
Naoya Inoue sollte die bislang härteste Prüfung seiner Regentschaft im Superbantamgewicht erhalten. Am Ende war es jedoch ein weiterer dominanter Auftritt des „Monster“.
Naoya Inoue bleibt weiter ungeschlagen und verteidigt Undisputed-Status
Der unumstrittene Champion verteidigte am Sonntag in der IG Arena von Nagoya, Japan, seine vier WM-Titel mit einem einstimmigen Punktsieg über den ehemaligen Doppel-Champion Murodjon Akhmadaliev. Die Wertungen lauteten zweimal 118-110 sowie 117-111.
Inoue (31-0, 27 KOs) – Weltmeister in bereits vier Gewichtsklassen – hat damit nun fünf erfolgreiche Titelverteidigungen seit dem Gewinn der unangefochtenen Krone im Dezember 2023 bestritten. Gegen Akhmadaliev (14-2, 11 KOs) diktierte er besonders die erste Kampfhälfte mit präzisem Jab und geraden rechten Händen zum Kopf und Körper.

Der Japaner übernahm früh die Ringmitte, bewegte sich geschickt von Seite zu Seite und setzte immer wieder den linken Haken als Konter. Seine präzisen Treffer hinterließen deutliche Spuren im Gesicht Akhmadalievs, das sichtbar angeschwollen und gezeichnet war. In der neunten Runde setzte Inoue mit einer Dreier-Kombination nach und forderte seinen ermatteten Gegner sogar spöttisch auf, weiterzukommen.

Erst in den Schlusssekunden des zwölften Durchgangs hatte Akhmadaliev einen kurzen Moment, als er mit einem weiten rechten Haken die Aufmerksamkeit Inoues erregte. Doch der Champion zuckte nur mit den Schultern, blieb unbeeindruckt und fuhr den klaren Punktsieg souverän nach Hause. In Titelkämpfen steht der 31-Jährige nun bei einer Bilanz von 26-0.
„Ich wollte ihn in den mittleren Runden stoppen, aber das ist mir nicht gelungen. Also habe ich mich an meinen Gameplan gehalten“, erklärte Inoue nach dem Kampf.
Top-Rank-Boss Bob Arum zollte Respekt: „Wir haben gesehen, welch kompletter Boxer Inoue mittlerweile ist. Nicht nur ein großartiger Puncher, sondern auch mit großartiger Strategie und Fußarbeit. Genau das zeichnet die wirklich ganz Großen der Boxgeschichte aus – und dieser junge Mann hat es heute Nacht eindrucksvoll gezeigt.“

Undercard-Ergebnisse
Im Bantamgewicht kam es zu einer faustdicken Überraschung: Mexikos Christian Medina (26-4, 19 KOs) entthronte den bis dahin ungeschlagenen Yoshiki Takei (11-1, 9 KOs) durch TKO in der vierten Runde und eroberte damit den WBO-WM-Titel. Medina schickte Takei bereits im Auftakt-Durchgang zu Boden und machte in Runde vier mit einer Serie von Uppercuts alles klar.
Im Minimumgewicht sicherte sich Ryusei Matsumoto (7-0, 4 KOs) den WBA-„Regular“-Titel durch technischen Punktsieg in Runde fünf über Yuni Takada (16-9-3, 6 KOs). Nach einem unbeabsichtigten Kopfstoß, der Takada zu Boden schickte und kampfunfähig machte, werteten die Punktrichter 50-45, 50-45 und 50-46 zugunsten Matsumotos.














