
Der Ex-Weltmeister Huck startet ein großes Comeback, live auf DAZN. Trainer Jihad Ali Khan schwärmt zuvor vom Trainingselan seines Schützlings.
Er ist wieder zurück, Marco Huck (43-5-1)! Der langjährige Cruisergewichts-Weltmeister begeisterte vor rund 10 bis 15 Jahren konstant ein Millionenpublikum in Deutschland und machte sich auch international einen berüchtigten Namen. Wenn Huck in den Ring stieg, schalteten die Leute ein oder kauften sich ein Ticket.
In den vergangenen Jahren wurde es jedoch ruhiger um den erfolgsverwöhnten Champion. Spätestens seit seiner Niederlage gegen Box-Superstar Oleksandr Usyk im September 2017 machte sich dies eindeutig bemerkbar. Doch an Aufhören denkt er nicht – ganz im Gegenteil. Huck präsentiert sich angriffslustig und motiviert, möchte es sich und seinen Kritikern mit inzwischen 41 Jahren noch einmal beweisen.
In einem Interview sprach er selbstbewusst davon, dass er in diesem Jahr noch „einige Kämpfe“ bestreiten – und sogar wieder Weltmeister werden möchte. Ein ambitioniertes Ziel, keine Frage. Gegenüber Focus Online legte Huck sogar nach: „Ich fühle mich wie 15. Ja, wirklich. Alter ist bei mir nur eine Zahl“, wird der Ex-Weltmeister im Artikel zitiert.
Huck-Trainer Jihad Ali Khan gewährt Einblicke in die Vorbereitung

Wie hat es Huck geschafft, dass er sich plötzlich körperlich wieder so gut fühlt? Einer der zentralen Säulen war das Thema Ernährung, bei dem er insbesondere auf tierische Produkte vertraut: „Morgens zum Frühstück etwas Gehacktes, mittags Steak, abends Filet, manchmal Fisch, ein paar Beilagen“, so Huck gegenüber Focus Online.
Hierfür bekam Boxen1 die Gelegenheit, mit Headcoach Jihad Ali Khan zu sprechen, der ebenfalls betonte, welch positiven Einfluss die Ernährung auf Marcos Comeback gehabt habe:
„Ja, wir haben auch intensiv an der Ernährung gearbeitet. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung, gerade in diesem Alter und bei einem Comeback. Die Ernährung ist klar strukturiert und auf Regeneration, Leistungsfähigkeit und Stabilität ausgelegt. Man merkt deutlich, wie positiv sich das auf Marcos Körpergefühl, Energie und Fokus ausgewirkt hat“, so Trainer Khan.
Selbstverständlich wurde auch viel Wert auf die Physis sowie auf technische Einheiten gelegt, wobei Khan sich durchweg angetan vom zügigen Fortschritt Hucks zeigte, der weiterhin fantastische Anlagen im Kampfsport besitzt.
„Marco ist in einem sehr guten Zustand. Körperlich deutlich frischer, beweglicher und fokussierter, als viele erwarten. Mental ist er extrem klar, motiviert und hungrig. Er weiß genau, warum er dieses Comeback macht.“
Der Feinschliff erfolgte insbesondere in folgendem Bereich:
„Wir haben viel an Beinarbeit, Timing und Rhythmus gearbeitet. Außerdem an Ruhe und Kontrolle im Kampf. Marco hat große Fortschritte darin gemacht, seine Erfahrung gezielter einzusetzen und nicht unnötig Energie zu verschwenden“, so Khan.
Nichts an Gefährlichkeit verloren

Foto: Konstantinos Sarigiannidis
Nun stand Huck seit einigen Jahren nur unregelmäßig im Training und dürfte insbesondere körperlich noch Aufholbedarf haben. Doch das Comeback ist ein gesamter Prozess, der erst am heutigen Samstag seinen Anfang nimmt. Was Khan wichtig zu betonen war, ist die Tatsache, dass Marco auch weiterhin über ein ganzes Arsenal an Fähigkeiten verfügt, um oben wieder mitzumischen. Doch was zeichnet ihn konkret aus und unterscheidet ihn von vielleicht etwas gewöhnlicheren Boxern?
„Seine Erfahrung, seine mentale Stärke und sein Kampfgeist. Marco bleibt auch unter Druck ruhig, liest Kämpfe sehr gut und weiß genau, wann er Akzente setzen muss. Das unterscheidet ihn von vielen anderen“, so der schwärmende Coach.
Selbstverständlich wird das Comeback auch breit in der deutschen Boxszene diskutiert. Zwar freuen sich zahlreiche Fans auf ein Wiedersehen mit ihrem geliebten Ex-Weltmeister und hoffen auf ebenso furiose Abende wie zu seinen besten Zeiten, doch auch Skepsis macht sich breit. Viele sehen in Huck keine Personalie mehr, die im Jahr 2026 nochmals zwingend international im Schwergewicht angreifen kann – seine Zeit sei vermeintlich vorbei.
Trainer Khan sieht Huck hingegen weiterhin als echten Prüfstein für jeden Top-Boxer, die sich allesamt mit dem Routinier gewiss schwertun würden.
„Wenn Marco weiter so konsequent arbeitet, kann er für jeden Gegner unangenehm werden. Erfahrung, Härte und Ringintelligenz sind Faktoren, die man nicht unterschätzen darf.“
„Sandsack-Videos sagen sehr wenig über einen Boxer aus“

Häufiger Bestandteil der Kritik sind zudem Postings von Marco Huck selbst, in denen er sich am Sandsack präsentiert. Viele vermissen dabei seine einstige Explosivität, auch die technischen Ausführungen scheinen nur mäßig zu beeindrucken. Khan sieht dem gelassen entgegen und verweist darauf, dass man nicht zu viel in solche kurzen Mitschnitte hineininterpretieren sollte.
„Sandsack-Videos sagen sehr wenig über einen Boxer aus. Entscheidend ist, was im Sparring und im Kampf passiert. Marco arbeitet strukturiert und zielgerichtet – das zählt, nicht Social-Media-Clips.“
Der Comeback-Gegner wird übrigens der amtierende tschechische Meister Vaclav Pejsar (26-22) sein. Ein Gegner mit zahlreichen Niederlagen, der jedoch keineswegs Laufkundschaft darstellt – insbesondere für ein Comeback.
„Pejsar ist erfahren, robust und kommt zum Kämpfen. Seine Bilanz täuscht. Er ist deutlich gefährlicher, als die vielen Niederlagen vermuten lassen. Genau solche Gegner darf man nicht unterschätzen“, so Jihad Ali Khan.
Huck-Comeback live auf DAZN – Tickets auf Eventim

Ob Huck bei seinem Comeback-Versuch tatsächlich noch einmal international ganz oben angreifen kann, wird sich maßgeblich am 14. Februar in der Heristo-Arena in Halle (NRW) zeigen. Tickets sind noch ab 15 € erhältlich. Neben Huck werden zahlreiche weitere Boxer im Einsatz sein, darunter bekannte Namen wie Bujar Tahiri (21-0) oder der Lucas-Browne-Bezwinger Arman Khudoyan (7-0).
Der Streamingdienst DAZN wird die Maincard ab 20:30 Uhr live übertragen. Alternativ besteht zudem die Möglichkeit, die Veranstaltung per PPV über Fight24 und Fight+ zu verfolgen.















😂😂😂😂
Da wird ein Gegner mit 22 Niederlagen stark geredet.
Huck hat sich gegen Lazaridis und davor Lewandowski schon nicht mir rum bekleckert. Jetzt gegen den erfahrenen und robusten Pejsar wird es natürlich um Längen besser.
Ich fand Huck immer overrated und jetzt ein Comeback zu versuchen und ne Warnung an Kabayel und Itauma auszusprechen ist ne Lachnummer. Die würden den beide in 3-4 Runden weghauen.
Entweder ist die Kohle weg oder er will einfach mal ins Rampenlicht.
Auf jeden Fall finde ich das einfach nur unfassbar lächerlich und albern was er abzieht, der Huck aka echter Prüfstein 😂😂😂😂