Mark Breland – Der stille Star hinter Deontay Wilder!

Wenn Deontay Wilder in der Nacht von Samstag auf Sonntag (deutscher Zeit; live auf DAZN ab ca. 3:00 Uhr) seinen WBC-WM-Gürtel im Schwergewicht verteidigen wird, schauen weltweit Millionen Boxfans auf das mit Spannung erwartete Rematch gegen Luis „King Kong“ Ortiz. Doch obwohl „The Bronze Bomber“ zurecht große, öffentliche Anerkennung genießt, steht ein besonderer Mann im Schatten des amtierenden WBC-Weltmeisters, der vor 30 Jahren einst selbst ein Star war. BOXEN1 stellt in diesem Beitrag den langjährigen Trainer von Deontay Wilder vor – Mark Breland!

Mark Breland –  „Der magische Box-Flüsterer!“

Deontay Wilder (links) beim Workout mit Mark Breland.

Es gibt Trainer, die bekannter sind als ihre Boxer. Freddie Roach, zum Beispiel, ist solch ein Star-Coach, der allein schon durch seine Anwesenheit die Popularität seiner Boxer fördert. Auch die bereits verstorbenen Boxlehrer Angelo Dundee, Cus D’Amato und Emanuel Steward, genossen ihre öffentliche Rolle als „Champions-Macher“. Doch es gibt ebenso Ausnahmen, die eher im Verborgenen – still und heimlich – die Master-Pläne für ihre Schützlinge austüfteln. Mark Breland ist einer davon!

Mark Breland war bei den Amateuren Weltmeister und Olympiasieger, später zweifacher WBA-Champion im Weltergewicht.

Der heute 56-jährige Breland ist verantwortlich für die Erfolge von Deontay Wilder, mit dem er seit elf Jahren zusammenarbeitet. Samstagnacht bestreitet Wilder, im MGM-Grand-Hotel in Las Vegas (Nevada, USA), seine insgesamt zehnte Titelverteidigung. Wenn Deontay Wilder seine Fäuste im Rematch gegen den Kubaner Luis Ortiz zum Einsatz bringen wird, sitzt Mark Breland natürlich in der Ecke des 2,01 Meter großen Champions. Nur sehr ruhige und leise Töne kommen aus dem Mund von Wilder-Coach Breland, wenn er seinen Boxer in den Rundenpausen Anweisungen gibt.

Dass Mark Breland vor drei Jahrzehnten selbst im Scheinwerferlicht stand und alles gewann, was es zu gewinnen gibt, weiß selbst mancher ‚Boxfachmann von Heute‘ nicht! Fünfmal in Folge sicherte sich Breland die begehrte „Golden Gloves“-Trophäe als Amateurboxer. 1982 wurde er in München Weltmeister im Weltergewicht. Bei den olympischen Spielen in Los Angeles gewann er 1984 die Goldmedaille.

Mark Breland und Ebby Thust im Jahr 1989.

Nachdem Mark Breland im selben Jahr zu den Profis wechselte, sollte die Erfolgssträhne nicht abreißen. In der Folgezeit wurde er zweimal WBA-Weltmeister im Weltergewicht. BOXEN1-Gründer und Chefredakteur Ebby Thust, traf den früheren US-Ausnahmeboxer 1989 in Las Vegas. „Mark Breland war ein absoluter Star in den unteren Gewichtsklassen! Ich saß live am Ring, als er den Südkoreaner Seung-Soon Lee spektakulär ausknockte.“, erinnert sich Thust. Seinen letzten Kampf als Profiboxer bestritt Breland 1997 siegreich. Danach zog sich der waschechte New Yorker weitestgehend vom Boxsport zurück.

Ein Erfolgs-Duo: Mark Breland (links) und Deontay Wilder.

Erst durch seine Arbeit mit Deontay Wilder, nahm man in Fachkreisen wieder Notiz vom einst verschollenen US-Boxhelden. „Ich bin Mark Breland unendlich dankbar für seine Hilfe. Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich heute stehe!“, sagt Wilder über seinen Coach, den er liebevoll den „Box-Flüsterer“ nennt. „Es ist fast magisch! Selbst wenn tausende Fans in der Halle jubeln und schreien, höre ich seine leise Stimme.“ Da können Deontay Wilder-Fans nur hoffen, dass Mark Breland seinen Musterschüler, morgen Nacht gegen Luis Ortiz, erneut zum Sieg flüstern wird!

Mark Breland – Highlights einer Karriere! (Video)

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