Nachwuchshoffnung Bauer schreibt Box-Geschichte

Leon Bauer nach dem Kampf in Las Vegas / Foto: Rainer Gottwald
Leon Bauer nach dem Kampf in Las Vegas / Foto: Rainer Gottwald

Der erst 17-jährige Leon Bauer feiert im Box-Mekka Las Vegas sein erfolgreiches US-Debüt. Der dritte Deutsche in der Undercard von Las Vegas, Deniz Ilbay, unterliegt dagegen nach großem Kampf.

Leon Bauer hat Geschichte geschrieben. Als jüngster Boxer, der jemals in Las Vegas in den Ring gestiegen ist, gewann er im Supermittelgewicht gegen den Russen Ilshat Kushnulgatin einstimmig nach Punkten (59-55, 59-55, 60-54).

Es war ein gelungenes US-Debüt des 17-Jährigen, der auch im achten Kampf ungeschlagen blieb. In einem offenen Schlagabtausch zeigte Bauer eine solide Leistung, kassierte durch Schwächen in der Defensive aber auch unnötige Treffer.

Bauer: „Es war der Hammer“

Ab der zweiten Runde beeinträchtigte ihn eine blutende Nase. Doch der „Löwe aus der Pfalz“ ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, ebenso wenig von der für ihn ungewohnt großen Kulisse im MGM Grand.

Nach sechs Runden lag Bauer schließlich auf allen Punktzetteln vorne. „Es war der Hammer. Ich bin dankbar, dass ich hier kämpfen durfte“, freute sich der Youngster über seine erfolgreiche Premiere in den USA.

Ilbays Traum geplatzt

Für Deniz Ilbay hat sich der Traum von einem Sieg in Las Vegas dagegen nicht erfüllt. Der Weltergewichtler aus Köln unterlag Egidijus Kavaliauskas einstimmig nach Punkten (80-72, 80-72, 80-72). Da half auch die Unterstützung von UFC-Legende Tito Ortiz nicht, der Ilbay in dessen Ecke unterstützte.

„The Mean Machine“ aus Litauen, Kavaliauskas, machte seinem Namen alle Ehre. Er dominierte den Kampf und gab Ilbay zu keinem Zeitpunkt die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Der Top-Rank-Fighter war einfach eine Nummer zu groß an diesem Abend.

Ilbay mit Nehmerqualitäten

Dennoch gebührt dem 21-jährigen Ilbay großer Respekt. Er bewies Nehmerqualitäten und war erst der zweite Gegner überhaupt, der Kavaliauskas über die volle Distanz zwang.

Der Litauer (13 Kämpfe, 13 Siege, 11 durch K.o.), laut Star-Trainer Robert Garcia eine Mischung aus K.o.-König Gennady Golovkin und Kampf-Maschine Ruslan Provodnikov, empfahl sich mit dem Sieg für größere Aufgaben.

Quelle: ran.de

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