Neuer Gegner: Filip Hrgovic nun gegen Amir Mansour

Eigentlich sollte es Flip Hrgovic am 8. September in Zagreb mit dem Schotten Gary Cornish zu tun bekommen, doch dieser muss nun aus gesundheitlichen Gründen passen.

Heftiger „Step-Up“ für Schwergewichtshoffnung

Sauerland und das restliche Team Hrgovic meinen es Ernst mit dem 26-jährigen Olympia-Bronzegewinner von Rio. Mit gerade einmal 5 Profikämpfen im Rücken, wird es für Filip Hrgovic in seiner Heimatstadt Zagreb gegen den US-Amerikaner Amir Mansour gehen, was als durchaus riskant angesehen werden kann. Nicht nur ist Mansour qualitativ deutlich stärker als der eigentlich als Gegner vorgesehene Gary Cornish, er ist auch ein ganz anderer Typ Boxer: viel kleiner, viel wendiger und obendrein Rechtsausleger.

„Ich hatte bisher nicht viel Zeit um Mansour zu studieren. Ich weiß, dass er Rechtsausleger ist und etwas kleiner als mein geplanter Gegner, also muss ich mein Training etwas anpassen, aber wie ich immer sage, du musst jeden schlagen wenn du Weltmeister werden willst“, so Hrgovic zur Umstellung.

Studieren sollte er Mansour auf jeden Fall, denn dieser ist ein ganz anderes Kaliber als die bisherigen Gegner des großgewachsenen Kroaten. Der schon 46 Jahre alte KO-Schläger aus Delaware konnte bereits ordentliche Schwergewichtler wie Fred Kassi, Joey Dawejko oder Travis Kauffman bezwingen und dem damals ungeschlagenen Gerald Washington ein Unentschieden abluchsen, bei dem viele sogar ihn vorne gesehen hatten. Zuletzt stand Mansour im November 2017 in Russland im Ring, wo sein Kampf gegen Sergey Kuzmin nach einem unglücklichen Zusammenprall der Köpfe abgebrochen werden musste und ebenfalls Unentschieden endete.

Sollte Hrgovic diesen Härtetest überstehen, wäre dies gleichbedeutend mit dem Erringen des vakanten WBC International Titels im Schwergewicht, wodurch sich der ehemalige Top-Amateur in diesem Weltverband schon ziemlich weit nach oben katapultieren könnte. Scheint ganz so, als würde man ihn Seitens des Managements und des Promoters ganz schnell an die Spitze führen wollen und scheut dafür auch keine Risiken. Um Hrgovic auch entsprechend weiterzuentwickeln, trainiert dieser seit kurzem beim allseits bekannten kubanischen Trainer Pedro Diaz in Miami, der schon seine Landsleute Guillermo Rigondeaux und Odlanier Solis betreut hat.