Vor erster Titelverteidigung: Marco Huck im Interview mit Boxen1

Foto: Alexander Pilgrim
Foto: Alexander Pilgrim

Am heutigen Mittwoch, fand in Frankfurt am Main die erste Pressekonferenz zur IBO-Titelverteidigung von Marco Huck gegen Ovill McKenzie statt.

Teilnehmer waren neben Huck und McKenzie auch Hucks Bruder Kenan, Trainer Varol Vekiloglu, der ausschließlich mit dem IBO-Champ trainiert sowie McKenzies Trainer Martin Bowers. Während und auch im Anschluss an die Pressekonferenz stellte sich der IBO-Weltmeister unseren Fragen.

Was machst Du in der Vorbereitung auf diesen Kampf anders, als beim Kampf gegen Glowacki?

Marco Huck: Zunächst mal unterschätze ich McKenzie nicht, trotz seines durchwachsenen Kampfrekordes. Ich habe mich früher auf manche Kämpfe in der Kneipe vorbereitet und bin quasi aus der Kneipe in den Ring gestiegen. Sowas passiert heute selbstverständlich nicht mehr.

Ich will die Niederlage gegen Glowacki nicht schönreden, aber die Umstände in Amerika waren schon ziemlich schlecht für mich. Wir hatten da meistens 40-45 C° im Gym und das macht einen schon ziemlich fertig. Die Vorbereitung lief daher nicht optimal. Wer mich kennt, der weiß, dass ich einen angeschlagenen Boxer auch finishen kann. In der 6 Runde hat man ja gesehen, dass ich das in diesem Kampf nicht geschafft habe.

Wer ist aus Deiner Sicht der beste Cruisergewichtsboxer?

Foto: Alexander Pilgrim
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Marco Huck: Na ich. Niemand kann mich schlagen, ich kann mich nur selbst besiegen.

War McKenzie Dein Wunschgegner?

Marco Huck: Wir haben bei verschiedenen Leuten angefragt, unter anderem auch bei Steve Cunningham. Die Leute wissen, dass ich der beste und daher gefährlich bin, deshalb ist es äußerst schwer vernünftige Gegner zu bekommen.

Wirst Du Dir den WBO Titel von Glowacki zurückholen?

Marco Huck: Mir geht es dabei nicht um den WBO Titel sondern darum, Glowacki zu schlagen. Ich würde ihn auch boxen, wenn er kein Weltmeister mehr ist.

Was kommt nach McKenzie?

Marco Huck: Wir versuchen die Besten zu boxen und sprechen daher mit verschiedenen Leuten. Ich will als nächstes Glowacki boxen.

Wird es einen ein Kampf mit dem WBC Weltmeister Tony Bellew geben?

Marco Huck: Es gibt eine Vorgeschichte mit Bellew. Wir haben daraufhin ein Angebot gemacht und seither nichts mehr von Bellew gehört.

Kommt es zu einem weiteren Duell mit dem IBF und WBA Weltmeister Lebedev? Gab es ein Angebot von Lebedev?

Marco Huck: Wir haben bereits gesprochen und vielleicht kommt ein Kampf mit ihm zustande. Es ist aber noch zu früh um darüber zu sprechen. Ausschließen würde ich den Kampf nicht.

Wirst Du nochmal ins Schwergewicht aufsteigen?

Marco Huck: Man soll niemals nie sagen.

Wer gewinnt den Rückkampf zwischen Wladimir Klitschko und Tyson Fury?

Marco Huck: Wladimir ist der wesentlich bessere Boxer als Fury. Wenn er mental fit ist wird er ihn ganz klar besiegen. Ich drücke Wladimir die Daumen, falls es überhaupt noch zu diesem Rückkampf kommt.

Vermisst Du Uli Wegner?

Marco Huck: Ich vermisse den Menschen Uli Wegner privat sehr. Er ist für mich wie ein Ziehvater. Wir haben aber nach wie vor noch viel Kontakt. Ich rufe ihn nachher gleich mal an.

Wie war es bei Ebby zu Hause?

Marco Huck: Sehr schön. Ich bin gern dort. Liebe Grüße an dieser Stelle.

Marco, zunächst bedanken wir uns für Deine Zeit und dieses Interview und den Videogruß an unsere Boxen1 Facebook-Gruppenmitglieder.

Marco Huck: Kein Thema. Immer gern.

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