
Im Forum von Leverkusen findet die nächste No Limit Boxing-Veranstaltung statt. Ein ehemaliger Schwergewichtsstar wird ebenfalls boxen.
Am 11. Oktober kehrt No Limit Boxing endlich mit einem großen Kampfabend in Leverkusen zurück. Die Talentschmiede von Boxenthusiast Bekim Hoxhaj gilt seit Jahren als fester Anlaufpunkt für hochklassiges Boxen in NRW, wobei das Gym schon bundesweit Bekanntheit erlangte.
Nach zahlreichen erfolgreichen Veranstaltungen in der Ostermann-Arena wagt man nun einen neuen Schritt. Der Rahmen wird etwas kleiner ausfallen, dafür edler und hoffentlich noch intensiver. Gekämpft wird nämlich demnächst im Forum Leverkusen, einer bezaubernden Theaterstätte, die nahezu prädestiniert erscheint, um intensiven Kampfsport zu präsentieren. Doch selbst die beeindruckendste Location kann nur wenig liefern, wenn die Kämpfe an dem Abend nicht ebenfalls mitreißend sind. Das weiß auch Bekim Hoxhaj, der eine besondere Fightcard für Oktober mit einigen wirklich sehenswerten Matchups plant.
Top-Talent Steven Nduka trifft auf einen ehemaligen IBO-Titelcontender

Im Hintergrund Bekim Hoxhaj und Marlon Esteban.
Wenn tolles Boxen in Leverkusen ansteht, darf natürlich Steven Nduka (10-0) nicht fehlen. Der sympathische Leverkusener ist 19 Jahre alt und gehört jetzt schon zu den spannendsten Boxern des Landes. Das Top-Talent kürte sich im November 2024 sogar zum WBO-Juniorenweltmeister im Supermittelgewicht nach einem äußerst knappen Punktsieg gegen den gefährlichen Niederländer Bas Oosterweghel (9-3-1), der ihm alles abverlangte.
Doch wer ganz nach oben will, der muss auch sportliche Herausforderungen wagen und meistern. Deshalb steht für Nduka nun ein weiterer Prüfstein an, denn er trifft auf den renommierten ehemaligen IBO-Titelcontender Roberto Arriaza (21-13). Im Januar 2020 musste sich dieser in Hamburg nur knapp nach Punkten um den IBO-Titel gegen Sebastian Formella (26-3) geschlagen geben.
Seitdem verlief die Karriere von Arriaza eher enttäuschend mit zahlreichen Niederlagen, doch einige davon waren wirklich eng. Darunter auch seine Punktniederlage gegen Simon Zachenhuber (28-0), bei der boxerisch kein großer Unterschied zu vernehmen war. Zuletzt konnte Arriaza seine Qualität allerdings wieder eindrucksvoll aufblitzen lassen, als er in Bielefeld den zuvor ungeschlagenen Emin Atra (19-1) stoppte und daraufhin in Hamburg den ebenfalls ungeschlagenen Mike Jäde (20-1) besiegte. Gelingt ihm nun der nächste Coup gegen einen ungeschlagenen Gegner?
Überraschung: Der ehemalige WBA-Titelträger Lucas Browne kämpft in Leverkusen

Aufhorchen lässt zudem die Schwergewichtspersonalie Lucas „Big Daddy“ Browne (31-6), der tatsächlich in Leverkusen zu sehen sein wird. Der Australier gewann 2016 den regulären WBA-Titel im Schwergewicht gegen Ruslan Chagaev (34-3-1) in Grosny. Im Nachgang folgten noch einige hochklassige Kämpfe, die überwiegend verloren gingen – darunter auch die krachende KO-Niederlage gegen Dillian Whyte (31-4) in der O2 Arena in London.
Die besten boxerischen Jahre sind beim 46-Jährigen zweifellos längst vorüber. Das eröffnet nun jedoch Arman Khudoyan (6-0) die Gelegenheit, den renommierten ehemaligen Titelträger in Leverkusen herauszufordern. Khudoyan ist ein 21-jähriger Schützling von No Limit Boxing, der sich bislang in Aufbaukämpfen versuchte. Besonders schlagstark wirkte er bisher nicht, zudem war er teilweise immer wieder leicht zu treffen – wenngleich er alle Kämpfe verdient gewann.
Nun soll er im Forum in Leverkusen einen der Hauptkämpfe gegen eine echte Ikone bestreiten. Ein großer, aber auch brisanter Moment für seine Karriere. Trainer Bekim Hoxhaj ordnet es auf Boxen1-Nachfrage ein: „Arman ist richtig nervös, der Druck ist da.“
Jonas Klein erfährt einen Härtetest in Leverkusen

Das 23-jährige deutsche Cruisergewicht Jonas Klein (2-0) steht noch am Anfang seiner Profikarriere. Ursprünglich im Fußball aktiv, orientierte er sich um und entdeckte seine Leidenschaft für das Boxen. Nach einigen Amateurkämpfen machte er beim GymWars-Format mit, wo er sich einen Namen erarbeitete. Zuletzt folgte auch eine furiose Teilnahme bei der Ringlife Combat Series, wo Klein unter Beweis stellen konnte, dass er eine äußerst spannende Personalie ist.
Nun möchte er auch bei sanktionierten Profikämpfen ein echtes Statement setzen und trifft auf den erfahrenen Finnen Samuli Karkkainen (21-3) in einem Kampf über 8 Runden. Keine ungefährliche Aufgabe, da Karkkainen über ein starkes Resümee verfügt, während Klein bislang lediglich 4 Profirunden vorweisen kann. Karkkainen stand bereits in mehreren Titelkämpfen, darunter in einem WBO-Interconti-Titelkampf, den er im November 2023 nur knapp per geteiltem Punktentscheid gegen Kevin Melhus (13-1) verlor. Entsprechend ambitioniert ist die Herausforderung für Klein, der dennoch beweisen möchte, dass er die boxerischen Fähigkeiten sowie die nötigen Ambitionen hat, um nach oben zu kommen.
Weitere Undercard mit WBO-Juniorenweltmeister Mert Caliskan

Mert Caliskan.
Mindestens 7 weitere Kämpfe finden ebenfalls statt. Darunter ein Auftritt des WBO-Juniorenweltmeisters Mert Caliskan (8-0), der sich im Mai in Bielefeld den Titel im Superleichtgewicht sichern konnte. Auch das starke Cruisergewicht Alexander Schürhoff (15-0) wird in Aktion sein, ebenso wie Schwergewichtler Hassan El Chehade (6-0), Weltergewichtler Leonard Lima (5-0), Supermittelgewichtler Domenik Arnold (3-0) sowie das feurige Fliegengewicht Lorena Bunoza (6-0).
Eine besondere Empfehlung verspricht zudem der Superleichtgewichtskampf von Mohammed Azaoun (2-0) zu werden, der sich mit dem Franzosen Temitope Abiola (6-2) einem gefährlichen Gegner stellt.
Limitierte Anzahl an Tickets ab 54,99 € verfügbar

Durch den Umzug von der Ostermann-Arena ins Forum Leverkusen wird sich die Zuschauerkapazität deutlich verändern. Während sonst stets zahlreiche Kontingente verfügbar waren, ist die Ticketanzahl nun auf unter 1.000 Stück beschränkt.
Noch sind nicht sämtliche Matchups final bekanntgegeben, doch schon jetzt versprechen die Hauptkämpfe äußerst sehenswert zu werden. „Die Fightcard ist wirklich auf einem sehr hohen Niveau, auf dem wir sehr gute Kämpfe sehen werden!“, verspricht Hoxhaj.















54 Euro für ein paar Aufbaukämpfe? soll das ein Witz sein??