
Foto: Wasim Mather
Auf dem Tyson-Fury-Event in Pattaya geht das deutsche Schwergewicht Daniel Bär brutal K.o. Es ist ein Anwärter auf den Knockout des Jahres.
Am Freitag boxte Tyson Fury gegen Mariusz Wach im Max Muay Thai Stadium in Pattaya, Thailand. Es war ein Event ohne reguläre Übertragung vor ausgewählten 1.500 Zuschauern. Ungewöhnlich zwar, allerdings sollen entsprechende Sequenzen der Veranstaltung für Furys Netflix-Serie verwendet werden.
Auf der Fightcard gab es jedoch noch ein weiteres Schwergewichtsduell – sogar mit deutscher Beteiligung. Daniel Bär (15-2-1), der vor seiner Heirat als Daniel Dietz im Ring auftrat, wollte sich auf internationaler Bühne für größere Kämpfe empfehlen. Dafür bekam er mit dem ungeschlagenen Engländer Simon Ibekwe (7-0) allerdings einen harten und gefährlichen Gegner vorgesetzt.
Da der Kampf – wie zuletzt in Oberhausen auf dem Agit-Kabayel-Event gegen Seun Salami – lediglich über sechs Runden angesetzt war, schrillten bereits im Vorfeld die Alarmglocken. Promoter Rainer Gottwald (Dream Boxing) wusste um die Gefährlichkeit dieses Duells, doch wollte man dieses Risiko für mögliche größere Kämpfe in Kauf nehmen.
„Schon vor dem Event habe ich gesagt, dass dies für mich der einzige Kampf der Veranstaltung ist, dessen Ausgang völlig offen ist und bei dem ein einziger Schlag alles entscheiden kann. Daniel und ich haben gemeinsam mit Goldstar mehrere andere Gegner vorgeschlagen, doch letztlich wurde Simon als Gegner festgelegt. Die Alternative wäre gewesen, dass Daniel gar keinen Kampf bekommt“, so Gottwald gegenüber Boxen1.
Brutaler K.o.-Sieg von Simon Ibekwe nach wenigen Sekunden

Foto: Wasim Mather
Ob der Kampf nun über sechs, acht oder zehn Runden angesetzt gewesen wäre, spielte letztlich keine Rolle. Ibekwe stürmte von Beginn an nach vorne und präsentierte sich für seine Größe äußerst explosiv. Bär stand sofort unter Druck und versuchte zunächst zu klammern sowie sich im Rückwärtsgang in den Kampf hineinzufinden.
Das sollte jedoch nicht gelingen. Ibekwe landete am Seil eine fürchterliche rechte Schlaghand, die Bär eiskalt K.o. gehen ließ. Der Deutsche fiel mit dem Gesicht voraus auf den Ringboden. Es war ein absolut brutaler und beängstigender Knockout, der zweifellos zu den spektakulärsten des Jahres zählt.
„Es war ein sehr trauriger Moment. So etwas möchte niemand erleben. Ich hatte leider schon im Vorfeld die Befürchtung, dass dieser Kampf ein enormes Risiko birgt“, sagte ein schockierter Rainer Gottwald nach dem Kampf gegenüber Boxen1.
A strong candidate for Knockout of the Year! 😱
Heavyweight Simon Ibekwe (7-0) 🏴 brutally knocked out Daniel Baer (15-2-1) 🇩🇪 in the opening round in Pattaya, Thailand.#FuryWach pic.twitter.com/z9HoEhr5fo
— Permante (@PermantexG) July 24, 2026
Am Ende hatte sich das Team um Daniel Bär viel vorgenommen, konnte davon jedoch nichts umsetzen, weil der Kampf bereits nach rund 30 Sekunden beendet war. Entsprechend blieb auch die erhoffte Empfehlung für weitere internationale Einsätze aus – ganz im Gegensatz zu Simon Ibekwe, der mit diesem spektakulären Erfolg vermutlich seinen Durchbruch im Profiboxen eingeleitet hat.
Vor dem Kampf verlief zudem nicht alles optimal, worauf Rainer Gottwald nochmals hinwies.
„Ursprünglich sollte Daniel deutlich später boxen. Während er noch beim Tapen war, kam plötzlich der Aufruf zum Einlauf, weil die vorherigen Kämpfe viel schneller beendet waren als geplant. Für ein vernünftiges Aufwärmen blieb praktisch keine Zeit. Auch hinter den Kulissen herrschte großes Chaos. Das alles soll jedoch keine Entschuldigung sein. Daniel hat den Kampf verloren, und das muss man akzeptieren.“
Eine positive Nachricht gab es an diesem Abend allerdings dennoch aus deutscher Sicht. Nach dem brutalen Knockout war Bär schnell wieder ansprechbar und erholte sich gut. Bei aller sportlichen Tragweite bleibt das stets die wichtigste Nachricht.
„Für mich steht jetzt nur eines im Vordergrund: Ich hoffe von Herzen, dass er sich körperlich und mental vollständig erholt“, so Gottwald abschließend.















daniel dietz wollte sich „für grße Kämpfe auf internationaler bühne empfehlen“…….und warum? sein talent reicht für deutsche meisterschaften, mehr nicht. er hat weder den hintergrund aus dem olympischen boxen, noch aufgrund irgendeiner leistung im porfi-bereich etwas vorzuweisen, was solche gedankenspiele auch nur halbwegs realistisch erscheinen lässt. kein wunder dass das dabei rauskommt!