Mayweather vs. Pacquiao 2: Netflix plant Rückkampf für 2026 – zehn Jahre nach dem „Kampf des Jahrhunderts“

Pacquiao gegen Mayweather

Zehn Jahre nach dem als „Kampf des Jahrhunderts“ beworbenen Duell von 2015 soll es nun tatsächlich ein Rematch zwischen Floyd Mayweather Jr. und Manny Pacquiao geben. Wie mehrere US-Medien berichten, befindet sich Netflix in Gesprächen, den Kampf im Jahr 2026 zu produzieren und weltweit zu übertragen.

Noch ist unklar, ob es sich dabei um einen offiziellen Profikampf oder lediglich um ein Exhibition-Fight handeln wird. Sicher ist nur: Der Name allein verspricht gigantische Aufmerksamkeit – und gewaltige Einnahmen.

Der Kampf von 2015: Viel Hype, wenig Action

Ihr erstes Aufeinandertreffen am 2. Mai 2015 in Las Vegas wurde als das größte Boxevent des Jahrhunderts verkauft – und enttäuschte dennoch Millionen Zuschauer.

Mayweather (50-0, 27 KOs) gewann damals souverän nach Punkten (116-112, 116-112, 118-110). Pacquiao klagte anschließend über eine Schulterverletzung, die ihn früh im Kampf eingeschränkt habe.

Der Kampf zwischen Floyd Mayweather vs. Many Pacquiao brach im Jahre 2015 alle Einschaltrekorde. Natürlich auch übertragen von Showtime Championship Boxing.

Trotz der sportlichen Ernüchterung war der finanzielle Erfolg überwältigend:
Über 400 Millionen US-Dollar an Pay-per-View-Einnahmen wurden allein in den USA generiert. Mayweather kassierte rund 200 Millionen Dollar, Pacquiao etwa 120 Millionen Dollar.

Viele Fans empfanden den Kampf als taktisch, aber langweilig – ein Event, das mehr auf Marketing als auf Spektakel setzte.

Geld bleibt die treibende Kraft hinter dem Rematch

Wie ESPN-Reporter Mike Coppinger berichtet, wird der Rückkampf „für Netflix in Betracht gezogen“. Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre das Duell exakt zehn Jahre nach dem Originalkampf – und für beide Boxer eine letzte Gelegenheit, ihre Namen nochmals zu monetarisieren.

Floyd Mayweather wird am 24. Februar 2026 49 Jahre alt, Manny Pacquiao feiert im Dezember 2025 seinen 47. Geburtstag.
Ihr Vorbild scheint kein anderer als Mike Tyson zu sein, der im November 2024 mit 58 Jahren gegen Jake Paul antritt – und dafür angeblich 20 Millionen Dollar kassiert.

Pacquiaos schwaches Comeback 2025 sorgt für Zweifel

Foto: Esther Lin/Premier Boxing Champions

Im Juli 2025 kehrte Manny Pacquiao überraschend in den Ring zurück und traf auf den amtierenden WBC-Weltmeister Mario Barrios. Nach zwölf Runden endete Der Kampf Unentschieden (114-114, 115-113, 114-111) – ein Ergebnis, das viele Beobachter als übertrieben gnädig bewerteten.

Pacquiao wirkte langsamer, defensiv unsicher und konditionell stark abgebaut.
Angesichts dieser Leistung stellt sich die Frage, ob ein Rückkampf gegen Mayweather sportlich überhaupt noch Sinn ergibt – oder ob hier nur die Kassen klingeln sollen.

Zwischen Nostalgie und Geschäftssinn

Das geplante Rematch Mayweather vs. Pacquiao 2 ist ein Symbol dafür, wie weit sich das moderne Boxen von seinen sportlichen Wurzeln entfernt hat.
Statt Nachwuchstalente zu fördern, setzen Promoter und Streaming-Giganten auf große Namen vergangener Zeiten – auf Kosten der Glaubwürdigkeit des Sports.

2026 könnte also erneut Geschichte geschrieben werden – aber nicht wegen des Kampfes im Ring, sondern wegen dessen, was außerhalb davon passiert.

3.9/5 - (32 votes)

2 Kommentare

  1. Der Kampf zwischen Mayweather und Pacquiao war nicht eindeutig im Sinne einer einheitlichen Meinung über das Ergebnis, obwohl er durch einen Punktsieg an Mayweather ging
    . Pacquiao und seine Fans sahen ihn als den Gewinner, da er aktiver und offensiver war, während Mayweather den Kampf als defensiver und weniger aggressiv empfand. Die Meinungen über die Kampfkontrolle und den Sieger gingen also auseinander.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein