Manny Pacquiao erkämpft Draw gegen Mario Barrios und fordert Rückkampf!

Foto: Esther Lin/Premier Boxing Champions

Manny Pacquiao meldete sich vergangene Nacht gegen Mario Barrios eindrucksvoll zurück. Die von vielen befürchtete KO-Niederlage des „Pac Man“ blieb aus.

Manny Pacquiao und Mario Barrios trennen sich Unentschieden!

Bei seiner Rückkehr in den Boxring, nach fast vierjähriger Pause, zeigte Manny Pacquiao eine beeindruckende Leistung gegen WBC-Weltergewichtsweltmeister Mario Barrios. Doch am Ende reichte es nicht für einen Sieg. Die Punktrichter werteten den Kampf in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas mit einem Mehrheits-Unentschieden. Ein Ergebnis, das die überwiegend pro-Pacquiao-Fans im Saal hörbar schockierte.

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Pacquiao begann den Kampf in gewohnter Manier: aggressiv, flink auf den Beinen und mit präzisen Power Punches. In der 6. Runde kam es zu einem intensiven Schlagabtausch, in dem der Filipino mit einem rechten Haken punktete, bevor ihn ein harter Jab von Barrios zurückdrängte.

In der 7. Runde traf Barrios früh mit einem harten Jab und einem rechten Schlag, doch Pacquiao konterte rund 40 Sekunden vor dem Gong mit einem linken Treffer. Es war ein enges Duell, in dem der deutlich kleinere Pacquiao dem größeren Gegner Paroli bot- trotz altersbedingter und physischer „Nachteile“.

 

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Die 8. Runde gehörte klar dem Altmeister: Ein rechter Haken brachte Barrios ins Wanken, gefolgt von einem geraden linken Schlag, der die Arena in Ekstase versetzte. Pacquiao nutzte den Moment und setzte in der 9. Runde mit einer starken Links-rechts-Kombination nach, die Barrios sichtbar beeindruckte.

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In der 10. Runde schien Pacquiao die Kontrolle zu übernehmen: er landete die klareren Treffer, während Barrios kaum offensiv aktiv wurde. Viele Beobachter sahen Pacquiao nun deutlich vorn. Doch in der 11. Runde konnte Barrios mit einer Kombination Pacquiao kurz zurückdrängen. Zwar konterte der Filipino mit einem geraden linken Schlag, dennoch schienen die Punktrichter diese Runde Barrios zuzuschreiben.

 

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Die 12. Runde verlief ausgeglichen, ohne entscheidende Treffer und so kam es zum überraschenden Ergebnis: 115-113 für Barrios bei De Luca, 114-114 bei Cheatham und Weisfeld.

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Laut CompuBox landete Barrios 120 von 658 Schlägen, Pacquiao 101 von 577. Bei den Power Punches hatte Pacquiao die Nase vorn (81 zu 75), bei den Jabs dominierte Barrios (45 zu 20).

Pacquiao fordert sofortigen Rückkampf

„Ich dachte, ich hätte den Kampf gewonnen. Es war eng, aber ich war der aktivere Mann“, so Pacquiao im Ring. Er beteuerte außerdem, weitermachen zu wollen und dass er ein sofortiges Rematch will. Barrios zeigte sich respektvoll: „Ich dachte, ich habe es noch knapp geschafft. Aber es war mir eine Ehre, mit Manny im Ring zu stehen.“

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Pacquiao, der im Juni in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen wurde, wollte Geschichte schreiben: In seinen 40ern (konkret mit 46 Jahren) ein Weltmeistertitel – das wäre ein Rekord, den nur Bernard Hopkins (mit 46) und George Foreman (mit 45) erreicht hatten. Trotz des Unentschiedens bewies Pacquiao, dass er selbst mit 46 noch mit der Weltspitze mithalten kann. Die von vielen Fans befürchtete KO-Pleite blieb zudem aus. Ein Rückkampf scheint nur eine Frage der Zeit, sollte aber nicht zu lang dauern, denn das Alter spielt Pacquiao dennoch nicht in die Karten.

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