Muhammad Alis jüngerer Bruder Rahaman Ali mit 82 Jahren gestorben

Foto: Muhammad Ali Center

Rahaman Ali, der jüngere Bruder von Muhammad Ali, ist am Freitag, dem 1. August, im Alter von 82 Jahren in seiner Heimatstadt Louisville, Kentucky, verstorben. Die genaue Todesursache wurde bislang nicht bekanntgegeben.

Rahaman Ali stirbt mit 82 Jahren in Louisville

Rahaman Ali, geboren am 18. Juli 1943 als Rudolph Arnett Clay, kam 18 Monate nach seinem berühmten Bruder Cassius Clay – dem späteren Muhammad Ali – zur Welt. Nach seiner Konvertierung zum Islam nahm er den Namen Rahaman Ali an. Wie sein Bruder zog es auch ihn in den Boxsport, wo er als Schwergewichtler eine Bilanz von 14 Siegen, 3 Niederlagen und 1 Unentschieden (7 KO-Siege) erreichte. Sein Profidebüt gab er 1964 auf derselben Veranstaltung, bei der Muhammad Ali durch seinen legendären Sieg über Sonny Liston erstmals Weltmeister wurde.

Sein wohl bekanntester Kampf fand am 8. März 1971 im Madison Square Garden in New York statt – an dem Abend, als Muhammad Ali erstmals seine ungeschlagene Bilanz gegen Joe Frazier verlor. Rahaman, damals ungeschlagen mit einer 7-0-Bilanz, stand auf der Undercard und erlitt ebenfalls seine erste Niederlage. Über sechs Runden unterlag er dem späteren britischen und Commonwealth-Champion Danny McAlinden nach Punkten. In einem Interview mit Boxing News im Jahr 2021 erinnerte sich Rahaman an diese unvergessliche Nacht: „Es war so aufregend. Das ist ein Teil meines Lebens, für den ich immer dankbar sein werde. So viele berühmte Menschen waren dort, die Atmosphäre war unglaublich. Es war eine Ehre, auf so einer Veranstaltung an der Seite meines Bruders boxen zu dürfen… Ich dachte, dass ich den Kampf gewonnen hätte, aber die Punktrichter sahen das anders.“

Nur einen Monat später kehrte Rahaman in den Ring zurück und gewann vier Kämpfe in Folge, alle in Spanien und innerhalb von aufeinanderfolgenden Wochen. Trotz seiner Erfolge sah er seine Karriere stets in realistischer Relation zum Ruhm seines Bruders: „Ich war nicht der Boxer, der Muhammad war,“ sagte Rahaman rückblickend, „aber ich bin stolz auf meine Karriere.“

Seine aktive Laufbahn endete 1972 nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Roy Wallace und Jack O’Halloran. Danach blieb er eng an der Seite seines Bruders, reiste mit ihm um die Welt und trainierte oft mit ihm, während Muhammad Ali weitere zwei Male den Weltmeistertitel im Schwergewicht gewann.

DeVone Holt, Präsident und CEO des Muhammad Ali Centers, würdigte Rahamans Bedeutung für das Leben seines Bruders: „Man kann die Geschichte von Muhammad nicht erzählen, ohne Rahaman zu erwähnen. Er war eine der beständigsten Stützen in Muhammads Karriere, und ihre Beziehung war ein wahres Beispiel dafür, was es bedeutet, ‘der Hüter meines Bruders’ zu sein.“

 

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Auch Muhammads Tochter Hana Ali nahm auf Instagram Abschied und postete ein Foto mit ihrem Onkel: „Er hatte dasselbe Funkeln in den Augen wie mein Vater… dasselbe Licht, denselben Schalk, dieselbe Liebe.“

Die Details zur Beisetzung sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden, bestätigte das Muhammad Ali Center.

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