
Hamzah Sheeraz ist neuer WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht
Im Kampf um den vakanten WBO-Titel im Supermittelgewicht standen sich bei „Glory in Giza“ Hamzah Sheeraz (23-0-1, 19 KOs) und Alem Begic (29-1(1)-1, 23 KOs) gegenüber. Bereits im Vorfeld war klar, dass der Münchener Begic, der hauptberuflich als Architekt tätig ist, als klarer Underdog in dieses Gefecht geht. Für den 39-Jährigen, der zuvor vor allem ausgesuchte Gegnerschaft vor den Fäusten hatte, war es die bisher größte Chance in den bezahlten Rängen, die vor allem durch kluges Matchmaking realisiert wurde.
Bereits in der ersten Runde war der Klassenunterschied sichtbar. Sheeraz bearbeitete Begic, der zuletzt WBO Europameister im Supermittel war, abwechselnd zu Körper und Kopf und trieb ihn in den Rückwärtsgang. Begic zeigte kaum Gegenwehr und war vor allem damit beschäftigt, seine Defensive gegen den 1,91-Meter-Mann aufrecht zu erhalten. Der von Andy Lee trainierte Brite konnte mit seinen langen Armen gute Treffer erzielen und auch in der zweiten Runde weiter aufdrehen. Kurze Haken zum Kopf waren häufig das Mittel der Wahl.
Nachdem ein rechter Haken zum Kopf sauber durchkam, zog Hamzah Sheeraz seine Linke nach unten und platzierte einen Leberhaken, der Alem Begic auf den Boden schickte. Der bis dato ungeschlagene Begic versuchte noch, wieder aufzustehen, merkte allerdings, dass der Treffer saß und ging sofort wieder runter, woraufhin er vom Referee ausgezählt wurde.
Hamzah Sheeraz sicherte sich mit diesem vorzeitigen Sieg im Blitzdurchgang den vakanten WBO-Titel, den zuvor Terence Crawford von Canelo Alvarez eroberte und niederlegte, als er seine Karriere für beendet erklärte. Für Begic ist es die erste Niederlage seiner Karriere.














