Opetaia stoppt Mikaelian spektakulär – jetzt Showdown mit Benavidez?

Der Australier Jai Opetaia stoppte Noel Mikaelian in der neunten Runde und richtete seinen Blick anschließend direkt auf WBA- und WBO-Champion David Benavidez.

Vier-Schlag-Kombination beendet den Kampf in Runde neun

Jai Opetaia hat seine Stellung an der Spitze des Cruisergewichts eindrucksvoll untermauert. Der 31 Jahre alte Rechtsausleger bezwang WBC-Weltmeister Noel Mikaelian in der T-Mobile Arena von Las Vegas durch TKO in der neunten Runde und verbesserte seinen makellosen Kampfrekord auf 31-0 bei 24 KO-Siegen.

Dabei musste Opetaia gegen den 35-jährigen Mikaelian (28-4, 12 KOs) zunächst einige knifflige Situationen überstehen. Der Armenier präsentierte sich gerade in der Anfangsphase taktisch gut eingestellt und fand wiederholt mit seiner rechten Schlaghand das Ziel. Vor allem in der dritten Runde landete Mikaelian mehrere klare Rechte und entzog sich anschließend geschickt den Kontern des Australiers.

Im vierten Durchgang begann Opetaia jedoch, den Kampf zunehmend an sich zu reißen. Ein linker Uppercut mit anschließender Rechten zum Körper zwang Mikaelian erstmals deutlich auf den Rückzug. Von diesem Zeitpunkt an erhöhte der Favorit den Druck und bestimmte über weite Strecken das Geschehen.

Mikaelian bringt Opetaia in Runde sieben in Schwierigkeiten

Ganz ohne Schreckmoment blieb der Abend für Opetaia allerdings nicht. 55 Sekunden nach Beginn der siebten Runde erwischte Mikaelian ihn mit einer harten Rechten. Der Australier zeigte kurz Wirkung, machte einen unsicheren Schritt und suchte anschließend den Clinch. Dabei gingen beide Boxer an den Ringseilen schließlich zu Boden.

Opetaia fing sich jedoch schnell und übernahm noch im selben Durchgang wieder die Initiative. In der achten Runde wurde der Kampf kurz unterbrochen, nachdem Mikaelian einen Tiefschlag kassiert hatte. Die Entscheidung folgte schließlich im neunten Durchgang.

 

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Opetaia setzte zum Angriff mit einer Kombination. Rechts, links, links, rechts: Mikaelian verlor sichtbar die Orientierung und taumelte rückwärts in die Seile. Da diese seinen Sturz verhinderten, wertete Ringrichter Harvey Dock die Situation als Niederschlag. Dock entschied anschließend, den angeschlagenen Mikaelian nicht mehr weiterkämpfen zu lassen.

Damit wurde Opetaia zum ersten Boxer, der Mikaelian vorzeitig bezwingen konnte. „Er hat mich erwischt“, sagte Opetaia nach dem Kampf über Mikaelians Treffer. „Ich bin es ein bisschen gewohnt, in einem Kampf getroffen zu werden. Aber ich bin immer noch hier, ich bin weiterhin ungeschlagen und, wie ich schon gesagt habe: Wer ist der Nächste?“

Mikaelian war am Samstag, als er in den Ring stieg, noch WBC-Champion, doch der WBC hatte den Kampf nicht genehmigt und wird voraussichtlich am Montag bekannt geben, dass ihm der Titel aberkannt wurde, da er nicht gegen den vereinigten Champion Benavidez angetreten ist.

Opetaia und Benavidez stehen sich nach dem Kampf gegenüber

Mit dem Sieg verteidigte Opetaia seine Titel von The Ring und Zuffa Boxing. Sein nächstes Ziel machte der Australier unmittelbar danach deutlich: die Vereinigung der Cruisergewichtstitel gegen WBA- und WBO-Weltmeister David Benavidez (32-0, 26 KOs).

Benavidez hatte den Kampf am Ring verfolgt. Nach Opetaias Sieg standen sich die beiden ungeschlagenen Champions gegenüber, schüttelten mehrfach sich die Hände und signalisierten ihre Bereitschaft für den direkten Showdown.

Auch Benavidez zeigte großen Respekt vor seinem möglichen nächsten Gegner: „Deshalb respektiere ich diesen Mann so sehr“, sagte Benavidez über Opetaias Bereitschaft, gegen ihn anzutreten. „Er ist der Boogeyman dieser Gewichtsklasse. Aber ich bin derjenige, den sie rufen, wenn es Zeit ist, den Boogeyman zu erledigen.“

 

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Damit könnte im Cruisergewicht nun einer der interessantesten Kämpfe der kommenden Monate bevorstehen. Opetaia hat mit seinem 24. KO-Sieg erneut seine Schlagkraft demonstriert. Benavidez wiederum scheint fest entschlossen, nach seinen Erfolgen in höheren Gewichtsklassen auch den bislang ungeschlagenen Australier herauszufordern.

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