Manuel Charr vs. Denis Bakhtov

Der „Diamond Boy“ will 5. WBC-Gürtel – und Steffen Kretschmann rächen

In den vergangenen Wochen sorgte Manuel Charr als Teilnehmer der Sat.1-Show „Promi Big Brother“ für Aufsehen. Der „Frauenversteher“ absolvierte im kameraüberwachten „Big Brother“ Haus in Berlin unter anderem Trainingseinheiten mit David Hasselhoff, Martin Semmelrogge und Pamela Anderson. Am 19. Oktober wird es jetzt wieder im Ring ernst für den „Diamond Boy“. In der Leipziger Messehalle trifft Manuel Charr auf den schlagstarken Russen Denis Bakhtov. Sat.1 überträgt den Kampf um insgesamt fünf WBC-Titel live.

„Ich werde Vitali Klitschko jagen, bis er nicht mehr vor mir weglaufen kann“, sagt Charr kämpferisch. Er 28-Jährige ist amtierender WBC International Silver, WBC Baltic, WBC Mediterranean und WBC Arabic Champion im Schwergewicht. Am 19. Oktober soll nun der CISBB Gürtel für Boxer aus der ehemaligen Sowjetunion, dem ehemaligen Jugoslawien und dem Nahen Osten hinzukommen. Alle fünf Titel stehen gleichzeitig auf dem Spiel.

„Mein Ziel ist es, alle Gürtel der WBC zu vereinigen, bis nur noch der WMTitel von Vitali übrig ist“, erklärt Charr. „Spätestens dann kann er nicht mehr vor mir weglaufen und muss sich zum Rückkampf stellen. In unserem ersten Kampf konnte er mich nicht besiegen. Sein Hausarzt musste ihn retten. In einem möglichen Rematch zeige ich dann, dass ich ihn schlagen kann und werde endlich Weltmeister.“

Doch dafür muss der „Diamond Boy“ erst mal die Hürde Denis Bakhtov nehmen. Dass der Russe überaus gefährlich ist, musste bereits ein anderer deutscher Schwergewichtler schmerzhaft erkennen. Steffen Kretschmann, der damals als „große deutsche Hoffnung“ in der Königsklasse angesehen wurde, ging im September 2009 im saarländischen Völklingen in der ersten Runde gegen Bakhtov KO. Auch den Rückkampf, der im März 2010 ebenfalls in Sat.1 übertragen wurde, gewann der Russe, als Kretschmann dem Druck seines Gegners nicht standhalten konnte und in der neunten Runde aufgab.

„Bakhtov ist ein sehr starker und erfahrener Mann“, weiß Charr. „Ich werde aufpassen und meine beste Leistung abrufen müssen. Aber ich bin gut vorbereitet und hoch motiviert. Ich habe ein klares Ziel vor Augen und das heißt Vitali Klitschko. Wer immer mir dabei in die Quere kommt, wird aus dem Weg geräumt. So einfach ist das.“

Seit seinem ersten WM-Kampf gegen den älteren Klitschko-Bruder im September 2012 in Moskau, der aufgrund eines Cuts an Charrs rechtem Auge in der vierten Runde abgebrochen worden war, hat der Wahlkölner drei Kämpfe bestritten und alle drei vorzeitig gewonnen. „Vitali stand seitdem nicht mehr im Ring“, so Charr. „Ich hoffe, er wartet nur darauf, mir meine zweite Chance geben zu können. Wenn ich Bakhtov überzeugend schlage, werde ich in der Weltrangliste wieder einen Sprung nach oben machen. Dann bin ich bereit für mein Rematch.“