Marco Huck vor dem Comeback-Kampf: „Ich fühle mich wie 15“

Boxen: BDB – Bund Deutscher Berufsboxer, 75 Jahre Jubiläums Gala, Hamburg, 18.05.2024
Marco Huck
© Torsten Helmke

Der Ex-Weltmeister kehrt am Samstag in Halle (NRW) zurück in den Ring, live auf DAZN, und scheint in den Jungbrunnen gefallen zu sein.

Am Samstag kehrt die deutsche Boxlegende Marco Huck (43-5-1) zurück in den Boxring. Der einstige langjährige Cruisergewichts-Weltmeister wird in der Heristo-Arena in Halle (NRW) boxen, wo einst sein weltmeisterlicher Run begann. Im August 2009 wurde er dort WBO-Weltmeister mit einem Sieg über Victor Emilio Ramírez.

Lang ist es her, und spätestens seit seiner Niederlage im September 2017 gegen Boxsuperstar Oleksandr Usyk wurde es ruhig um Huck. Doch an ein endgültiges Karriereende dachte Huck nie. Jüngste Aussagen von Huck zeigen vielmehr, dass er sehr motiviert zu sein scheint und es mit 41 Jahren noch einmal wirklich wissen möchte.

Huck fühlt sich so jung wie lange nicht mehr

Huck trifft am Samstag auf den amtierenden tschechischen Cruisergewichtsmeister Václav Pejsar (26-22), der zwar keine unlösbare Aufgabe darstellt, aber auch keine einfache und ungefährliche ist. Er wird entsprechend unter Beweis stellen müssen, dass er auch mit 41 Jahren noch nichts verlernt hat und weiterhin international mitmischen kann.

Aufhorchen ließen zuletzt die Aussagen von Huck, die äußerst angriffslustig erschienen. So sprach er in einem Interview davon, dass er nicht nur in diesem Jahr noch „einige Kämpfe“ bestreiten möchte, sondern zugleich noch in diesem Jahr wieder Weltmeister werden will. Ein ambitioniertes Ziel, das für viele durchaus unrealistisch anmuten dürfte.

Nun legte Huck jedoch bei Focus Online nach und erzählte, dass er sich so jung wie schon lange nicht mehr fühle: „Ich fühle mich wie 15. Ja, wirklich. Alter ist bei mir nur eine Zahl“, wird der Ex-Weltmeister im Artikel zitiert.

Einige Kritiker werden ihm vorwerfen, dass er solche Äußerungen rein zu Promo-Zwecken tätigt. Fans hingegen hoffen, dass er wirklich spritzig und explosiv wie zu seinen besten Zeiten erscheint.

Geballte Portion Fleisch für einen hungrigen Boxer

Lieferten sich ein hartes Sparring: Marco Huck und Eyman Chamdid.

Zudem gab Huck Einblicke in seine Ernährung. Während mittlerweile viele Sportler neben einer Reduktion des Fleischkonsums teilweise – wie etwa Jack Culcay – komplett dem Veganismus folgen, entschied sich Huck, einen konträren Weg einzuschlagen. Eine geballte Portion Fleisch steht von morgens bis abends auf dem Tagesplan und soll genug Energie für seine leidenschaftlichen Spurts liefern: „Morgens zum Frühstück etwas Gehacktes, mittags Steak, abends Filet, manchmal Fisch, ein paar Beilagen“, so Huck gegenüber Focus Online.

Mit viel Energie ging Huck auch in die Sparringphase, in der er sich beispielsweise mit dem Berliner Talent Eyman Chamdid harte Runden lieferte. Auf Boxen1-Nachfrage zeigte sich Chamdid beeindruckt vom Ex-Weltmeister, der offenbar nichts von seiner Klasse verlernt hat.

„Marco Huck ist im Sparring extrem fokussiert und körperlich stark. Man spürt jede Aktion, seine Power ist real! Er arbeitet hart, setzt um, was er sich vornimmt, und genau diese Intensität nimmt er auch mit in den Ring. Gegen ihn wird es definitiv kein einfacher Abend“, warnt Chamdid bereits künftige Gegner.

Eine Warnung sprach jedoch auch Huck selbst aus, der den einen oder anderen Hype zu beenden droht: „Einige, die momentan in der Szene so gehypt werden, sollten sich warm anziehen …“

Huck-Comeback live auf DAZN – Tickets auf Eventim

Am Samstag live auf DAZN: Huck vs. Pejsar

Ob Huck bei seinem Comeback-Versuch tatsächlich noch einmal international ganz oben angreifen kann, wird sich maßgeblich am 14. Februar in der Heristo-Arena in Halle (NRW) zeigen. Tickets sind bei Eventim ab 16 Euro erhältlich. Neben Huck werden zahlreiche weitere Boxer im Einsatz sein, darunter bekannte Namen wie Bujar Tahiri (21-0) oder der Lucas-Browne-Bezwinger Arman Khudoyan (7-0).

Der Streamingdienst DAZN wird ab 16 Uhr live übertragen. Alternativ besteht zudem die Möglichkeit, die Veranstaltung per PPV über Fight24 und Fight+ zu verfolgen.

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6 Kommentare

  1. So eine Card auf DAZN, früher wäre das eine kleinring Veranstaltung ohne TV.
    Eine reine Albaner card, ich werde es mir nicht angucken, nichtmal gratis.

  2. tue uns alle einen Gefallen und lass es mit deinen Weltmeister Allüren. Im Crusergewicht bist du sang und klanglos gegen Usyk gescheitert. Du hattest deine Zeit. verschone uns bitte „ich werde Schwergewichts- Weltmeister“

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