Murat Gassiev boxt am 23. August in Miami gegen die Nummer 565

Murat Gassiev.

Der ehemalige Cruisergewichts-Weltmeister enttäuscht mit Gegnerwahl für seinen nächsten Kampf in den USA.

Vor einigen Jahren galt Murat Gassiev (31-2) als gefürchteter Puncher im Cruisergewicht. Seine Leistungen im großen World Boxing Super Series-Turnier von Kalle Sauerland waren packend und beeindruckend. Im Finale musste er sich jedoch Box-Gigant Oleksandr Usyk (24-0) geschlagen geben.

Seitdem haben sich die Karrieren der beiden Profis grundlegend verschieden entwickelt. Während Usyk ins Schwergewicht aufstieg und dort sämtliche Titel als Undisputed-Champion vereinte, tat sich Gassiev schwer und fiel vor allem durch lange Phasen der Inaktivität auf. Das ist durchaus bitter und enttäuschend, denn nicht wenige Beobachter räumten Gassiev im Schwergewicht sogar bessere Chancen ein, da sein Stil aus physischer Robustheit und großer Schlagkraft dort eigentlich zur Geltung hätte kommen können. In der Praxis trat dies jedoch nicht ein – und auch sein nächster Kampf deutet nicht darauf hin, dass sich daran in naher Zukunft viel ändern wird.

Murat Gassiev trifft auf Andrzej Wawrzyk – große Ernüchterung bei der Gegnerwahl

Trotz 3 Niederlagen in Folge kämpft Andrzej Wawrzyk demnächst gegen Murat Gassiev.

Die Nachricht kam vor einigen Wochen: Murat Gassiev soll am 23. August in Miami, Florida, in den Ring steigen. Der Kampf ist auf zehn Runden angesetzt, und die Boxfans waren durchaus gespannt, wer als Gegner präsentiert werden würde. Am selben Tag ist in Miami übrigens auch der reguläre WBA-Titelkampf zwischen Kubrat Pulev und Michael Hunter geplant – wobei bei einem Don-King-Event eine Verschiebung durchaus realistisch erscheint.

Nun scheint zumindest Gassievs Gegner festzustehen: Es soll der Pole Andrzej Wawrzyk (34-5) werden. Wir sprechen hier von der aktuellen Nummer 565 im Schwergewicht bei BoxRec. Wawrzyk kommt aus drei Niederlagen in Folge und hat nur einen seiner letzten fünf Kämpfe gewonnen. Sein vorletzter Sieg erfolgte gar im Jahr 2016.

Insgesamt also eine äußerst ernüchternde Gegnerwahl – insbesondere für einen ehemaligen Cruisergewichts-Weltmeister, der mit 31 Jahren eigentlich noch große Ambitionen im Schwergewicht haben sollte. Natürlich kann man argumentieren, dass es sich um einen kleineren Stay-Busy-Kampf handelt, doch die Ansetzung wirkt insgesamt enttäuschend – und sie passt in das Bild, das Gassiev seit seinem Aufstieg ins Schwergewicht leider abgibt.

3.2/5 - (18 votes)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein