
Nur wenige Minuten nach seinem eindrucksvollen KO-Sieg über Dillian Whyte in Riad sprach Moses Itauma über seine Zukunft.
Moses Itauma offen für Kampf gegen Undisputed Champion Usyk – Team mahnt zur Vorsicht
Könnte es schon bald zu einem Duell zwischen Moses Itauma und Oleksandr Usyk kommen? Turki Alalshikh, Initiator der großen Box-Events in Saudi-Arabien, machte deutlich, dass sein Wunschgegner für Itauma der amtierende Undisputed-Champion sei.
Der erst 20-jährige Brite zeigte sich begeistert von dieser Aussicht: „Ich würde das auch lieben. Und wenn nicht Usyk, dann eben die Jungs, die es verdient haben, gegen ihn zu kämpfen – also Parker, Kabayel oder andere. Aber mein Team betont, dass ich noch Runden brauche, deshalb haben sie Jermaine Franklin als guten Namen ins Spiel gebracht.“
Itauma gilt derzeit als eines der größten Schwergewichtstalente in den bezahlten Rängen weltweit. Seit seinem brutalen KO-Sieg über Demsey McKean im Dezember 2024 auf der Undercard von Usyk vs. Fury II hat er sich mit einer Serie schneller Siege in den Vordergrund geboxt. Im Mai stoppte er den US-Amerikaner Mike Balogun in nur zwei Runden, am Samstag brauchte er gegen den 37-jährigen Ex-WM-Herausforderer Whyte keine zwei Minuten.
Während WBO-Interims-Champion Joseph Parker aktuell eigentlich als nächster Gegner von Usyk vorgesehen ist, ist dessen Gesundheitszustand unklar. Der Ukrainer hat beim Verband um eine Verlängerung der Verhandlungsfrist gebeten. Sollte Usyk seinen Titel niederlegen, dürfte Itauma als WBO-Pflichtherausforderer gegen Parker um den vakanten Gürtel boxen.
Im Gespräch nach seinem Sieg über Whyte gab Itauma offen zu, dass er trotz der klaren Dominanz Respekt vor der Schlagkraft des Routiniers hatte: „Ich weiß nicht, warum ich überrascht war, aber nachdem ich gejabt habe, kam Dillian mit einem Jab gegen meinen Arm. Da dachte ich: ‚Gott, das ist ein starker Jab.‘ Vielleicht muss ich doch vorsichtiger sein, als ich dachte.“
Dabei habe er besonders auf die berüchtigte linke Haken-Kombination geachtet, die Usyk zuletzt als „Kosaken-Schlag“ – inzwischen „The Ivan“ genannt – etabliert hat. Mit genau dieser Schlaghand schickte Usyk im Juli Daniel Dubois spektakulär in den Ringstaub und auch Whyte ist für seinen linken Haken bekannt.
„Deshalb habe ich nach jedem Treffer einen Schritt zurückgemacht, um nicht selbst einen zu kassieren. Ich wollte auf keinen Fall so einen Schlag erwischen.“ Eine besondere Begegnung gab es für Itauma nach dem Kampf ebenfalls: Ring-Ikone Michael Buffer gratulierte ihm persönlich und deutete an, dass bald ein Auftritt im Wembley-Stadion bevorstehen könnte.
Itauma selbst nimmt die wachsende Aufmerksamkeit jedoch gelassen: „Viele Leute denken, ich will ein Superstar sein. Viele glauben, ich liebe die Scheinwerfer. Aber ich will einfach nur boxen. Ich mache das seit meinem neunten Lebensjahr. Wenn ich es nicht tue, fühle ich mich fehl am Platz. Ich brauche das. Ob ich in Wembley kämpfe oder in der York Hall, ist mir egal. Wichtig ist nur, dass ich boxe.“















Den alternden und mittlerweile leider zum Gatekeeper gewordenen White zu auszuknocken macht ihn zum mandatory gegen Usyk ? White ist längst über dem Zenit.
Der Junge hat noch Zeit. Usyk ist für mich aktuell einfach am stärksten. Da kann Itauma aktuell nicht mithalten. Halte Kabayel tatsächlich auch eher auf Augenhöhe mit Usyk.