können – doch die Punktrichter entschieden anders.
Ursprünglich war ein direktes Rematch mit Scull seitens der IBF im Gespräch, doch durch den anstehenden Undisputed-Kampf wurde der Russe und sein Promoter Dmitriy Salita vertröstet. Immerhin erhielt Shishkin das Recht, in einem weiteren Final-Eliminator-Kampf der IBF anzutreten. Gegen Iglesias war dies jedoch ein äußerst schwieriges Unterfangen.
Iglesias stoppt einen chancenlosen Shishkin

©Vincent Ethier 2025
Der Kampf begann, und Iglesias zeigte sich wie immer sehr forsch und dominant. Während andere Boxer zunächst abwartend in den Ring blicken und den Gegner studieren, schlug der kubanische Southpaw zahlreiche Geraden sowie Uppercuts und traf Shishkin immer wieder klar. Dieser versuchte, sich zu etablieren und schlug einige Führhände, doch die Mehrheit der klaren Aktionen gehörte stets Iglesias, der auch mit Kombinationen punktete.
Das Duell wies ein hohes Tempo auf, verlief jedoch ziemlich einseitig. Shishkin wurde regelmäßig klar getroffen, absorbierte die Schläge zwar, konnte aber nur gelegentlich eigene Offensivaktionen landen. In Runde 7 änderte sich die Statik kurzzeitig: Shishkin hielt die Ringmitte und versuchte, selbst Druck aufzubauen – allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Iglesias agierte effektiv im Rückwärtsgang und gewann auch diese Runde.
Ein Punktsieg für Shishkin rückte in weite Ferne, und man fragte sich stattdessen, ob Iglesias nicht vielleicht vorzeitig gewinnen würde. Genau das geschah in der achten Runde: Unter den energischen Anweisungen von Georg Bramowski traf Iglesias Shishkin hart, setzte nach und brachte den Russen ins Wanken. Mehrfach angeschlagen, aber ohne zu Boden zu gehen, wurde Shishkin schließlich vom Ringrichter aus dem Kampf genommen.
Eine WM-Chance könnte sich zeitlich ziehen
Damit verteidigte Iglesias erfolgreich seinen IBO-Titel via TKO in Runde 8 gegen Shishkin und sicherte sich zugleich das Anrecht auf einen großen WM-Kampf bei der IBF. Allerdings dürfte er sich noch gedulden müssen, bis sich diese Gelegenheit tatsächlich bietet. Momentan hält Canelo sämtliche Gürtel im Supermittelgewicht, wobei sein Kampf gegen Terence Crawford (41-0) am 13. September die Situation in der Gewichtsklasse nochmals verändern könnte.
Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass Canelo sich freiwillig einer Pflichtverteidigung gegen den gefährlichen Iglesias stellen wird. Wahrscheinlicher ist, dass man ihm so lange aus dem Weg geht, bis die IBF ein Machtwort spricht – was allerdings noch einige Zeit dauern könnte.
Der Kampf zwischen Iglesias und Shishkin ist hier im Relive abrufbar.














