
Nach einem positiven Dopingbefund von Hauptkämpfer Lawrence Okolie ist nun das gesamte Event in Paris gestrichen worden.
Ursprünglich war die Vorfreude in dieser Woche groß, da in Paris, Frankreich, ein großes Boxevent stattfinden sollte. Geplant war eine Show von Queensberry Promotions in Zusammenarbeit mit Samake Promotion und Arena Box Promotions in der Adidas Arena, live auf DAZN. Dort sollte es zu einem hochklassigen Double Header kommen – doch nun ist alles anders verlaufen.
Der anvisierte Hauptkampf zwischen Lawrence Okolie (23-1) und Tony Yoka (15-3) wurde durch einen positiven Dopingbefund seitens der VADA überschattet bei Okolie, weshalb kurzfristig ein Ersatzgegner für Yoka gesucht wurde. Nun entschied jedoch Queensberry Promotions in Absprache mit DAZN, das gesamte Event abzusagen. Alle Ticketinhaber können eine Erstattung beantragen.
Ein Schlag ins Gesicht für alle Boxer – auch auf der Undercard, die durchaus prominent besetzt war. So sollte beispielsweise im Co-Main-Event der mit Spannung erwartete Showdown zwischen Bakary Samake (19-0) und Ahmet-Öner-Schützling Ermal Hadribeaj (22-0-1) stattfinden. Ebenso betroffen sind die Kämpfe des Schwergewichts Mourad Aliev (14-1) sowie des Superleichtgewichtstalents Luis Vela (6-0).
— Queensberry Promotions (@Queensberry) April 21, 2026
Absage durchkreuzt die sportlichen Pläne von Ahmet Öner und Ermal Hadribeaj

Insbesondere für das Duell zwischen Samake und Hadribeaj wiegt die kurzfristige Absage schwer, da jeweils viel Geld in die intensive Vorbereitung investiert wurde. Dem Sieger winkte eine baldige WM-Chance bei der WBC im Superweltergewicht. Boxen1 sprach mit Promoter Ahmet Öner, der sich enttäuscht über die jüngsten Entwicklungen in Paris zeigte.
„Wir haben viel Geld in die Vorbereitung von Mourad Aliev, Luis Vela und Ermal Hadribeaj investiert“, so Öner gegenüber Boxen1, der Mitgefühl für seine Schützlinge äußerte. „Mourad und Ermal sind beide sehr niedergeschlagen.“
Okolie verwies auf eine vorherige Bizepsverletzung, die über Umwege zum positiven Befund geführt haben soll – Erklärungen, die man in solchen Fällen häufig hört. Verunreinigte Supplements oder mexikanisches Rind – die Liste ist lang.
Ein Versuch, das Event mit einem kurzfristigen Ersatzgegner für Yoka zu retten, scheiterte offenbar auch an DAZN Frankreich, wo das Interesse daran begrenzt gewesen sein soll.
„Ich glaube, George Warren ist auch nicht glücklich darüber – er hätte es wohl versucht, das Event stattfinden zu lassen“, so Ahmet Öner weiter, der bereits erste Gespräche mit dem WBC-Präsidenten geführt hat.
„Ich habe mit Mauricio Sulaimán telefoniert. Wir haben den Titel für vakant erklärt.“
Der nächste Kampftermin für Ermal Hadribeaj könnte nun der 19. Mai in Nordzypern werden – zunächst im Rahmen eines Stay-busy-Duells. Im Anschluss soll das Duell mit Samake neu anvisiert werden.
„Dann werden wir die neuen Rankings angreifen und die Paarung neu ansetzen“, so Öner abschließend.














