
Foto: Devad Handanovic
Der Ex-Weltmeister bezwingt in Halle (NRW) Vaclav Pejsar nach 10 Runden. Weitere Kämpfe sollen folgen.
Am Samstag kehrte die deutsche Boxikone Marco Huck (44-5-1) in den Ring zurück. Der langjährige Cruisergewichts-Weltmeister blickt auf eine ruhmreiche Historie zurück und möchte weitere glorreiche Kapitel hinzufügen. Ein Comeback ist geplant, wobei der erste Schritt in der Heristo-Arena in Halle (NRW) erfolgte, wo sich Huck mit einem Sieg zurück auf der Landkarte platzieren wollte.
Seit seiner Niederlage im September 2017 gegen Boxsuperstar Oleksandr Usyk wurde es ruhiger um Marco Huck, der sich jedoch im Vorfeld des Comebacks umso entschlossener präsentierte, wieder sportlich anzugreifen. Dies sollte gegen den amtierenden tschechischen Meister Vaclav Pejsar (26-23) gelingen. Ein Mann mit gemischter Kampfbilanz, der jedoch auf dem Papier nicht gänzlich schwach erschien und zum Kämpfen nach Deutschland kam – was sich auch bewahrheitete.
Huck siegt einstimmig nach Punkten

Foto: Devad Handanovic
Der Kampf begann, und Huck zeigte insbesondere in den Clinchphasen eine hohe Aggressivität, in denen er arbeitete und auch Aktionen zum Kopf suchte. Insgesamt war das Tempo nicht sonderlich hoch, doch Huck schien in der Anfangsphase mehr Akzente zu setzen. Man spürte dem 41-Jährigen deutlich an, dass er gewillt war, ökonomisch und smart zu boxen: dosierte Attacken, kluge Krafteinteilung und gezielte Aktionen, die auch landeten. So variierte er immer wieder vom Kopf zum Körper und punktete damit, wodurch auch enge Runden durch seine höhere Effektivität an ihn gingen.
Pejsar versteckte sich im Kampf jedoch nicht und versuchte, einiges zu initiieren. Sein Problem war jedoch die fehlende Vorbereitung seiner Angriffe. Ging Huck einen Schritt aus der Aktion heraus, verpufften die Attacken von Pejsar meist deutlich. So konnte der Tscheche nur selten wirklich Druck ausüben. Wenn er jedoch traf, folgten teilweise sehenswerte Kombinationen.
Ein insgesamt recht ausgeglichener und ehrlich gesagt auch mäßig actionreicher Kampf bog in die Zielgerade ein. Nach Punkten musste man Huck womöglich vorne sehen, wobei noch alles offen erschien. In den hinteren Runden konnte Pejsar jedoch nicht mehr die entscheidenden Akzente setzen, um das Geschehen zu drehen, sodass der Kampf über die volle Distanz von zehn Runden ging. Im Nachgang erhielt Huck den einstimmigen Punktsieg. Eine genaue Punktevergabe wurde nicht verlesen.
„Ich habe schon etwas gemerkt, dass die Ringpraxis fehlt“, gestand Huck im Interview nach dem Kampf.
Lobende Worte gab es abschließend auch für seinen Gegner, dem er Respekt zollte: „Der Gegner war wirklich sehr zäh. Großen Respekt an ihn, er hat sich wirklich gut gemacht.“
Arman Khudoyan und Bujar Tahiri siegreich auf der Undercard

Foto: Devad Handanovic
Auf der Undercard war der Lucas-Bronwe-Bezwinger Arman Khudoyan (8-0) zu sehen. Der Schützling der Leverkusener von No Limit Boxing stellte sich im Schwergewicht dem Kolumbianer Edwin Mosquera (14-8-2). Mosquera begann sehr forsch als Southpaw und schlug zahlreiche wuchtige Linke, von denen jedoch viele nur wenig vorbereitet ins Leere gingen. Dennoch war Gegenwehr spürbar, und es entwickelte sich ein unterhaltsamer Kampf. Gegen Ende der dritten Runde war bei Mosquera jedoch ein deutlich schwereres Atmen zu erkennen. Khudoyan erhöhte daraufhin in der vierten Runde das Tempo und stoppte seinen Kontrahenten schließlich vorzeitig via TKO.
Arman Khudoyan (8-0) 🇩🇪🇦🇲, who previously defeated Lucas Browne, secures his next early victory in the heavyweight division, stopping Edwin Mosquera (14-9-2) 🇨🇴 in the fourth round via TKO in Halle, Germany.
#HuckPejsar pic.twitter.com/8Rt6Qrtey3
— Permante (@PermantexG) February 14, 2026
Das Mittelgewicht Bujar Tahiri (22-0) hatte einen kurzen Arbeitstag zu absolvieren. Nach zwei Runden stieg der Venezolaner Carlos Rivero (32-10-1) aus – sehr zum Ärger von Tahiri, der im Anschluss nur wenig lobende Worte für den Matchmaker übrig hatte.
Im Co-Main-Event des Abends siegte zudem der Influencer und Mitveranstalter Amar47 in einem ansprechenden Duell gegen Mustafa Salih. Es war ein enges Gefecht, das Amar47 letztlich für sich entschieden zugesprochen bekam.














