Nur noch zwei Kämpfe: Tyson Fury kündigt Karriereende an!

Tyson Fury zusammen mit seiner Frau Paris in der britischen Sendung „This Morning“

Tyson Fury hat bekannt gegeben, dass er noch zwei weitere Kämpfe vor sich hat, bevor er „in den Sonnenuntergang segelt“ und sich vom aktiven Boxsport zurückzieht.

Tyson Fury spricht bei „The Morning“ über Karriereende

Es ist keine zwei Wochen her, da entthronte der „Gypsy King“ Tyson Fury Deontay Wilder im Kampf um die WBC-Krone im Schwergewicht in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas. Dem Briten winkt nun, sofern er im Juli das von Wilder geforderte und vertraglich zugesprochene zweite Rematch ebenfalls siegreich gestaltet, ein Vereinigungskampf gegen Landsmann Anthony Joshua. Dieser hält seit seiner geglückten Revanche gegen Andy Ruiz Jr. erneut die übrigen WM-Titel der vier großen Verbände: IBF, WBA und WBO. Das Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichtler wäre definitiv der größte Kampf, den Großbritannien jemals gesehen hat und auch boxgeschichtlich ein Schwergewichts-Fight, der sich mit den Kämpfen der ganz großen vergangener Tage einreihen würde.

Der 31-Jährige Fury besiegte vor 11 Tagen Deontay Wilder und wurde damit WBC-Weltmeister im Schwergewicht. Mit diesem Sieg sicherte sich Fury nun auch den letzten der großen Titel im Schwergewicht – den des WBC. 2015 besiegte er in einem der größten Upsets der jüngeren Boxgeschichte Wladimir Klitschko nach Punkten und nahm ihm die Titel der IBF, IBO, WBA, WBO, den Ring Magazine Gürtel sowie den Status den „Lineal Champion“ ab. Nachdem Furys Frau Paris ihn wenige Tage nach dem Wilder-Rematch aufgefordert hatte, die Handschuhe an den Nagel zu hängen, sagte Fury in einem Interview beim britischen TV-Format „This Morning“: „Ich habe noch zwei Kämpfe vor mir, dann werden wir wirklich darüber nachdenken, was wir tun werden.“

„Ich bin in 31 Profikämpfen ungeschlagen und dies ist mein 12. Jahr als Profi. Ich war bereits der unbestrittene Weltmeister im Schwergewicht. Als ich Klitschko besiegte, hatte ich alle Gürtel, und was mich betrifft, so hat Anthony Joshua nur noch meine Reste“, so Fury weiter.

„Ich habe diese Gürtel nie verloren, ich musste mir eine Auszeit nehmen, um mich mit psychischen Problemen zu befassen, also sind es meine Gürtel. Wie kann man alsoso tun, als wären man der Champion, ohne dass ein Mann im Boxring besiegt wurde?“

Fury verriet auch, dass er diesmal besser mit dem Ruhm und dem Druck umgehen kann, die mit dem Weltmeistertitel einhergehen. Nach seinem Sieg über Klitschko fiel der „Gypsy King“ in ein Loch voller Depressionen, Alkohol und Drogen. Er nahm mehr als 40 kg zu, fand jedoch wieder auf den richtigen Pfad.

Er sagte: „Es ist fast ein Anti-Klimax. Man steigert sich und seinen Geist sowie Körper, um auf diesem Niveau zu boxen und nichts bedeutet mehr als der Kampf. Dann gewinnt man und es ist wie: ‚Oh man, ich habe es geschafft‘ und ich rutsche auf der anderen Seite hinunter. Aber ich fühle mich gut, ich habe über die Jahre gelernt, die psychischen Probleme unter Kontrolle zu bringen und täglich zu trainieren und eine Routine aufrechtzuerhalten. Ich brauche etwa zwei Wochen, um nach einem massiven Kampf wieder zur Normalität zurückzukehren. Es ist eine Achterbahn der Gefühle, weg von den Kindern und dem Schulweg und dem Geschrei zu sein. Es braucht viel, um wieder darauf zur Normalität zurückzukehren und sich nach drei Monaten wieder daran zu gewöhnen.“

Nach Karrierende will Fury eigenes Gym voranbringen

„Ich eröffne jetzt einen örtlichen Boxclub, wo ich jetzt bin, ich bin dabei, es zu tun. So wie ich als Kind die Chance hatte, in einen Boxclub zu gehen und das zu tun, was ich heute getan habe, so möchte ich anderen Kindern diese Möglichkeit geben. Ich möchte einfach positiv sein und die Kinder ermutigen, ihren Träumen zu folgen, so wie ich meinen gefolgt bin“, gab Fury im Interview preis.

„Viele Leute sagten, es sei unmöglich das zu tun, deshalb weiß ich, wie es ist, wenn man gesagt bekommt, dass man etwas nicht tun kann. Ich möchte den Menschen sagen, dass alles möglich ist, wenn man sich darauf konzentriert.“

Paris, die auf dem Sofa zu ihm kam, fügte auch über die Zukunft ihres Mannes hinzu: „Ich glaube nicht, dass er das Boxen jemals einfach so verlassen könnte, weil es ein so großer Teil seines Lebens ist. Wenn er ein Fitnessstudio eröffnen würde, wenn er sich weiter engagieren würde, wäre das großartig. Ich denke, das wäre eine gute Sache.“

Im Bezug auf seinen für Juli anstehenden Trilogie-Kampf mit Wilder hat Fury keinen Zweifel daran, dass er wieder triumphieren wird: „Ich habe ihn beim ersten Mal geschlagen, und ich habe ihn beim zweiten Mal geschlagen, und ich werde ihn sicher beim dritten Mal schlagen“, sagte er.

„Er ist ein sehr würdiger Gegner. Er ist ein sehr gefährlicher Gegner und er hat den  vernichtenden Knockout. Du bist nur noch einen Fehler von der Katastrophe entfernt, du musst für alle 12 Runden hellwach sein.“

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